Der AEROKURIER gewinnt Hugo Junkers Preis für herausragenden Luftfahrtjournalismus





Das Redaktionsteam des Luftfahrtmagazins AEROKURIER hat den Hugo Junkers Preis für herausragenden Luftfahrtjournalismus gewonnen. Verliehen wird dieser vom Luftfahrt-Presseclub und dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI). Die Redaktion erhielt den nach dem Luftfahrtpionier Hugo Junkers benannten Preis für ihren aufsehenerregenden Artikel zum deutschen Flugtaxi-Projekt „Lilium“, der zudem durch umfangreiche Zusatzinformationen auf der AEROKURIER-Webseite ergänzt wurde.

Vorausgegangen war eine mehrwöchige Recherche, die mit dem Dossier eines Luftfahrtingenieurs ihren Ausgang nahm. Dieser hatte die Angaben des Unternehmens Lilium bezüglich Reichweite und Geschwindigkeit ihres Lilium-Jets auf Plausibilität geprüft und dabei festgestellt, dass die Leistungsdaten weit weg vom realistisch Machbaren seien. Die Redakteure des AEROKURIER ließen das Dossier von zwei Hochschulprofessoren aus dem Bereich Luftfahrttechnik prüfen, die sich den Einschätzungen anschlossen. „Lilium antwortete nur mit Phrasen auf die Anfragen der Redaktion, während der ebenfalls angesprochene Investor Frank Thelen sehr dünnhäutig reagierte und uns vorwarf, nicht die relevanten Daten zu kennen“, erzählt Redaktionsleiter Lars Reinhold. Weiterhin recherchierte das Team Hintergründe zu Fördergeldern für EVTOL-Projekte (elektrisch angetriebene Senkrechtstarter) und zum aktuellen Stand der Zulassungsvorschriften für derartige Fluggeräte.

Nach der Veröffentlichung in der Februar-Ausgabe dieses Jahres drohte Lilium sowohl dem AEROKURIER rechtliche Schritte wegen geschäftsschädigenden Verhaltens an als auch Spiegel.de, die auf Basis des Berichts eigene Artikel verfasst hatten. „Passiert ist allerdings bisher nichts – außer dass auch der zweite Lilium-Prototyp abgebrannt ist und nach zusätzlichen Recherchen des Spiegel noch zwei weitere Professoren das Dossier des Ingenieurs als plausibel bewerteten“, sagt Lars Reinhold, der die Urkunde heute entgegennahm und sich auch bei seinen Kollegen Patrick Holland-Moritz und Samuel Pichlmaier bedankte: „Das war eine tolle Gemeinschaftsproduktion.“ Wegen der aktuellen Corona-Situation wird die Übergabe der Trophae erst im Frühjahr 2021 in einem Festakt des Luftfahrt-Presseclubs erfolgen.

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veröffentlicht von am 10. Dez 2020. gespeichert unter Medien/Unterhaltung, Verlag. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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