ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber: „–Alle gegen Lena– hilft dem Eurovision Song Contest“





In weniger als 150 Tagen findet der Eurovision Song
Contest (ESC) in Düsseldorf statt. Im exklusiven Interview mit dem
Medienmagazin DWDL.de erklärt Thomas Schreiber, ARD-Teamchef für den
Event, wieso die Titelverteidigung von Lena eine gute Idee war, der
deutsche Vorentscheid kein Lena-Overkill sei und was die ARD rund um
den Eurovision Song Contest plant.

In der Nacht vom 29. auf den 30. Mai war Deutschland im
Lena-Fieber. Dass diese Euphorie längst abgeebbt ist, entmutigt den
ARD-Teamchef für den Eurovision Song Contest 2011 nicht. „Diese eine
Nacht von Oslo können wir nicht zurückholen, aber wir werden alles
dafür tun, dass man noch lange von der Nacht in Düsseldorf sprechen
kann“, erklärt Thomas Schreiber im Interview mit dem Medienmagazin
DWDL.de und verteidigt das erneute Antreten von Lena Meyer-Landrut.
„Der Gedanke der Titelverteidigung hilft dem Eurovision Song Contest,
denn bei aller europäischen Freundschaft braucht der ESC den
sportlichen Wettbewerbscharakter. Und die deutsche Titelverteidigung
ist etwas, woran sich andere Länder reiben können. Man könnte sogar
sagen: –Alle gegen Lena– hilft dem ESC“, so Schreiber. Ein mögliches
Triple für Lena soll es aber nicht geben. 2012 wird der deutsche
Vorentscheid wieder eine Castingshow sein. „Diese Aussage steht auch
falls Lena in Düsseldorf von den Fernsehzuschauern Europas wieder zur
sozusagen Europameisterin im Singen gewählt würde“, so Schreiber.

Den Eurovision Song Contest im eigenen Land will er gebührend
feiern. Neben der fast traditionellen Party auf der Reeperbahn in
Hamburg soll es im nächsten Jahr mehrere Public Viewings zum großen
Finale am 14. Mai geben. Bis zu 20 sind derzeit in Planung, verriet
er im DWDL.de-Gespräch. „Natürlich wird es wieder in Hannover und
ganz sicher auch in Düsseldorf Public Viewings geben. Wir wollen
sehen, inwieweit wir das auch in die Finalshow einbauen können“, sagt
Schreiber, der abseits der ESC-Organisation auch
Unterhaltungskoordinator der ARD ist. In der Finalwoche im Mai wird
es so täglich um 18.50 Uhr im Ersten eine knapp einstündige Sendung
zum Eurovision Song Contest geben. „Der momentane Arbeitstitel ist
–Germany 12 Points–. Mit Studiogästen, Filmen und Aktionen werden wir
die Finalwoche des Eurovision Song Contests begleiten. Da senden wir
aus einem kleinen Studio in der Arena.“

Sorgen, dass das Spektakel in Düsseldorf den Gebührenzahler teuer
zu stehen kommt, zerstreut der ARD-Teamchef für den ESC. „Wir
bekommen eine Sockelfinanzierung durch die EBU, also durch die
Länder, die am ESC teilnehmen. Außerdem versuchen wir, durch
Sponsoring und Kartenverkäufe die Belastungen für die ARD und damit
den Gebührenzahler so niedrig wie möglich zu halten. Teurer als Oslo
wollen wir auf keinen Fall sein“, verspricht Schreiber. „Aber man
muss auch sagen: Der Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf wird
aufgrund der größeren Arena in bestimmten Bereichen wie
beispielsweise der Bühne auch aufwändiger sein als in Oslo. Dafür
sind wir in anderen Bereichen wieder günstiger.“

Information für die Redaktionen:

Das gesamte Wortlaut-Interview mit Thomas Schreiber finden Sie auf
http://www.dwdl.de. Zitate sind mit Quellenangabe „Medienmagazin
DWDL.de“ zur Verwendung frei.

Pressekontakt:
Thomas Lückerath
Chefredakteur
Medienmagazin DWDL.de
eMail: lueckerath@dwdl.de
Telefon: 0171 4898495

veröffentlicht von am 19. Dez 2010. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

Rückmeldung hinterlassen

Archiv

Bilder Galerie

Anmelden | Copyright by LayerMedia

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de