Bundesratspräsident Stephan Weil zeichnet Nachwuchsjournalisten aus: „Die Pressefreiheit gilt auch für Schülerzeitungen“





Bundesratspräsident Stephan Weil und zahlreiche
Medienvertreter haben heute (Montag, 30. Juni) die besten
Schülerzeitungen Deutschlands beim Schülerzeitungwettbewerb der
Länder 2014 ausgezeichnet. Bei der feierlichen Preisverleihung im
Bundesrat betonte Weil: „Die Pressefreiheit gilt auch für
Schülerzeitungen.“ Lehrer und Schulleiter müssten kontroverse
Meinungen aushalten können und dürften Nachwuchsredakteure nicht
unter Druck setzen oder Zensur ausüben.

Schülerzeitungen sollten kritische und schwierige Themen
aufgreifen, so der Bundesratspräsident, der in seiner Schulzeit am
Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium Hannover selbst an der
Schülerzeitung mitarbeitete: „Es ist wichtig, dass Medien kritisch
hinterfragen und auch anecken. Das gilt gerade auch in der Schule:
Schülerzeitungen sollten nicht zu brav sein, ihre Redakteurinnen und
Redakteure sollten eine Meinung haben.“

In seiner Funktion als Bundesratspräsident ist Stephan Weil
Schirmherr des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder, der seit 2004
unter dem Titel „Kein Blatt vorm Mund“ jedes Jahr stattfindet. Der
Wettbewerb wird von der Jugendpresse Deutschland und den Ländern der
Bundesrepublik Deutschland veranstaltet und von der
Kultusministerkonferenz empfohlen. Das Medienhaus Gruner + Jahr
unterstützt den Wettbewerb als Hauptförderer.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die besten 18 Zeitungen in
sechs Schulkategorien (Grundschule, Hauptschule, Realschule,
Gymnasium, Förderschule, berufliche Schule). Zudem wurden elf
Schülerzeitungen für themenspezifische Beiträge und bestimmte
journalistische Stilformen geehrt sowie sechs Förderpreise für
Zeitungen mit besonderem Entwicklungspotenzial vergeben. Die
Gewinnerredaktionen kommen in diesem Jahr aus Baden-Württemberg,
Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Sie
gewannen die Reise zur Preisverleihung nach Berlin und Geldpreise in
Höhe von 250 Euro bis 1000 Euro. Insgesamt hatten mehr als 1900
Publikationen an dem Wettbewerb teilgenommen.

Bei der Preisverleihung in Berlin, an der mehr als 150
Schülerzeitungsredakteure und 50 betreuende Lehrer teilnahmen, lobten
auch namhafte Journalisten wie Hans-Ulrich Jörges (Mitglied der
Chefredaktion des STERN), Brigitte Fehrle (Chefredakteurin der
Berliner Zeitung) und Stephan-Andreas Casdorff (Chefredakteur des
Tagesspiegel) die Arbeit der jungen Medienmacher in ihren
Laudationes.

„Es heißt immer, junge Menschen würden nicht mehr lesen, vor allem
keine Zeitung. Wenn man sieht, mit wie viel Liebe, Begeisterung,
Leidenschaft, auf welchem professionellen Niveau sich
Schülerzeitungen im Jahr 2014 präsentieren, kann man das nicht
glauben. Diese jungen Zeitungsmacher finden Themen, haben Anliegen
und vor allem auch Humor – und zwar egal, ob sie eine Förderschule,
ein Gymnasium, eine Haupt- oder Realschule besuchen. Das macht Mut!“,
sagte Laudator Oliver Stolle (Chefredakteur von NEON).

Kai Mungenast (Vorstandssprecher der Jugendpresse Deutschland)
unterstrich die Rolle der Schülerzeitung als demokratisches Element
in der Schule: „Schüler gestalten das Schulleben mit ihrer
Schülerzeitung und mischen sich ein. So lernen sie Pressefreiheit als
demokratisches Handeln nicht nur aus Schulbüchern, sondern erleben es
durch ihr eigenes Tun als junge Journalisten. Dieses Engagement
braucht die Unterstützung durch das Lehrerkollegium und die
öffentliche Anerkennung, beispielsweise in Form unseres Wettbewerbes
gemeinsam mit den Ländern – insbesondere wenn sich die
Schülerzeitungsredakteure an schwierige Themen wagen.“

Moderiert wurde die Preisverleihung von Jennifer Sieglar
(Fernsehmoderatorin „logo!“, KiKA) und umrahmt von Zauberer Alexander
Merk sowie der Berliner Band Komponistenviertel.

Hinweise zur Berichterstattung

Selbstverständlich stehen wir Ihnen mit weiteren Informationen,
Gesprächspartnern und Bildern zur Verfügung. Sollten Sie Kontakt zu
einer Redaktion oder Schule wünschen, stellen wir diesen gerne her.
Alle Informationen finden Sie unter www.schuelerzeitung.de.

Bilder der Preisverleihung und der jeweiligen Preisträger finden
Sie ab sofort unter www.schuelerzeitung.de/pressebilder.

Dort gelangen Sie auf das Fotoportal Flickr. Sie können dort
direkt auf die Galerie der Preisverleihung klicken. Mit einem Klick
auf ein entsprechendes Bild öffnet sich die Detailansicht, in der Sie
die Bildunterschrift und den Namen des Fotografen sehen können. Um
das Bild in Druckqualität herunterzuladen, klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf das Bild. Nun haben Sie mehrere Optionen:
Wählen Sie „Original“ aus, dann erscheint das Bild in voller Größe.
Nun können Sie es mit der Option „Dieses Foto in Originalgröße
herunterladen“ auf Ihrem PC speichern.

