„Beckmann“ am Donnerstag, 8. Mai 2014, um 23.00 Uhr





Syrien – der vergessene Krieg

Während die Welt auf die Krise in der Ukraine blickt, fordert der
Bürgerkrieg in Syrien weiter Tag für Tag neue Opfer. Ein Ende der
Gewalt ist nicht in Sicht. Seit Beginn der Kämpfe zwischen den
Regierungstruppen von Diktator Assad und syrischen Rebellen sind nach
Schätzungen der Vereinten Nationen etwa 150.000 Menschen ums Leben
gekommen, Millionen sind auf der Flucht. Drei Jahre nach Ausbruch des
Bürgerkriegs wird die Not vieler Flüchtlinge – rund die Hälfte davon
Kinder – immer größer: Syriens Nachbarländer sind mit der Situation
überfordert, es fehlt an dringend benötigten Nahrungsmitteln und
Medikamenten. Hat die Politik ihre Bemühungen um Syrien aufgegeben?
Unter welchen Bedingungen leben Betroffene in den Flüchtlingscamps?
Und was kann Deutschland gegen die humanitäre Katastrophe tun?

Darüber diskutieren bei „Beckmann“:

Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung, CSU) „Die Flüchtlingskatastrophe muss in den
Brennpunkt der europäischen Öffentlichkeit“, fordert
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. In den Flüchtlingslagern
herrsche Not und Elend, die EU müsse mehr Flüchtlinge aufnehmen.

Dr. Abir Mangels (Ärztin) und ihr Bruder Basem Nine
(Wirtschaftsingenieur) Die deutsch-syrischen Geschwister erlebten die
Leiden der syrischen Zivilbevölkerung vor Ort: Medizinerin Abir
Mangels behandelte im Rahmen eines humanitären Einsatzes in Jordanien
verletzte Flüchtlinge, auch ihr Bruder Basem Nine leistete Hilfe in
jordanischen und libanesischen Flüchtlingscamps.

Kathrin Wieland (Geschäftsführerin „Save the Children
Deutschland“) Das Gesundheitssystem in Syrien ist zusammengebrochen,
Ärzte zu finden sei inzwischen eine reine Glückssache, sagt Kathrin
Wieland. Mit der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ leistet
sie Nothilfe für Familien und Kinder.

Alexander Bühler (Journalist) Der Filmemacher wagt sich immer
wieder nach Syrien und berichtet über den Bürgerkrieg. In der
umkämpften Rebellenhochburg Aleppo sah Alexander Bühler, wie das
Assad-Regime jeden Tag mit gezielten Luftangriffen zivile Wohnviertel
bombardiert.

Christiane Krestel-Al-Khouri (Ärztin) Nach zahllosen Anträgen ist
es Christiane und ihrem Mann Bassam Al-Khouri gelungen, ihre 27
syrischen Angehörigen nach Deutschland zu holen. Da sie nicht zu den
10.000 Flüchtlingen zählen, die Deutschland offiziell aufnimmt, trägt
die Familie alle Kosten selbst und erfährt in ihrem Heimatort Bad
Wimpfen eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Pressekontakt:
Redaktion: Franziska Kischkat

Pressekontakt:
Frank Schulze Kommunikation,
Tel.: 040/55 44 00 300, Fax: 040/55 44 00 399

Dr. Lars Jacob, Presse und Information das Erste,
Tel.: 089/5900-42898, E-Mail: lars.jacob@DasErste.de

veröffentlicht von am 7. Mai 2014. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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