ARD-Mittagsmagazin – Vernetzte Mobilität: Verkehrsministerium prüft Pflicht zum Daten-Austausch für Verkehrsunternehmen





Bahnticket kaufen, Mietwagen buchen, Fahrrad leihen
– das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur will
es einfacher machen, alle Angebote mit einer übergreifenden App zu
steuern. Dazu müssten Anbieter stärker zur Zusammenarbeit
verpflichtet werden: Ziel sei, „dass Wirtschaftsunternehmen die Daten
teilen, wenn es einen Nutzen für den Verbraucher hat“, sagte Steffen
Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium am
Mittwoch im ARD-Mittagsmagazin.

Alles in einer App – das gehe nur, wenn Unternehmen „die Daten,
die sie erfassen, den anderen zur Verfügung stellen, und zwar in
Echtzeit“, so Bilger. In anderen Ländern, beispielsweise in Finnland,
sei dieser Datenaustausch zwischen den Anbietern per Gesetz
vorgeschrieben. „Wir überlegen, ob wir eine ähnliche gesetzliche
Verpflichtung schaffen wie es in Finnland der Fall ist.“

Dann müssten beispielsweise Busunternehmen ihre Takte und
Verspätungen genauso teilen wie Carsharing-Anbieter ihre Standorte
und Preise. Kunden könnten außerdem über die App bezahlen.

Bisher gebe es nur regional begrenzte Modellprojekte. „Aber es
fehlt noch der Durchbruch“, sagte Bilger. Um diesen zu unterstützen,
sei es das Ziel, bis 2021 flächendeckend schnelles Internet
anzubieten, so dass Mobilitäts-Apps an jedem Standort genutzt werden
können.

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
ARD-Mittagsmagazin
Tel.: 030 – 97993 – 55504
mima@rbb-online.de
www.mittagsmagazin.de

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 11. Sep 2019. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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