Artayo





In diesem locker und spannend geschriebenen Buch geht es höchst menschlich zu, man liebt und hurt, intrigiert und verheimlicht, bis man bei den lebendig gezeichneten Figuren durchaus von Menschen im Katzenfell sprechen kann. Die echten Zweibeiner machen es dem Viehzeug ja auch nicht leicht, einen Kater haben sie mit Benzin übergossen und angezündet, ein anderer wurde als Lebendfutter für Hundekämpfe gefangen. Das war Pilger, den man eingangs halbzerrissen per „Blumenkutsche“ entsorgte.
Und dann gibt es das Geheimnis um eine uralte Truhe in Apodrecers Labor, die mit dem Welt- und Menschenfrieden in Zusammenhang gebracht wird. Sieben Schlüssel soll sie haben. Als ein Mord nach dem anderen geschieht, dämmert Artayo ein Zusammenhang mit den gründungsväterlichen Schlüsselbesitzern…
Auf dem Kirchturm kämpft der mutige Jungkater dann gegen den Mörder. Doch damit nicht genug, Ingeborg Lauwaßer findet auf den letzten Seiten mehrere Möglichkeiten, den Leser ins Retardieren zu bekommen, denn der Tod des Mörders ist längst nicht das letzte Geheimnis, und nicht das Ende der Geschichte.
Die Autorin kann hervorragend schildern. Lakonischer Ton, eine leichte Sprache, die trefflich ins Alltägliche geht, erotische Anspielungen, höchst kätzische Betrachtungen über das Menschenleben, Humor auf der einen Seite (wie missmutig der alte Fogh über Katzenmamas und Katzenkinder spricht), kein leichtes Hineinkommen ins Sujet am Anfang, aber das wird Katzenkrimi-Freunde nicht davon abhalten, dieses vergnügliche Broschur in ihre Sammlung aufzunehmen.

veröffentlicht von am 16. Apr 2018. gespeichert unter Literatur. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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