Deutsche Post diskriminiert Ausländer





Deutschland, und speziell Magdeburg haben anscheinend ein Problem damit, daß Ausländer – in diesem speziellen Fall „Gastarbeitgeber“, keine Nachteile auf Grund Ihrer Staatsangehörigkeit erleiden dürfen, also auf keinen Fall diskriminiert werden dürfen. Trotz zahlreicher Beschwerden scheint es eine jahrzehntelange Triebkraft innerhalb des ehemaligen Staatsbetriebes der Deutschen Post AG zu geben, die genau diese Diskriminierung unter falschem Vorwand und auf „höherer“ Anordnung hin systematisch betreibt ohne dafür in Rechenschaft genommen zu werden.
Euronetwork: Herr Manoussos, was ist am Samstag, den 19.7.14 um 10.00 Uhr genau passiert?
Andreas Manoussos: Unsere Postbotin brachte ein Postidentdokument seitens der Landesbank Berlin, und wollte mit mir das Postidentverfahren durchführen. Dazu benötigte sie ein deutsches Ausweisdokument. Ich habe ein solches nicht, denn ich habe einen griechischen Paß und auch einen griechischen Personalausweis – beide vor 2 Monaten frisch ausgestellt.
Euronetwork: Uns sie hat das Postidentverfahren …
Andreas Manoussos: …dann nicht mit mir durchgeführt, und die Amazon Kreditkarte an die LBB zurück geschickt.
Euronetwork: Warum hat sie das Ihrer Meinung nach getan? Soviel bekannt ist, haben doch alle Pässe und Personalausweise alle Informationen zur Personalienfeststellung auch in lateinischer Schrift auf Englisch.
Andreas Manoussos: Ja, das wußte die Dame auch. Sie rief aber wider besseren Wissens Ihre angebliche „Vorgesetzte“ an, die ihr dann angeblich „bestätigte“, daß ein Postidentverfahren nur für Bürger mit deutschem Ausweisdokument wäre. Den Namen der „Vorgesetzten“ wollte sie uns aber nicht nennen.
Euronetwork: Das bedeutet, daß Ausländer am Postidentverfahren nicht teilnehmen dürfen.
Andreas Manoussos: De facto nein! Gastarbeiter und – in meinem Fall – Gastarbeitgeber dürfen am Postidentverfahren nicht teilnehmen.
Euronetwork: Und was sind die Folgen?
Andreas Manoussos: Wir haben vor einigen Wochen eine spezielle Software vorläufig fertig gestellt, die in der Lage ist, deutschen Dateneingebern im Ausland Arbeit zu besorgen, welche hier in Deutschland erledigt und von den ausländischen Auftraggebern bezahlt wird. Das ist der flexibelste Arbeitsplatz im Universum, denn mit einem PC und zwei Monitoren kann ich jeder Mutter zu Hause einen würdigen Arbeitsplatz einrichten, den sie sich so einteilt, wie sie es individuell möchte oder benötigt. Auch für Behinderte eine ideale Möglichkeit. Eigentlich für jeden Menschen, der Geld benötigt und gewillt ist ein Wenig dafür zu tun.
Euronetwork: Wieviele Leute sollten damit arbeiten?
Andreas Manoussos: Wir haben nach den Hochwasserschäden im letzten Jahr in unserem großen Gebäude in Magdeburg Salbke 12 Arbeitsplätze auf 185 m² neu gebaut. Es fehlten nur noch die PCs und der neue Server. Alles Andere ist fertig. Wir inserierten in Ebay Kleinanzeigen und dem Generalanzeiger, und hatten innerhalb zwei Tage knapp 500 Bewerbungen über unsere eigene Platform www.telefoncenterjob.de. Die erste Person wurde vor einigen Tagen angestellt um ersteinmal zu helfen die Softwarebugs auszumerzen. Eine solche Software hat es so unsere Erachtens nach noch nicht gegeben. Daher war es notwendig eine Tesperson, eine ehemalige Chefsekretärin, mit dem Testen der Software zu beauftragen. Arbeit wäre für alle da.
Euronetwork: Für alle 500?
Andreas Manoussos: Und noch für viele viele mehr! Die Software muß immer weiter angepaßt werden, aber ja, das Potential ist schier unbegerenzt!
Euronetwork: Wie kamen Sie auf das Projekt? Woher die Inspiration?
Andreas Manoussos: Wir betreiben seit Jahren mehrere Platformen, wie z.B. kohlenebenbei.de, jungeleutejob.de, kaufleutejob.de, liquidehaushalte.de, liquideunternehmer.de, euroheadhunter.de, german-investor.de, greek-investors.de und einige mehr. Die Erfahrungen waren sehr hilfreich um zu verstehen, was wirklich dringend in Deutschland benötigt wird, neben Schröders Hartz-4 Degradierung der Bevölkerung.
