“Beckmann” am Donnerstag, 14. November 2013, um 23.45 Uhr





Thema: Abzug vom Hindukusch – Was wird aus
Afghanistan? Die Bundeswehr beendet 2014 ihren bisher größten
Auslandseinsatz, der kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September
2001 begann. Ein Großteil der etwa 4.000 deutschen Soldaten wird
Afghanistan in den kommenden Monaten ebenso verlassen wie die
Mehrzahl der internationalen Streitkräfte. Ab 2015 sollen afghanische
Polizei und Armee selbst für Sicherheit sorgen – ob das gelingt, ist
ungewiss. Tausende Zivilisten und Soldaten, darunter 54 deutsche,
verloren im Kampf gegen den Terror ihr Leben – war die Befreiung
Afghanistans von der Taliban-Herrschaft diesen Preis wert?

Darüber diskutieren bei “Beckmann”:

Tanja Menz (Mutter eines in Afghanistan getöteten
Bundeswehrsoldaten) 2011 starb ihr 22-jähriger Sohn Konstantin bei
einem Attentat in Baghlan. Seither war Tanja Menz mehrfach bei der
Bundeswehr in Afghanistan, zuletzt gemeinsam mit
Verteidigungsminister Thomas de Maizière, als der Stützpunkt Kundus
übergeben wurde. Tanja Menz hofft, dass der internationale
Militäreinsatz Afghanistan geholfen hat und der Tod ihres Sohnes
somit einen Sinn hatte.

Nadia Nashir (Vorsitzende “Afghanischer Frauenverein”) Für die
Entwicklungshelferin, die in Kundus geboren wurde und aufgewachsen
ist und seit 1975 in Deutschland lebt, hat sich die Situation für
afghanische Frauen in den vergangenen zehn Jahren verbessert.
Allerdings: Nadia Nashir beklagt, dass immer noch nicht genug für den
zivilen Wiederaufbau getan wird.

Abdul-Rahim Nagibulla (ehem. Dolmetscher der Bundeswehr in
Afghanistan) Durch eine Bombenexplosion in Afghanistan verlor er
Anfang der 90er Jahre als Kind ein Bein und kam zur Behandlung nach
Deutschland. Später kehrte Abdul-Rahim Nagibulla in sein Heimatland
zurück und arbeitete drei Jahre als Dolmetscher für die Bundeswehr.

Susanne Koelbl (Spiegel-Korrespondentin und Afghanistan-Expertin)
Durch zahlreiche Aufenthalte kennt sie die Situation am Hindukusch
wie kaum eine andere deutsche Journalistin: Susanne Koelbl berichtet
seit Jahren über die politische Lage und den Alltag in Afghanistan.

Hans-Werner Fritz (Generalleutnant) Hans-Werner Fritz,
Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam,
betont den Kerngedanken des Einsatzes, durch militärischen Schutz
eine afghanische Zentralregierung gestärkt und die zivile
Infrastruktur aufgebaut zu haben.

Pressekontakt:
Redaktion: Franziska Kischkat

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Frank Schulze Kommunikation,
Tel.: 040/55 44 00 300, Fax: 040/55 44 00 399

Dr. Lars Jacob, Presse und Information das Erste,
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veröffentlicht von am 13. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein, Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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