Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Borussia Dortmund und Hauptsponsor Evonik





Dass die Dominanz der Bayern in der Bundesliga
den Anstoß für den finanziellen Vorstoß der Dortmunder Borussen gab,
ist nicht überliefert. Aber natürlich hat der Alleingang des
Rekordmeisters den BVB mächtig geärgert. Die Münchner spielten
zuletzt sportlich in einer anderen Liga, auch weil sie der Konkurrenz
wirtschaftlich enteilt sind. Borussia zieht daraus die Konsequenzen.
Als einziger börsennotierter Fußballklub Deutschlands können die
Dortmunder recht schnell zum Mittel der Kapitalerhöhung greifen. Im
ersten Schritt überweist Evonik 27 Millionen Euro. Führen die
weiteren Gespräche zum Erfolg und landen zusätzliche 100 Millionen
auf dem Konto, stößt der BVB in die Bayern-Dimension vor. Dann
spielen beide gemeinsam in einer anderen Liga – und wird der Fußball
national final zur Zwei- bis Mehrklassengesellschaft verkommen. Das
kann man den Branchengrößen nicht vorwerfen, die auch international
um ihre Wettbewerbsfähigkeit kämpfen. Aber dem Fußball-Fan droht viel
Langeweile.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

veröffentlicht von am 27. Jun 2014. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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