Das Erste / Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 16. September 2018, 19:20 Uhr vom WDR im Ersten





Moderation: Isabel Schayani

Geplante Themen:

Niederlande – Hungersnot im Paradies / Wildpferde, Rothirsche und
Heckrinder verhungern Jahr für Jahr. Im letzten Winter waren es 3200
Tiere. Im niederländischen Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen
werden seit mehr als 20 Jahren Pflanzen und Tiere sich selbst
überlassen, mit verheerenden Folgen. Da sich die Herden stetig
vermehren, finden sie nicht mehr genug Nahrung. Tierschützer kämpfen
deshalb für eine Umsiedlung der Tiere, suchen Asyl für die Herden in
Europa. Die Forstverwaltung dagegen kann die Aufregung nicht
verstehen: Ein Naturschutzgebiet bestimme die ökologische
Belastbarkeit selbst, wer am klügsten mit dem Futter umgehe,
überlebe. (Autor: Markus Preiß/ARD Studio Brüssel)

Jemen – Die größte humanitäre Katastrophe / Die Friedensgespräche
in Genf sind erneut gescheitert. Leid und Elend im Jemen werden nicht
gestoppt. Die Leidtragenden dieses gnadenlosen Krieges sind
Zivilisten, vor allem Kinder. In den städtischen Kliniken gibt es
längst nicht mehr genug Betten für alle, Medikamente fehlen. Der
August 2018 soll der tödlichste Monat seit Ausbruch des Konflikts
gewesen sein. 981 Menschen sind ums Leben gekommen, ein Drittel waren
Kinder. Aktuell konnte ein ARD-Team im Norden des Jemen, in der
bergigen Provinz Sadah drehen. Eine Spur der Verwüstung durchzieht
dort Dörfer und Städte. Es ist das Kernland der Huthi-Rebellen. In
der Provinzhauptstadt sollen noch immer einige ihrer Anführer leben.
Bis zu 80 Luftangriffe täglich haben ganze Viertel verwüstet. Das
aber habe die Moral der Kämpfer nur gestärkt, erklärt der
Armeesprecher trotzig. (Autor: Daniel Hechler/ARD Studio Kairo)

Mexiko – Der unheimliche Jahrestag / Heute vor einem Jahr: Gerade
noch gab es große Evakuierungsübungen in allen öffentlichen Gebäuden,
wie jedes Jahr am 19. September, dem Jahrestag des Jahrhundertbebens
von 1989, als Tausende ihr Leben verloren. Am selben Tag, 32 Jahre
später, bebte die Erde wieder. 369 Menschen sterben, viele verlieren
ihr Zuhause. Doch aus Panik und Fassungslosigkeit wird schnell Hilfe.
Kaum lässt das Beben nach, Rauchschwaden hängen noch über der
Skyline, laufen Menschen zusammen, um Steine zu räumen und Leben zu
retten. Was bleibt: eine große Wunde und eine neue Gemeinschaft. Ein
Jahr später hat sich das Leben von Opfern und Rettern bis heute
nachhaltig verändert. (Autorin: Xenia Böttcher/ARD Studio Mexiko)

Frankreich – Frischer Wind im alten Roubaix / Marie und ihr Freund
Jaques schauen sich alles sehr genau an. Das junge Paar sucht ein
Haus, ausgerechnet in der alten Industriestadt Roubaix, rund 250
Kilometer von Paris entfernt. Es ist still hier auf den Straßen, die
Arbeitslosigkeit mit 30 Prozent hoch, Reichtum und Pracht sind
Vergangenheit. Gerade deshalb haben junge Paare hier eine Chance. Das
neue Haus mit Garten soll nur einen Euro kosten. Roubaix leitet den
Wandel ein. Erste neue Arbeitsplätze in der Textilbranche sind
geschaffen, auf der Abschluss-Schau der Hochschule für Mode sind
Interessenten aus Paris, Moskau und New York angereist. Die
Arbeiterstadt schlüpft in ein neues Outfit. In Roubaix hat die
Zukunft begonnen. (Autorin: Sabine Rau/ARD Studio Paris)

Peru – Dank an die Spender / Sie hat die „Weltspiegel“-Zuschauer
tief berührt: La Vieja, wie sie genannt werden will, mit 93 Jahren
wohl die älteste Fußballtrainerin der Welt. Im Juni hatte der
„Weltspiegel“ über la Vieja in Peru berichtet. Die rüstige Sportlerin
sagte damals, sie selbst brauche nichts, aber es schmerzte sie, dass
ihre Jungs keine Trikots hätten. Dank der immensen
Spendenbereitschaft der Zuschauer und auch des Vereins Borussia
Dortmund hat sich das geändert. ARD-Korrespondent Matthias Ebert
konnte jetzt viele Pakete mit Trikots, Schuhen, Bällen,
Torwarthandschuhen usw. der fitten Peruanerin überreichen. Die konnte
ihr Glück kaum fassen und war erstmal sprachlos. (Autor: Matthias
Ebert/ARD Studio Rio de Janeiro)

Redaktion: Petra Schmitt-Wilting, Heribert Roth

Pressekontakt:
WDR-Pressestelle,
E-Mail: wdrpressedesk@wdr.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 13. Sep 2018. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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