Wer im Fall Walter Mixa gedacht hatte, noch
schlimmer kann es gar nicht werden, der sieht sich nun eines Besseren
belehrt. Es wird mit jeder Nachricht aus Augsburg, wo er bis vor
kurzem Bischof war, erbärmlicher. Nun ist von einer Geheimakte die
Rede, in der Mixa schwere Alkoholprobleme sowie Übergriffe auf
Priesteramtskandidaten in den 90er Jahren nachgesagt werden.
Sicherlich, Menschen sind fehlbar. Auch Priester und Bischöfe. Doch
auch wenn nicht alle neuen Vorwürfe
Treffer mittschiffs – versenkt! Daniel Richters Abrechnung mit der
Hamburger Kulturpolitik trifft den Kern: Der Malerstar geißelt den
gedankenlosen Umgang mit Museen, Künstlern, kurz, den kreativen
Kräften in einer Stadt, die so gern Weltmetropole sein möchte.
Explodierende Baukosten der Elbphilharmonie, das Gerangel um
Künstlerateliers im Gängeviertel und zuletzt eine groteske Debatte um
die temporäre Schließung der Galerie der Gege
Es war Mark Twains Letzter Wille: Erst 100 Jahre nach seinem Tod
sollte seine Autobiografie veröffentlicht werden. Nun ist es bald so
weit: Seine Memoiren, die die ganze Zeit über sicher in einem Tresor
verschlossen lagerten, werden ab November nach und nach
veröffentlicht. 100 Jahre geschützte Privatsphäre scheinen damit
beendet. Das Interesse, jemand anderen als den Gentleman, für den man
ihn bisher gehalten hatte, in den Aufzeichnungen
Billigfernsehen funktioniert in Einzelfällen.
»Bauer sucht Frau« ist günstig in der Herstellung und beschert RTL
eine hohe Einschaltquote. Wenn aber alle Privatsender, und zum Teil
auch ARD und ZDF, auf Dokusoaps setzen, entsteht Einheitsbrei, der
dem Zuschauer nicht mehr schmeckt. Er ist übersättigt. Diese
Erfahrung droht der ARD 2011 auf anderem Gebiet. Nach der
Verpflichtung von Günther Jauch soll es jeden Tag eine Talksendung
geben. Die lassen sich
Tausende werden die Straßen in Stockholm säumen, um
einen Blick auf das Brautpaar zu werfen, Millionen werden die
Hochzeit im Fernseher verfolgen. Warum bloß? Eigentlich gibt es doch
kaum etwas, das so unzeitgemäß ist wie eine Monarchie. Doch was
politisch stimmen mag, muss nicht zwangsläufig auch emotional richtig
sein. Der Traum von Glanz und Gloria, von Reichtum und Schönheit, wir
träumen ihn gern. "Stellvertretend für uns alle", s
"Tatort"-Erfinder Gunther Witte freut sich immer
noch auf jeden Folge seiner Krimi-Reihe, die im Herbst ihr
40-jähriges Jubiläum feiert. Zuhause gucke er die Episoden "auf jeden
Fall", sagte der ehemalige Filmchef des WDR, der im September 75
Jahre alt wird, im Gespräch mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe
(Samstagausgabe). Er liebe "alle mit Prahl und Liefers". Der
Wahl-Berliner fügte hinzu: "Selbst wenn einer ihrer Fälle mal do
Als Piraten das Schiff –Faina– im September 2008 vor
Somalia kapern, gelangt eine brisante Fracht in ihre Hände: 33
ukrainische Panzer, tonnenweise Kalaschnikows und Munition, Raketen
und Luftabwehrwaffen sind an Bord. Mit der Berichterstattung über die
Entführung erfährt die Weltöffentlichkeit von der tödlichen Ladung.
Nach dem Ende der Geiselnahme begann der Autor Rainer Kahrs mit
seinen Recherchen über die –Faina– für "das ARD radiofea
Auch die zweite Jahreshälfte 2010 verspricht eine
Fülle von Höhepunkten im Kunstgeschehen. Der Juli-Ausgabe des
Kunstmagazins art liegt die große Halbjahresvorschau "art kompakt"
als Booklet bei, mit einer ausführlichen Ausstellungsvorschau für die
"neue Kunstsaison" von Juli bis Dezember. Sie dient als
Orientierungshilfe und bietet die Möglichkeit, Ausstellungsbesuche
und Kunstreisen rechtzeitig zu planen. Auf 34 Seiten liefert art
s
Der Kyoto-Preis, neben dem Nobelpreis eine der weltweit höchsten
Auszeichnungen für das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten in
Kultur und Wissenschaft, geht in diesem Jahr an den Künstler William
Kentridge, an den Mathematiker Dr. László Lovász sowie an Dr. Shinya
Yamanaka, Arzt und Stammzellenforscher. Die mit jeweils 50 Millionen
Yen (rund 450.000 Euro*) dotierte Ehrung wird alljährlich durch die
Inamori-Stiftung vergeben, die 1984
Gelegentlich muss sich auch die Avantgarde mal wieder ihrer
Wurzeln versichern. Deshalb kehrt die bildende Kunst zum Tafelbild
zurück, deshalb stellt das Festival in Donaueschingen das
Streichquartett ins Zentrum: jene komplexeste aller musikalischen
Gattungen, die jede Schwäche gnadenlos entlarvt.
Damit setzt sich beim wichtigsten Neue-Musik-Festival der Welt der
Trend fort, die traditionellen Klangkörper unter dem Aspekt des
Zeitgenössischen