ARD-Filmintendantin Karola Wille beim 3. Berlinale.Brunch: “Wir haben es heute in der Hand und auch die Verantwortung, reale Gleichstellung tatsächlich durchzusetzen.”





Rund 100 Frauen aus der Film- und Fernsehbranche
folgten der Einladung von ARD-Filmintendantin Prof. Dr. Karola Wille
zum bereits dritten Berlinale.Brunch am Freitag, 8. Februar 2019.
Karola Wille in ihrer Begrüßung: “2019 ist ein ereignisreiches,
besonderes Jahr – auch für uns Frauen – ob 100 Jahre Frauenwahlrecht
oder der Ausruf am Bauhaus von “absoluter Gleichberechtigung”.
Während dieser Anspruch vor 100 Jahren schnell wieder verschwand,
haben wir es heute in der Hand und auch die Verantwortung, dieses
Ideal Wirklichkeit werden zu lassen und reale Gleichstellung
tatsächlich durchzusetzen. Und zwar mit Mut, Selbstbewusstsein,
Ausdauer, Kreativität und auch Humor.”

Staatssekretärin Heike Raab ergänzte: “Wir kommen ein Stückchen
weiter. Es gibt zarte positive Veränderungen. Ein Zeichen des
Kulturwandels, der aber nicht von einem auf den anderen Tag
funktioniert. Quote ist nicht alles, was zählt. Wir können an vielen
Stellen etwas tun und müssen auch in der Medienpolitik besser
werden.”

Die Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler zu neuen Studien ihrer
MaLisa-Stiftung: “In drei Studien haben wir YouTube, Instagram und
Musikvideos untersucht. Und auch dort kommen Frauen in den Top 100
nur halb so oft vor wie Männer. Männer dürfen dort alles. Die Frauen
sind dezent. Schönheit scheint absolute Bedingung zu sein. Und je
erfolgreicher die Frauen sind, desto schmaler ist der Korridor der
Themen.”

Karola Wille betonte auch die Bedeutung der Diversität in der
Medienbranche über alle Genre und Gewerke hinweg: “In der ARD ist das
Thema Diversität deshalb mittlerweile Chefinnen- und Chefsache. Es
geht um unseren ureigensten Auftrag, um die Abbildung unserer
Lebenswirklichkeit in ihrer Vielfalt. Diversität steht immer auch für
eine tolerante und offene Gesellschaft. Deshalb darf sie gerade heute
keine Leerformel sein und muss immer wieder mit Leben erfüllt werden.
Die ARD sieht sich diesem Anspruch verpflichtet. Mittlerweile gibt es
regelmäßige Fortschrittsberichte mit zahlreichen Maßnahmen. Zum
Beispiel Frauen als handlungsstarke Protagonistinnen in jedem Alter
zu besetzen, junge weibliche Heldinnen und Moderatorinnen für
Kinderformate und mehr Bewusstsein bei der Auswahl der Stoffe, der
Projektvergabe und Auswahl der Hauptgewerke.”

Im Anschluss tauschten sich die Frauen – u.a. Produzentinnen,
Vertreterinnen der Filmförderung und ARD-Kolleginnen aus dem Fiktion-
und Dokumentarbereich – angeregt aus.

Regisseurinnen-Speed-Dating

Bereits zum zweiten Mal fand im Anschluss an den Berlinale.Brunch
das Regisseurinnen-Speed-Dating statt. Das junge Format von Degeto
und ARD-Fernsehfilmkoordination gibt Regisseurinnen die Möglichkeit,
sich und ihre Arbeit vorzustellen.

“Und auch dieser eine Baustein von vielen hat bereits Wirkung
gezeigt. Insgesamt konnten mehrere Regisseurinnen vom letzten
Speed-Dating bereits Filme realisieren. Es gilt, die Frauen
sichtbarer zu machen: vor und hinter der Kamera”, so Christine
Strobl, Degeto-Geschäftsführerin.

Ein Foto kann bei www.ard-foto.de abgerufen werden.

Pressekontakt:
MDR Kommunikation
Birthe Gogarten
Tel.: 0341 300 6342
Email: Birthe.Gogarten@mdr.de

Original-Content von: ARD Presse, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 8. Feb 2019. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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