Debüt im Dritten Staffel 2020





Die Staffel 2020 der SWR Nachwuchsreihe Debüt im Dritten startet mit „Jessy.zip“ in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/ard/) am 31.10. / Auftakt im SWR Fernsehen am 14.11. mit „A Gschicht über d–Lieb“ und „Der Weg nach Padulim“

Raus! Aus den Rollenzuschreibungen eines Dorfs in den 50er-Jahren. Aus den Ohnmachtsgefühlen eines Teenagers. Aus dem Ausgeliefertsein an die eigenen Begierden. Aus der zerstörerischen Dynamik einer Trennung und dem Kampf ums Kind. Raus aus der eingefahrenen Beziehung. Oder gleich ganz raus aus der Gesellschaft, wie in dem Film, der diesen Ausbruch als Titel trägt. Sechs Filme in Spielfilmlänge, ein Kurzfilmprogramm und ein Webprojekt umfasst die diesjährige Staffel von Debüt im Dritten, und sie bietet ein weites Spektrum von Themen und Ästhetiken, die gleichzeitig alle um (meist junge) Menschen und ihre Beziehungen kreisen.

Zum ersten Mal beginnt eine Staffel von Debüt im Dritten mit einem reinen Webprojekt: Ab dem 31. Oktober wird „Jessy.zip“ in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/ard/) zu sehen sein. Nach Idee und Konzeption von Karl Heidelbach und Jan Krebs fügt das Diplomprojekt der Filmakademie Baden-Württemberg neun kurze Serienfolgen zu einem mittellangen Film rund um das Verschwinden der Youtuberin Jessy zusammen. Regisseur und Koautor Jonathan B. Behr und Autor Jan Krebs lassen ihre Geschichte komplett in der Welt von Youtube und der entsprechenden Ästhetik spielen: In Video-Formaten wie Vlogs, Streams und Video-Chats entfaltet sich eine spannend erzählte Geschichte über Cybermobbing.

Eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg.

Jessy.zip

Im SWR Fernsehen startet die diesjährige Staffel von Debüt im Dritten am Samstag, 14. November, mit einem Doppelschlag: Um 20:15 Uhr wird zunächst „A Gschicht über d–Lieb“ von Peter Evers ausgestrahlt. Angesiedelt in einem schwäbischen Dorf in den 1950er-Jahren erzählt er davon, wie in der dörflichen Gemeinschaft angesichts des Modernisierungsschubs in der Außenwelt umso heftiger an archaischen Haltungen festgehalten wird und was das für die Geschwister Gregor und Maria und deren Zukunftsvorstellungen bedeutet. Ausgesprochen plastisch, in atmosphärischen Bildern und im Dialekt verfilmt, werden die Figuren auf eine ultimative Probe gestellt, als die Liebesbeziehung der Geschwister öffentlich wird.

Eine Produktion der Zum Goldenen Lamm Filmproduktion in Koproduktion mit dem SWR.

A Gschicht über d–Lieb

Im Anschluss folgt ein Familiendrama der leiseren Töne: In den Mittelpunkt ihres Films „Der Weg nach Padulim“ stellt Annette Friedmann eine innige, sehr liebevoll erzählte Vater-Sohn-Beziehung, die bei der Trennung der Eltern in Gefahr gerät. Wie schaffen es Eltern, ihre Verletzungen nicht in den Kampf ums Kind münden zu lassen? Dass es nicht einfacher wird, wenn die Familienkonstellation scheinbar von neuer Durchlässigkeit ist, wird dabei genauso nachvollziehbar, wie die so schnell missachtete Sehnsucht des Kindes danach, beide Eltern behalten zu dürfen.

Eine Produktion von studio.tv.film und Eikon Media in Koproduktion mit dem SWR in Zusammenarbeit mit der MFG Baden-Württemberg

Der Weg nach Padulim

„Raus“ von Philipp Hirsch, geschrieben zusammen mit Thomas Böltken, erzählt in beeindruckend variantenreicher Bildsprache vom Verlangen von fünf jungen Aussteigern nach einem sozialen Neuanfang. Allmählich verändert sich im Lauf des Films die Bedeutung des mysteriösen Friedrich, der sie via Internet ins Hochgebirge gerufen hat. Immer wichtiger wird die Frage, wie jeder einzelne das Zusammenleben gestalten will. Dabei schafft es „Raus“, seine Figuren nicht übertrieben ernst zu nehmen und ihnen gleichzeitig Entwicklungspotential zuzugestehen.