Euronetwork: Ja, aber was hat Amazon damit zu tun?
Andreas Manoussos: Die Amazon Kreditkarte ist bekanntlich nicht irgend eine. Full Service, kostenlose Garantieverlängerung, kostenlose Lieferung – nennt sich Prime Service. Irgendwo muß ja die Technik her. Unser Techniker und Chefentwickler ist Ingenieur und begeisterter Amazon Prime Kunde. Er hat uns das ans Herz gelegt – allein schon wegen der kostenlosen Garantieverlängerung. Der Preis spielt dabei selbstverständlich auch eine Rolle. Die Karte wurde ja ausgestellt.
Euronetwork: Aber Sie dürfen sie nun nicht haben, …
Andreas Manoussos: …weil die Angestellten der deutschen Post AG es immer noch nicht sein lassen können mich unsinniger Weise an die Herkunft meiner Eltern erinnern zu wollen, wobei das eine Herkunft ist, mit der einige Deutsche durchaus gerne tauschen würden!
Euronetwork: Wo kommen die denn her?
Andreas Manoussos: Mein Vater kam aus Sparta, wurde 1960 von der Bundesregierung angeworben. Man bat die Griechen seinerzeit um Aufbauhilfe. Meine Mutter ist aus Evia, einer der interessantesten europäischen Inseln. Ich wurde in Deutschland geboren.
Euronetwork: Warum haben Sie denn als in Deutschland Geborener nicht die deutsche Staatsangehörigkeit?
Andreas Manoussos: Spielt das eine Geige in Sachen vorsätzlicher Diskriminierung seitens ehemaliger deutscher Staatsbetriebe? Außerdem: Muß ich unbedingt „Deutsch“ sein? Nun, da Sie es wissen wollen: Als Kind wurde mir angeboten, die griechiesche Staatsbürgerschaft gegen die Deutsche einzutauschen. Alle in der Familie wären dann Griechen, ich aber Deutscher. Das erklären Sie mal der Verwandschaft. Nicht möglich. Einem Kind erklärten Sie das damals auch nicht. Als Kind – (damals hieß der Vorgänger der EU noch EWG) wollte man zur Familie gehören, und sich nicht formal aus der Familie ausgegliedert fühlen. Der Sinn der Integration ist doch die Integration und eben nicht die Ausgliederung durch andere Staatsbürgerschaft! Die doppelte Staatsbürgerschaft, also das, was im Integrationssinne wirklich einen Sinn gemacht hätte, wurde mir verweigert, meinem Neffen aber paradoxer Weise eingeräumt! Das erklären Sie Keinem! Erst recht nicht der kleinen intellektuellen Elite der BRD! Das ist nur dummes Zeug. Jahrzehnte lang dieses Hickhack um die doppelte Staatsbürgerschaft. Ja klar, „MIA SAN MIA!“. Ich kann auch ohne leben und tue es ja auch. Machen viele Betroffene, die der schlauen Politik scheißegal sind, so.
Euronetwork: Und jetzt?
Andreas Manoussos: Und jetzt ist es mir egal! Es geht langsam auf die Rente zu 🙂 Ich war der Meinung, daß Europa, und auch speziell Deutschland – diese Hürden überwunden hat, aber scheinbar habe ich mich damit gewaltig geirrt. Sie können hier in Deutschland schaffen was Sie wollen, hier wird Ihnen die Respektlosigkeit einer deutschen andersausgerichteten Minderheit entgegen dem gemeinsamen europäischem Willen per Postbotin bis in eigene 4 Wände gebracht und dort auch noch frech bekundet, so daß Sie auch ja nicht vergessen, daß Sie nicht zu dieser Gesellschaft gehören! Daß Sie nachdrücklich verstehen, daß Sie anders sind als alle mit deutschem Paß! Mann, was kotzt mich das an! Es reicht doch, daß mein Großvater mütterlicher seits, ein Familienvater mit 6 Kindern, von den Deutschen standrechtlich beim widerlichen Überfall Griechenlands erschossen wurde! Oma sagte mir das – da sollte ich damals als 10-Jähriger die deutsche Staatsbürgerschaft gegen die griechische eintauschen wollen? Aber das Gespräch geht jetzt wohl in eine Richtung, die ein anderes Mal diskutiert werden sollte! Ich hab einfach nur den Kragen voll von dieser europäischen Unehrlichkeit, die Deutschland zur Zeit an den Tag legt. Da hat sich Einiges angestaut! Jeden Tag diese geheuchelten Nachrichten auf allen Kanälen!
Euronetwork: Kann hier ein Fehler ausgeschlossen werden?
