Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Frankfurter»Tatort«





Vorab warnte die Polizei vor
Halloween-Streichen: Schnell würden dabei Grenzen überschritten. Am
Sonntag im »Tatort« bestand keine Gefahr, da war nur ein bisschen
Bates Motel (Sie erinnern sich doch an »Psycho«?). Türen
quietschen, Dielen knarren, eine grunzt wie sonst bei Netflix die
Untoten – Schocknummern, an denen sich schon »Nosferatu« delektierte,
damals, als die Bilder laufen lernten. Will das der Zuschauer?
Soziologischen Studien zufolge will er das nicht. Das Fernsehen soll
ihm zeigen, wie das Böse in Handschellen abgeführt wird.
Erleichterung, ab ins Bett und dann mit frischem Elan in die nächste
Arbeitswoche. Deswegen ist der »Tatort« so erfolgreich. Nun besteht
das deutsche Fernsehprogramm ja im Wesentlichen aus Krimis. Da landet
man schnell beim immergleichen Whodunnit-Schema: Mord, Recherche,
Handschellen. Kein Wunder, dass die Ausreißversuche der
Drehbuchautoren – Porno-»Tatort«, RAF-»Tatort«, Horror-»Tatort« –
Debatten auslösen. Aber seien Sie versichert: Die auf den »Tatort«
folgende Woche, jede Woche, schaffen Sie auch dann, wenn mal
Skelette klappern, nicht Handschellen klicken.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 29. Okt 2017. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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