Eine Produktion der ostlicht filmproduktion mit Lightburst Entertainment und dem SWR.

Raus

In „Schwimmen“ von Luzie Loose erfährt die 15-jährige Elisa das Erwachsenwerden als eine Phase der Ohnmachtserfahrungen und Isolation. Das ändert sich, als sie gemeinsam mit ihrer Freundin Anthea beginnt, andere zu filmen und in sozialen Netzwerken auszustellen, statt selbst ausgestellt zu werden. Um vom Erwachsenwerden und von der Macht der Bilder zu erzählen, lässt Luzie Loose die Filmbilder flirren und ruhig beobachten, nutzt Rhythmuswechsel und setzt Handyvideos ein, und kommt so ganz nah an die Erfahrungen ihrer jungen Protagonistin heran.

Eine Produktion der kurhaus productin in Koproduktion mit dem SWR und der Filmakademie Baden-Württemberg und Unterstützung der MFG Baden-Württemberg

Schwimmen

Das Kurzfilmprogramm versammelt in diesem Jahr drei Werke an der Grenze zum mittellangen Film: “ Masel Tov Cocktail „. Autor und Regisseur Arkadij Khaet, Koautorin Merle Teresa Kirchhoff und Koregisseur Mickey Paatsch gehen auf einen rasanten, komischen und klugen Trip durch junges jüdisches Leben in Deutschland aus der Perspektive von Dima, der cool die Erwartungen seiner Mitmenschen an ihn unterläuft. “ Käfigtiger “ von Sarah Neumann spielt im Berliner Wedding, wo seine dunkle Haut nur eines der Probleme von Dave auf dem Weg zur Fußballkarriere ist. Und zum Abschluss erzählt “ fünf nach zwölf “ von Tarek Roehlinger von den zwiespältigen Gefühlen eines Sohnes gegenüber seinem Vater, der ihn als Loser ablehnt.

„Masel Tov Cocktail“ ist eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit SWR und ARTE

„Käfigtiger“ ist Koproduktion der Filmakademie Baden-Württemberg mit SWR und ARTE

„fünf nach zwölf“ ist eine Koproduktion der Filmakademie Baden-Württemberg mit SWR und NDR

Drei Werke im Kurzfilmprogramm versammelt

Auch in „Kopfplatzen“ von Savas Ceviz geht es um Isolation. Markus– Abkapselung kommt von innen heraus, er ist zerrissen zwischen seinem pädophilen Verlangen und dem Willen zur Selbstkontrolle. Empathie für eine Figur zu wecken, die verzweifelt gegen die Gefahr ankämpft, Kinder zu missbrauchen, ist ein mutiges Unterfangen. In ruhigen, intensiven Bildern gelingt es Savas Ceviz, eine mitempfindende Nähe zu seinem Protagonisten aufzubauen, die keine Identifikation ist und die eine differenzierte Haltung zu Markus– einsamem Kampf möglich macht.

Eine Produktion der kurhaus production in Koproduktion mit dem SWR, gefördert von der MFG Baden-Württemberg

Kopfplatzen

Das Roadmovie „Messi und Maud“, eine Kinokoproduktion des Saarländischen Rundfunks, spielt in Chile, wo die in Berlin lebende Niederländerin Marleen Jonkman mit kleinem Team die Geschichte einer befreienden Reise erzählt. Ihre Hauptfigur Maud muss akzeptieren, dass sie keine Kinder bekommen kann, und während ihr das im Urlaub mit ihrem Freund Frank nicht gelingt, ermöglichen die intensive Begegnung mit der chilenischen Landschaft und die Freundschaft mit dem Jungen Messi mit dem Schmerz über ihre Unfruchtbarkeit umzugehen.

Eine Produktion von Smarthause Films und Fatt Productions in Koproduktion mit Lucho Films, Leitwolf TV- und Filmproduktion, SR, ARTE und radiobremen

Messi und Maud

Online first ab 14.11 auf ARDMediathek.de

Fotos über ARD-Foto.de

Film vorab für akkreditierte Journalisten auf https://presse.daserste.de/index~login.html und presseportal.SWR.de (https://presseportal.swr.de/index.php)

Weitere Informationen unter http://swr.li/debüt-im-dritten-2020 (http://swr.li/deb%C3%BCt-im-dritten-2020)

Pressekontakt:

Annette Gilcher, Tel. 07221 929 2 40 16, mailto:annette.gilcher@SWR.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7169/4748789
OTS: SWR – Südwestrundfunk

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 29. Okt 2020. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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