Andreas Manoussos: Es ist eindeutig Vorsatz! Das kommt von höchster Stelle. Das ist auch nicht neu. Das Internet ist voll davon. Wie der Zufall es will hat sich auf dem Monat genau vor 10 Jahren bei mir Ähnliches ereignet. Auch hier diskriminierte die deutsche Post! Ich fuhr mit dem Zug von Magdeburg nach Dormagen und verlor irgend wie mein Portemonnaie, hatte aber meinen griechischen Personalausweis dabei. Ich ließ mir kostenpflichtig von zu Hause per Western Union Geld schicken und ging zur Dormagener Hauptpost und wollte das Geld dort abholen, denn die Post ist/war Western Union Partner. Das wurde mit verweigert! Mein griechischer Personalausweis wurde nicht akzeptiert. Angeblich, weil er kein Ablaufdatum hätte. Was bitteschön hat ein Ablaufdatum mit dem Fakt zu tun, daß das zum deutschen Ausweisdokument adäquate Griechische eben ein solches Ablaufdatum nicht benötigt? Ist deshalb der deutsche Ausweis wertiger oder rechtskonformer als ein ausländischer? Ja wo leben wir denn?! Als wenn Deutschland immer die „Leitkultur“ in allen Dingen sein muß und europäische Abkommen einseitig ignorieren darf! Mann ist das arrogant! Die Griechen wurden im Krieg auch überfallen, in der Nachkriegszeit hat man in Europa gemeinsam beschlossen Deutschland trotzdem leben zu lassen, Unsummen wurden den Deutschen geschenkt und erlassen, damit sie aus den Trümmern wieder auf die Beine kamen, alle kamen aus ganz Europa um zu helfen, und deren Kinder sind heute Persona non Grata! Diese Info wird auch noch frech per Postbotin gebracht! Ja danke auch! Vielen vielen herzlichen Dank! Ich fasse es nicht!
Euronetwork: Wie endete die Sache?
Andreas Manoussos: Keine Chance beim deutschen „Postbeamten“! Der Postangestellte sagte, er hätte seine Anweisung griechische Personalausweise nicht zu akzeptieren. Ich hatte in der Hosentasche noch einige Münzen zog ein Bahnticket, fuhr nach Düsseldorf zu Western Union im Hauptbahnhof und bekam das Geld anstandslos. Glück in beiden Unglücken! Das hätte auch desaströs enden können! Sind Sie schoneinmal ohne Geld irgendwo gestrandet? Und der Angestellte des Monopolisten kehrt sich großkotzig einen Dreck um sie! Warum hat die Post eigentlich solch ein Monopol? Was soll der Quatsch in dieser Zeit in einem geeinten Europa?
Euronetwork: Also ist das in der Tat Vorsatz?
Andreas Manoussos: Das Internet ist voll davon, wie die Post Ausländer systematisch diskriminiert. Das Postpersonal hat ja von oben seine Anweisung so zu handeln, und es handelt auch so, obwohl es ganz genau weiß, daß es sich strafrechtlich relevant verhält.
http://www.migazin.de/2011/11/17/wie-der-ehemalige-staatsbetrieb-auslander-diskriminiert/
Euronetwork: Und Ihre Postbotin?
Andreas Manoussos: Meine Frau ist promovierte Strafrechtlerin. Wir haben die Postbotin um ihren Namen gebeten. Sie verweigerte uns die Auskunft zu ihrer Person trotzdem wir sie auf Ihre Auskunftspflicht zur Person hinwiesen, und verschwand fluchtartig aus unserem Haus.
Euronetwork: Wie werden Sie nun damit umgehen
Andreas Manoussos: Wir erstatten Strafanzeige und werden dann irgendwann sehen wie Deutschland damit umgeht.
Euronetwork: Und das neue Projekt?
Andreas Manoussos: Das hängt davon ab, wie Deutschland damit umgeht. Das ist in erster Linie ein generelles Problem Deutschlands und ein generelles Problem Magdeburgs! So sehen wir das. Die Post ist unserer Meinung nach nur ein einflußreicher und rücksichtsloser Monopolist! Unser Pilotprojekt wird heute jedenfalls in Magdeburg bis auf Weiteres auf Eis gelegt. Meine Frau und ich müssen uns nicht von ehemaligen deutschen Staatskonzernen auf solch dumme Art beleidigen lassen! Aber die Software entwickeln mein Team und ich trotzdem weiter! Andere Länder haben auch Interesse an den Ideen innovativer, mittelschichts- und arbeiterfreundlicher wirtschaftsberatender „Gastarbeitgeber“.
Euronetwork: Vielen Dank für das Gespräch.
Meinung: Googelt man den Vorstand der deutschen Post AG, findet man folgende Namen:
Dr. Frank Appel, Ken Allen, Roger Crook, Jürgen Gerdes, John Gilbert, Lawrence A. Rosen
Ob die alle zu 100% deutschen Hintergrunds sind, muß hier – das ist unsere Meinung – ersteinmal auch bezweifelt werden! Warum sind hier eigentlich 66% aller Vorstandsnamen ausländisch?

veröffentlicht von am 21. Jul 2014. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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