Das Erste / Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 27. Mai 2018, 19:20 Uhr vom WDR im Ersten





Moderation: Isabel Schayani

Geplante Themen:

Griechenland: Aufstand gegen Flüchtlinge / Sie werfen Flaschen und
Steine auf die Flüchtlinge. Ihre Geduld sei am Ende, sagen sie.
Anfangs hätten sie geholfen, wo immer sie konnten. Doch nun, erklären
immer mehr Einheimische, könnten sie nicht mehr, es seien einfach zu
viele Flüchtlinge. „Wir waren keine Rassisten, erst die politische
Untätigkeit hat uns zu welchen werden lassen“, erklären sie ihre
Haltung. Noch vor vier oder fünf Jahren waren die ägäischen Inseln
ein begehrtes Ferienparadies, doch seit man mit Lesbos, Kos oder
Chios nur noch Flüchtlinge verbindet, will hier niemand mehr Urlaub
machen. Dabei ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle. Ein
Desaster! Der Hass wächst. Und auch die Geduld der Flüchtlinge ist am
Ende. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen. (Autorin: Ellen
Trapp/ARD Studio Rom)

Syrien – Deutsche IS-Frauen wollen zurück / Deutschland hatten sie
verlassen, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Unbehelligt
reisten sie über die Türkei nach Rakka, um dort ihre Religion so
ausüben zu können, wie sie es für richtig hielten. Heute sitzen
Sandra M. und Sabila S. in einem Lager der Kurdenmiliz YPG im Norden
Syriens und hoffen auf ihre Rückreise in die Heimat. Für den
„Weltspiegel“ haben uns die beiden Konvertitinnen ein Interview
gegeben. Nach eigenen Angaben lebten sie mehrere Jahre mit Mann und
Kindern in Rakka, in den ersten Monaten durchaus glücklich. Von
Folter und Terror wollen sie nicht viel mitbekommen haben, Schikane
aber hätten sie auch erlebt. In Deutschland, so glauben sie jetzt,
könnten sie den Islam besser leben. Deutsche Sicherheitsbehörden
allerdings haben erhebliche Bedenken, ob sie wirklich so unschuldig
und ungefährlich sind, wie sie beteuern. (Autor: Daniel Hechler/ARD
Studio Kairo)

Bangladesch: Kohle contra Wunderwald / Wer auf der Suche nach
einem Naturparadies ist, findet es im Westen Bangladeschs. Es sind
die Sundarbans, die größten Mangrovenwälder weltweit. In diesem
dichten Urwald leben zahlreiche seltene Tierarten, auch die letzten
wilden bengalischen Tiger. Teile der Sundarbans erhielten deshalb den
Status „UNESCO Welterbe“. Doch nun, nur wenige Kilometer außerhalb
des Naturparks, lässt die Regierung gerade das größte Kohlekraftwerk
des Landes errichten und plant ein riesiges Industriegebiet.
Umweltschützer sind alarmiert, die Menschen in der Region sind hin-
und hergerissen. Die Kohle bringe nicht nur Fortschritt in die
bitterarme Region, fürchten sie, sondern zerstöre auch ihren
Lebensraum. Und wie zum Beweis läuft während unserer Dreharbeiten
ganz in der Nähe ein Kohlefrachter in einem der Meeresarme auf Grund
und sinkt. (Autor: Peter Gerhardt/ARD Studio Neu Delhi)

China – MITU, Protest mit dem Reishasen / Ihr Symbol ist der
Reishase: Das MI steht für Reis und das TU für Hase = Mitu. Ein Netz
starker Frauen in China, die sich der Metoo-Bewegung angeschlossen
haben: „Hände weg von der Frau nebenan!“, heißt ihr Kampfruf. Ein
kreativer und mutiger Protest, der in China nicht gern gesehen ist.
Oft sind selbst die Opfer ohnmächtig, wenn es darum geht, ihr Recht
zu erstreiten. Es gibt in China keine nationale Regelung, die besagt,
wie mit Fällen von sexueller Belästigung in Schule und Beruf
umgegangen werden soll. Studentinnen, die sich wehren, müssen um
ihren Uni-Abschluss fürchten. Doch die Frauen lassen sich weder
belästigen noch unterkriegen – trotz aller Starrheit des Systems.
(Autorin: Sascha Storfner/ARD Studio Peking)

USA – Lichtblick im Navajo-Land / Er ist ein Lehrer, der sich
gerne die Hände schmutzig macht. Mit einem modernen Lehrzentrum für
Landwirtschaft und Tiermedizin hat er jungen Menschen in einem
Reservat der Navajo in Arizona wieder eine Perspektive gegeben – mit
Erfolg! Clyde McBride wurde nicht nur als Lehrer des Jahres
ausgezeichnet, auch seine Schüler absolvieren inzwischen erfolgreich
die Highschool. Die 18-jährige Taylena hat jetzt sogar ein Stipendium
zum Studieren. „Mein Verstand ist explodiert, durch all das Wissen“,
sagt sie und ist fest entschlossen, nach der Ausbildung ins Reservat
zurückzukehren, um auch anderen den Weg aus der Hoffnungslosigkeit zu
zeigen. (Autorin: Claudia Buckenmaier/ARD Studio Washington)

Redaktion: Petra Schmitt-Wilting, Heribert Roth

Pressekontakt:
WDR-Pressestelle,
E-Mail: wdrpressedesk@wdr.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 24. Mai 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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