Das Erste / „ttt – titel thesen temperamente“ am 21. November 2010





„ttt“ kommt am Sonntag, 21. November, um 23.05
Uhr, vom Norddeutschen Rundfunk und hat folgende Themen:

Der Mord zum Sonntag – 40 Jahre Tatort im Ersten
Er ist wahre Marke mit Straßenfegerpotenzial: Der „Tatort“ im Ersten.
Jetzt wird er 40, und noch immer versammelt er ein Millionenpublikum
am Sonntagabend vor dem Fernseher. Hinter dem Erfolg steckt ein
einfaches, aber nicht immer leicht umzusetzendes Rezept:
Regionalität, eine spannende Geschichte und vor allem interessante
Kommissare. „ttt“ spricht mit ihnen über ihre Filmfiguren, die
Geschichte des „Tatorts“ und seine gesellschaftliche Bedeutung.

Made in Germany – Debatte um Imamausbildung in Deutschland
Lange Jahre hat sich auf deutscher Seite eigentlich niemand dafür
interessiert, was in den Moscheen in Deutschland passiert; wer die
Imame sind, woher sie kommen, was sie denken – und was sie predigen.
Tatsächlich gibt es bei uns rund 2000 Imame, die meisten von ihnen
kommen aus der Türkei, werden vom türkischen Staat bezahlt – und
sprechen zu 90 Prozent unzureichend deutsch. Das soll sich jetzt
ändern, zumal den Imamen eine Schlüsselrolle bei der Integration
zugesprochen wird, gehen ihre Aufgaben doch weit über das Vorbeten
hinaus. Sie unterweisen Kinder und Jugendliche im Glauben, sind
Seelsorger und Ratgeber in Alltagsfragen. Das erfordert eine
unbedingte Kenntnis der Welt, in der sie leben. Und das ist bei den
Import-Imamen aus der Türkei oft nicht der Fall. Nun soll in
Deutschland die Glaubensvermittlung gelehrt werden. Im nächsten Jahr
startet an zwei Hochschulen die universitäre Imamausbildung – und an
der Universität Osnabrück wird schon jetzt eine Fortbildung für Imame
angeboten. „ttt“ fragt nach: Was wird gelehrt, wie sieht die
Ausbildung aus – und vor allem: Ziehen die muslimischen Verbände mit?
Und wer soll am Ende die Absolventen bezahlen?

Waffen zu Kunstwerken – Unterwegs mit den Aktionskünstlern
Zizka&Rettner in Afrika
Burundi zählt zu einem der ärmsten Länder der Welt. Ein blutiger
Bürgerkrieg kostete seit 1993 schätzungsweise 250.000 Menschen das
Leben. Getötet von unzähligen Handfeuerwaffen. Die Designer und
Aktionskünstler Peter Zizka und Matthias Rettner haben das Projekt
„Symbiosis“ ins Leben gerufen: Gemeinsam mit dem
UN-Entwaffnungsprogramm haben sie in der Hauptstadt Bujumbura 300
Kleinwaffen zerstört und verarbeiten diese nun in Deutschland zu
Kunstwerken. Kunst, die intelligent und doppelbödig Faszination und
Schrecken von Waffen hinterfragt. Der Erlös aus der Versteigerung
dieser Werke fließt wiederum nach Burundi. „ttt“ begleitet exklusiv
das Duo bei ihrer schwierigen Mission in Afrika und Deutschland.

Ein Kämpfer gegen Russlands Propagandalügen – Der Regisseur Juri
Khaschevatski
Wer es wagt, die russische Regierung zu kritisieren, lebt gefährlich.
Viele Journalisten sind in den letzten Jahren attackiert oder sogar
ermordet worden, erst Anfang November wurde der Reporter Oleg Kaschin
brutal zusammengeschlagen. Einer, der sich davon nicht einschüchtern
lässt, ist der Regisseur Juri Khaschevatski aus Weißrussland. In
seinem neuen Dokumentarfilm „Lobotomie“ entlarvt er die
Propagandalügen von Putin, Medwedjew und den russischen Massenmedien,
ausgehend von der einseitigen Berichterstattung über den
Georgienkrieg. Khaschevatski montiert offizielle Fernsehbilder mit
Amateurvideos, versieht sie mit einem persönlichen,
sarkastisch-ironischem Kommentartext und schafft so eine ganz eigene
Form der Kritik. Sein Film, benannt nach einer Operationstechnik, bei
der Teile des Gehirns entfernt werden, feiert jetzt seine
Uraufführung auf dem Internationalen Dokumentarfilm-Festival
Amsterdam (17. – 28. November).

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? – Der „multiple Fotograf“ Martin
Liebscher
Keiner klont so kunstvoll wie er: Der Fotograf Martin Liebscher
agiert auf seinen Foto-Panoramen als sein eigenes Model – künstlich
vervielfacht und in allen erdenklichen Posen. Er allein füllt die
Frankfurter Börse, die Berliner Philharmonie und die Mailänder Scala,
hundertfach, tausendfach – 3500 digitale Abbilder seiner selbst in
einem einzigen Foto-Panorama – das ist der bisherige Rekord. „ttt“
begleitet den Künstler exklusiv bei seinem neuesten Shooting.

Moderation: Dieter Moor

Redaktion: Kathrin Becker, Christine Gerberding, Niels Grevsen,
Florian Müller

Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 3876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de
Fotos unter www.ard-foto.de

veröffentlicht von am 18. Nov 2010. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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