DER ZAUBERER MIT DEM GROSSEN HERZEN





„Ihr Sohn hat ein großes Herz!“ – Was eigentlich wie ein Kompliment klingt, kam dem Kardiologen wohl nur schwer über die Lippen.

1974 wurde Markus Poétes, genetisch bedingt, mit einem zu dicken Herzmuskel geboren. Hypertrophische Kardiomyopathie nennt das der Mediziner. Dies hat eine eingeschränkte Pumpleistung des Herzen zur Folge. Mit der Zeit kommt es zu Verschleißerscheinungen im Herzmuskel, das Gewebe „leiert“ aus und das Herz vergrößert sich stark. Charakteristische Symptome sind das Auftreten von Schwindel, Luftnot oder Ohnmachtsanfällen, sowie das Vorkommen von manchmal lebensgefährlichen Herzrythmusstörungen.

Schon im Kindesalter wurde Markus von seinem Kardiologen gesagt, dass seine Lebenserwartung sehr stark eingeschränkt ist. Aber was heißt eigentlich „eingeschränkt“? 10 Jahre weniger als normal? 20 Jahre weniger? Kein Arzt dieser Welt kann es vorhersagen!

Inzwischen ist Markus Poétes 41 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder, hauptberuflicher Zauberer und fest entschlossen die Welt zu verzaubern.

„Viele Jahre habe ich mich selbst bemitleidet und fand es ungerecht, mit diesem Gendefekt auf die Welt gekommen zu sein. Dann aber dachte ich, dass vielleicht alles im Leben einen Sinn hat. Wenn ich also seit Geburt ein großes Herz habe, sollte ich es vielleicht auch nutzen!“

Markus Poétes ist ein Träumer, ein Romantiker, dessen Ziel es ist, sowohl Kinder als auch Erwachsene, in eine andere, eine zauberhafte Welt zu versetzen. Mit viel Charme, Freundlichkeit und großem Herz verzaubert er seine Zuschauer. Und beweist, dass man auch mit solch einer angeborenen Krankheit erfolgreich sein kann. So wurde Markus Poétes z.B. in den letzten Jahren mit seiner Zaubershow bereits von zahlreichen Prominenten wie z.B. Rüdiger Hoffmann, Frank Plasberg, Wotan Wilke Möhring und Peter Brings gebucht. Neben Auftritten im Fernsehen (RTL, WDR & Center.tv), im Radio (WDR5), Engagements in Freizeitparks (u.a. Disneyland Paris & Warner Brothers Germany) und bei Privat- und Firmenveranstaltungen, gastiert er auch immer wieder mit seinen abendfüllenden Soloprogrammen in Kleinkunsttheatern und Bürgerzentren.

„Mein Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu verzaubern und ihnen zu zeigen, dass „Unmögliches“ manchmal doch möglich ist! Ich habe keine Ahnung, wie viel Zeit mir noch bleibt. Kein Arzt kann es mir sagen. Nur, dass meine Lebenserwartung stark eingeschränkt ist. Aber wie viele Jahre bleiben mir dann noch? Vielleicht 20? Das klingt erst einmal sehr viel! Aber wenn ich dann daran denke, dass meine Kinder ein und vier Jahre alt sind und ihren Vater vielleicht mit 21 und 24 Jahren verlieren könnten, ich vielleicht nie erleben werde, wie sie heiraten, ihr Studium abschließen, selbst Kinder bekommen … Dann sind 20 Jahre eigentlich gar nichts! Jeder Tag zählt! Und daher möchte ich natürlich, dass jeder Tag für meine Familie, zum besten ihres Lebens wird! Aber ich möchte auch das Leben der Menschen bereichern, denen ich tagtäglich begegne und ihnen einen zauberhaften Moment schenken. Ich habe lange überlegt, ob ich mit meiner Krankheit an die Öffentlichkeit gehe, aber vielleicht kann meine Geschichte, mein Lebensweg und meine Gedanken andere Menschen ja inspirieren und ihnen Mut machen!? Schon als Kind haben mir Ärzte gesagt, was ich alles mal NICHT tun kann. Schon in der Oberstufe auf dem Gymnasium durfte ich nicht mehr am Sportunterricht teilnehmen, da es zu anstrengend war. Aber meinen Traum, andere zu verzaubern, konnten sie mir nicht nehmen! Und so stehe ich tagtäglich auf der Bühne (des Lebens) und versuche anderen Menschen zum Lachen, Staunen und Träumen zu bringen.“

Neben seinen Zaubershows ist es Markus´ Traum zauberhafte, nostalgische Events zu kreieren und sein eigenes Theater, das „Theater Zaubertraum“ zu eröffnen.

Zur Zeit arbeitet er an einem Vortrag und einem Buch zum Thema „Erfolg auch mit großem Herz“, was gewollt doppeldeutig zu verstehen ist, denn Markus möchte nicht nur zeigen, dass man es mit einem Handicap wie einer (Herz)Krankheit schaffen kann, seine Träume zu verwirklichen, sondern dass man auch in einer Ellenbogengesellschaft mit Freundlichkeit und großer HERZlichkeit erfolgreich sein kann.

veröffentlicht von am 28. Mai 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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