Das Erste / Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 28. Januar 2018, 19:20 Uhr vom BR im Ersten





Moderation: Natalie Amiri

Geplante Themen:

Türkei / Syrien: Erdogans Kampf gegen die Kurden / Der
Deutsch-Türke Alper Yigit ist im Allgäu aufgewachsen. Er lebt seit
acht Jahren in der Türkei und arbeitet als Freiwilliger in einer
türkischen Hilfsorganisation. Erdogans Politik sieht er kritisch,
aber der Krieg gegen die kurdische Miliz YPG müsse sein. Deshalb hat
er mit den Kollegen der Hilfsorganisation ein Schaf zur Versorgung
der türkischen Soldaten geopfert. In Washington ist die türkische
Militäroperation „Olivenzweig“ gegen die YPG in Syrien zur Chefsache
geworden, haben doch die Amerikaner die kurdische Miliz gegen den
sogenannten Islamischen Staat aufgerüstet. Präsident Donald Trump
drängt deshalb seinen türkischen Amtskollegen zur Mäßigung, droht
doch beiden NATO-Verbündeten die direkte militärische Konfrontation.
Auch Deutschland ist wohl im Konflikt indirekt Partei: Die türkische
Armee ist unter anderem mit deutschen Kampfpanzern ausgerüstet,
während die YPG in ihrem Kampf gegen den IS von der Bundeswehr an
Panzerabwehrraketen auch deutscher Produktion ausgebildet wurde. Der
„Weltspiegel“ berichtet aus dem türkisch-syrischen Grenz- und
Kampfgebiet. (Autor: Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul)

Frankreich: Der Kampf um die Vorstädte / Der französische
Präsident Emmanuel Macron legt ein atemberaubendes Tempo mit seinem
Reformprogramm vor, auch für die Banlieues, die vernachlässigten
Vorstädte Frankreichs, Brennpunkte sozialer Konflikte, Schauplätze
von Gewalt zwischen Jugendlichen und der Polizei. In einer dieser
Vorstädte – Grigny, vor den Toren von Paris – hat Sabine Rau mit
ihrem Team einen ungewöhnlichen jungen Mann getroffen: Djigui Diarra.
Er ist hier geboren und aufgewachsen, als Ältester von zehn
Geschwistern. Er liebt seine Banlieue – und er hat sich nicht in den
Strudel von Gewalt und Drogen ziehen lassen; er hat gekämpft um eine
Ausbildung, um einen Weg in eine andere Zukunft. Er ist einer der
ganz wenigen Absolventen der angesehenen Pariser Filmhochschule, der
aus der Vorstadt kommt. Sein Film über Grigny und die Gewalt in der
Banlieue wird kommende Woche in Paris vorgestellt. (Autorin: Sabine
Rau, ARD Paris)

Indien: Aufstand der Dalits / Bis zur Hüfte steckt Ashok in der
stinkenden Brühe und schöpft mit bloßen Händen menschliche Exkremente
aus dem verstopften Kanalsystem von Neu-Delhi. Fünf bis sieben Euro
verdient er damit am Tag. Fast alle „Kanalreiniger“ sind Dalits,
Nachfahren der Ureinwohner Indiens, Angehörige der untersten Kasten.
Früher wurden sie die „Unberührbaren“ genannt. Obwohl die indische
Verfassung das Kastenwesen vor fast 70 Jahren abgeschafft hat, stehen
die Dalits noch heute auf der niedrigsten sozialen Stufe der
Gesellschaft. Als am Neujahrstag mehrere tausend Dalits friedlich an
einem Gedenkmarsch teilnehmen wollten, wurden sie von extremistischen
Hindus mit Steinen beworfen und verprügelt; ein Dalit kam dabei ums
Leben. Seitdem kommt es im ganzen Land zu Protesten. Sie fordern
endlich Gleichberechtigung. (Autor: Peter Gerhardt, ARD Neu-Delhi)

Mexiko: Wie Trump das Leben der Menschen bestimmt / Mexiko scheint
für Trump hohen Symbolwert zu haben, mit dem sich gut Politik machen
lässt. Der angekündigte Bau einer Mauer zwischen den USA und dem
Nachbarland wurde zwar noch nicht umgesetzt, hat aber schon viel
„Trennendes“ bewirkt: In der Grenzstadt Tijuana und der boomenden
Metropole Guadalajara führen menschliche Schicksale vor Augen, was es
bedeutet, dass in den USA Donald Trump regiert. Ein „Dreamer“ mit
befristetem Aufenthaltsstatus, der nach einer Studienreise nicht mehr
wieder in die USA einreisen kann, fühlt sich wie ein Tourist in
seiner eigentlichen Heimat. Zentralamerikaner, die in die USA wollen,
aber in Mexiko verharren, weil sie sich vor dem härteren Durchgreifen
der US-Polizei fürchten. Und schließlich US-Amerikaner, die wegen
Trump nach Mexiko gezogen sind und sich als politische Flüchtlinge
betrachten. Immobilienmakler in Mexiko bestätigen, dass sie einen
signifikanten Anstieg von Wohnungsvermittlungen an US-Bürger
verzeichnen. (Autorin: Xenia Böttcher, ARD Mexico City)

Lesotho: Eine Schule für Hirtenjungen / Hirten in Lesotho haben es
nicht leicht: Oft sind die Jungen weit von ihrer Familie entfernt
oder haben gar keine Eltern mehr. Zur Schule können sie nicht gehen.
Wie sollen sie sich dann ihren Arbeitgebern gegenüber rechtfertigen,
wenn sie nicht einmal das Vieh zählen können? Julius Majoro, selbst
Viehhirte, bringt ehrenamtlich abends Hirtenjungen zusammen und
bringt ihnen das bei, was sie für ihre Arbeit und das Leben wissen
müssen. (Autorin: Joana Jäschke)

Redaktion: Dr. Brigitte Abold

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Pressekontakt:
BR-Pressestelle, E-Mail: presse@br.de

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veröffentlicht von am 26. Jan 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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