Das Erste / Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 4. Februar 2018, 19:20 Uhr vom SWR im Ersten





Moderation: Ute Brucker

Geplante Themen:

Österreich: Die FPÖ und die Burschenschaften / Walzertöne,
Abendroben, Gelfrisuren – wenn die FPÖ zum alljährlichen
Akademikerball lädt, sieht die Wiener Hofburg fast aus wie ein
Kostümfest. Die Redner allerdings meinen ernst, was sie sagen, und
zitieren stolz ihre alte Tradition. Auf letztere beruft sich die FPÖ
ohnehin gern – von 51 FPÖ-Abgeordneten gehören 18 einer schlagenden
Verbindung an. Einige dieser Burschenschaften haben rechte bis
rechtsextreme Tendenzen. In der Politik spiele dieses Gedankengut
keine Rolle, beteuern die Spitzenpolitiker. Doch der Plan der
Regierung, Südtirolern eine doppelte Staatsbürgerschaft anzubieten,
trägt klar die Farbe der Burschenschaften: Nach ihrem Verständnis ist
Südtirol Teil einer gesamtdeutschen Nation, Österreich als
Nationalstaat lehnen sie qua Satzung ab. Ein Bericht von Till Rüger
(ARD-Studio Wien)

Schweiz/Afghanistan: Der Traum von Olympia / Sajjad Hussaini und
Alishah Farhang haben einen großen Traum: Sie wollen als erste
Afghanen überhaupt an Olympischen Winterspielen teilnehmen. Die auf
den ersten Blick verrückte Initiative eines Schweizer Journalisten
hat sie ihrem Traum nähergebracht: Dank Crowdfunding können sie seit
vier Jahren im feinen St. Moritz trainieren. Doch für Olympia sind
die beiden Skifahrer noch nicht schnell genug. Dann kommt noch ein
Problem dazu: Ihr Visum für die Schweiz läuft ab. Nach drei Monaten
müssen die beiden zurück nach Afghanistan. Ein Land, erschüttert von
tödlichen Anschlägen und terrorisiert von radikalen Milizen. Wie ist
es möglich, hier von Olympia zu träumen? Eine Reportage von Wolfgang
Wanner und Peter Gerhardt (ARD-Studios Genf und Delhi)

China: Der eisige Nordwesten

Wo China endet, zwischen Kasachstan, Russland und der Mongolei,
liegt der Altai, eine eisige Schneelandschaft mit multiethnischer
Bevölkerung. Hier sind die Tuwiner heimisch, berühmt für ihre
rustikalen Tourenski: Ein Belag aus Pferdefell bremst bergauf und
saust bergab. Einmal im Jahr treffen sich Mannschaften aus fünf
Dörfern und messen sich beim traditionellen Rennen in Altai-City,
einer Stadt mit sozialistischem Charme, die versucht, den Skizirkus
Europas zu kopieren. Zu laut für die Tuwiner. Sie bleiben lieber in
ihren verschneiten Dörfern – überwacht von lauten Grenzpatrouillen,
aber tiefverwurzelt in ihrer Skitradition. Eine Reportage von Sascha
Storfner (ARD-Studio Peking)

Sambia: Kleinbauern müssen Großfarmen weichen / Fast zwei Stunden
lang ist das ARD-Team durch den Busch gelaufen, auf der Suche nach
Bauern, die ihre Dörfer verlassen mussten. Vertrieben worden seien
sie, erklären sie. Fast zwei Stunden laufen auch diese Bauern
täglich, um Wasser zu holen. Manche der Kinder gehen nicht mehr zur
Schule – der Weg ist zu weit. Dort wo die Familien früher wohnten,
wirtschaften heute Großfarmen – Investoren aus dem Ausland. Um
international konkurrenzfähig zu werden und Arbeitsplätze zu
schaffen, setzt die Regierung des Landes auf diese industrialisierten
Betriebe. Und auch, weil die Kleinbauern es nicht schaffen, die
dringend benötigten Nahrungsmittel für Sambia zu produzieren. Eine
Mischung aus beidem wäre die Lösung. Der Weg dahin ist allerdings
holprig, wie Thomas Denzel (ARD-Studio Johannesburg) beim Wandern
durch den Busch erfahren hat.

Kolumbien: Speisen hinter Gittern / Tags in Küche und Gastraum,
abends zurück in die Zelle. Das ist der Alltag von Nilda und
Candelaria im Frauengefängnis der kolumbianischen Hafenstadt
Cartagena. Klingt nach Schinderei, ist aber ein Glücksfall für die
beiden Frauen. Im Restaurant „Interno“ können sie Geld verdienen für
die Familie draußen. Und sie verkürzen ihre Haftzeit. Mit jedem
geleisteten Arbeitstag müssen sie einen Tag weniger sitzen. Die Gäste
des Restaurants bleiben nur für die Dauer des Essens hinter Gittern.
Sie begrüßen das Projekt – auch wenn es für manche zunächst seltsam
war, von Kriminellen bekocht und bedient zu werden. Eine Reportage
von Xenia Böttcher (ARD-Studio Mexiko Stadt)

Myanmar: Was ist ein Beinruderer? / Auf dem Inle-See in Myanmar
sind Langboote unterwegs, deren Ruderer nicht sitzen, sondern stehen.
Ihre Ruder halten sie mit einem Bein. Warum, erklärt Robert Hetkämper
(ARD-Studio Singapur) im „Schnappschuss“.

Redaktion: Esther Saoub

Pressekontakt:
SWR-Pressestelle,
E-Mail: pressestelle@swr.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 1. Feb 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de