Ein vollständiges Interview mit Bundesratspräsident Stephan Weil,
aus dem zitiert werden darf, finden Sie online unter
www.schuelerzeitung.de/interview-weil

Jugendpresse Deutschland Bundesverband Junger Medienmacher

Die Jugendpresse Deutschland ist die Organisation von mehr als
15.000 jungen Medienmachern in Deutschland – vom
Schülerzeitungsmacher bis zum Volontär. Die Jugendpresse und ihre
Landesverbände bieten jedes Jahr mehr als 500 Seminare, Workshops,
Kongresse und Events an. Damit unterstützen wir medienbegeisterte
junge Menschen bei ihrer Arbeit, bilden Netzwerke und ermöglichen
Austausch. – www.jugendpresse.de

Die Gewinner der Schulpreise im Überblick:

Grundschulen:

1. Platz: Waldschlösschen Post (Grundschule Am Waldschlösschen)
aus
Bielefeld
2. Platz: Tönchen (GGS Tonstraße) aus Duisburg
3. Platz: Mümmel-Express (Grundschule Mümmelmannsberg) aus Hamburg
Förderpreis: Karlchen (Karlsgarten-Grundschule) aus
Berlin

Hauptschulen:

1. Platz: Respekt! (Nenndorfer Schulen) aus Nenndorf
2. Platz: Volltreffer (Albert-Einstein-Mittelschule) aus Augsburg
3. Platz: V.I.N. (MS Auerbach) aus Auerbach
Förderpreis: Durchblick (Hauptschule Am Bielenberg) aus
Höxter

Realschulen:

1. Platz: Notenfrei (Karl Kisters Realschule) aus Kleve
2. Platz: Der Maulwurf (Geschwister-Scholl-Realschule) aus
Winnenden
3. Platz: egon (Staatliche Realschule) aus Hilpoltstein
Förderpreis: OHSfresh (Otto-Hahn-Schule) aus Hamburg

Gymnasien:

1. Platz: Tempus (Carl-Benz-Gymnasium) aus Ladenburg
2. Platz: Konkret (Gymnasium Beilngries) aus Beilngries
3. Platz: Mittelpunkt (Gesamtschule Hardt) aus Mönchengladbach
Förderpreis: Reality
(Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium) aus Wolmirstedt

Förderschulen:

1. Platz: Das Rhododendronblatt (Werkstufe an der Berufsschule für
den Einzelhandel Horn) aus Bremen
2. Platz: Bachgeflüster (Förderzentrum Schonungen) aus Schonungen
3. Platz: Kassiopeia (Michael-Ende-Schule) aus Küdenscheid
Förderpreis: Sonnenklar (Ludwig Reinhard-Schule) aus
Kaufbeuren

berufliche Schulen:

1. Platz: eigenleben (Klara-Oppenheimer Schule) aus Würzburg
2. Platz: Carpe Diem (Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule) aus
Kirchheim
3. Platz: Utopia (Europaschule Schulzentrum Utbremen) aus Bremen
Förderpreis: BBS Times (BBS am Schölerberg) aus
Osnabrück

Die Gewinner der Sonderpreise im Überblick:

– „WortWechsel“ (bestes Interview) des Medienhauses Gruner + Jahr:
MORON (Carl-von-Ossitzky-Gymnasium) aus Berlin
– „Fallen gelassen – oder gelassen fallen? Leben mit gesundheitlichen
Einschränkungen“ der AOK – Die Gesundheitskasse:
Knuutsch (Werner-von-Siemens-Schule) aus Schwerin
– „EinSatz für eine bessere Gesellschaft“ des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
Der Moabiter (Gymnasium Tiergarten) aus Berlin (1. Platz);
ThomTimes (Thomasschule zu Leipzig) aus Leipzig (2. Platz);
Kogel Street News (Ganztageshauptschule Kogelshäuserstraße) aus
Stolberg (3. Platz)
– „Crossmedial denken – digital publizieren“ des Bundesverbands
Deutscher Zeitungsverleger (BDZV):
Volltreffer (Albert-Einstein-Mittelschule) aus Augsburg
– „Unter die Lupe genommen – Sicherheit und Gesundheit an der
Schule“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV):
alfterer Superzeitung (Vorgebirgsschule) aus Alfter;
sowie Blickkontakt (von Müller Gymnasium) aus Regensburg
– „Europa hier bei mir“ der Vertretung der Europäischen Kommission
in Deutschland:
–s Viechtacher Woidschratzl (Staatliche Realschule Viechtach) aus
Viechtach
– „Nach der Tat – Mobbing und Gewalt an Schulen“ der
Werner-Bonhoff-Stiftung:
Schwamm drüber (Schule am Hexbachtal) aus Mülheim an der Ruhr
– „Wege ins Ausland“ von Education First (EF):
Der Gymnasier (Gymnasium Fridericianum) aus Schwerin

Pressekontakt:
Dominik Mai (Projektleitung Schülerzeitungswettbewerb der Länder)
0160 / 98 60 30 30, d.mai@jugendpresse.de
Jugendpresse Deutschland e.V., Bundesverband junger Medienmacher,
Alt-Moabit 89, 10559 Berlin

veröffentlicht von am 1. Jul 2014. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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