Deutscher Hörfilmpreis 2018: Publikumspreis geht an „In aller Freundschaft“ (FOTO)





Das Publikum hat sich für „Mach–s gut Nick“, die 773. Folge der
ARD-Serie „In aller Freundschaft“, als „Besten Hörfilm des Jahres“
entschieden. Die vom MDR produzierte Krankenhaus-Serie bekam beim
Online-Voting die meisten Stimmen. Insgesamt waren 16 Hörfilme
nominiert.

Stellvertretend für die Serie „In aller Freundschaft“ wurde
„Mach–s gut Nick“ am Dienstag in Berlin mit dem begehrten
Publikumspreis ausgezeichnet. In der 773. Folge geht es um ein
sensibles Thema: Sterbehilfe bei Jugendlichen. Die Protagonisten sind
schmerzvollen Momenten ausgesetzt, was sich auch in ihrer Mimik und
Gestik niederschlägt. Die Herausforderung der Audiodeskription des
MDR bestand darin, diese teils subtilen Reaktionen zu transportieren
und zugleich eine neutrale Haltung einzunehmen.

„Seit mittlerweile fünf Jahren produzieren wir die Folgen rund um
die Sachsenklinik auch als Hörfilmfassung – mit Erfolg wie sich jetzt
zeigt. Es freut mich, dass unsere Angebote zur Barrierefreiheit die
Zielgruppe überzeugen. Und dass es uns auch bei sensiblen Themen wie
in diesem Fall gelingt, mit unseren Hörbeschreibungen die besondere
Atmosphäre authentisch widerzuspiegeln“, sagt MDR-Programmdirektor
Wolf-Dieter Jacobi.

„Inzwischen verfügt der MDR in puncto Audiodeskription über einen
großen Erfahrungsschatz – auch dank der intensiven Zusammenarbeit mit
der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig. Ihre Fachberater
sind für uns eine feste Bank bei der Realisierung von Angeboten für
blinde oder seheingeschränkte Menschen“, sagt Georg Schmolz, Leiter
der Abteilung Barrierefreiheit beim MDR.

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme
als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer
Audiodeskription versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente
der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese
Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen. Die
Hörfilmautoren von „In aller Freundschaft“ achten darauf, trotz der
hohen inhaltlichen Dichte die Sendung nicht mit beschreibenden
Informationen zu überfrachten. Originaldialoge, subtile Laute,
Schweigen, Geräusche und Musik bekommen ihren Raum. Das scheint das
Publikum überzeugt zu haben.

Aktuell sendet der MDR etwa elf Prozent seines Programms mit
Audiodeskription. Zusätzlich zu den Hörfilm-Standardangeboten hat der
Sender zuletzt federführend für die ARD die Berichterstattung von den
Olympischen Spielen und den Paralympics aus Südkorea mehrere Stunden
täglich mit Live-Audiodeskription ausgestattet.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
verleiht seit 2002 den Deutschen Hörfilmpreis und zeichnet damit
herausragende Hörfilme aus sowie Projekte, die diese barrierefreien
Filmerlebnisse voranbringen. In diesem Jahr waren 16 Produktionen
nominiert. Der MDR wurde zuletzt 2007 mit dem renommierten Preis
geehrt, und zwar für sein umfassendes Engagement für den Hörfilm.

Eine Hörfilm-Szene und ein Interview mit den Schauspielern zur
Folge „Machs gut Nick“ finden Sie unter www.mdr.de/s/iafhoerfilmpreis

Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Birgit Friedrich, Tel.: (0341) 3
00 65 45, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 21. Mrz 2018. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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