Wem gehört die Stadt, in der wir leben? (VIDEO)





Am Dienstag, 30. Juni, um 22.05 Uhr zeigt das MDR FERNSEHEN die
erste Folge der Reihe „Wem gehört der Osten?“. Die Dokumentation „Die
Stadt“ erzählt von Prestigeobjekten und Enteignungen.

Im Jahr 25 nach dem Fall der Mauer sind die großen politischen und
ökonomischen Umbrüche in den neuen Bundesländern weitgehend
abgeschlossen. Die Dokumentationsreihe „Wem gehört der Osten?“ zeigt
in drei Filmen „Die Stadt“, „Das Land“ und „Die Heimat“ Menschen, die
zu den großen Akteuren in der Umverteilung gehörten oder immer noch
gehören, aber auch die Verlierer in diesem Umwandlungsprozess.
Emotionale Einblicke in eine Welt aus Geld, Macht, Hoffnungen und
tiefen Enttäuschungen.

Die Alte Hauptpost in Leipzig ist ein exklusives Grundstück in
bester Lage: 100 Millionen Euro ist das einem englischen Investor
wert. Jörg Zochert und Holger Krimmling von der KSW GmbH möchten für
ihren Kunden hier u.a. ein Hotel, edle Studentenunterkünfte und eine
Luxusklinik entstehen lassen. Zochert mischt als Projektentwickler
seit der Wende im Wettstreit um attraktive Grundstücke und
renditeträchtige Projekte mit und hat Großes vor.

Wohnungen in attraktiver Stadtlage sind oft Kapitalanlagen. In
Dresden wurde 2006 der gesamte Bestand an kommunalen Wohnungen
verkauft und 48.000 Wohnungen gingen an eine amerikanische AG.
Dresden war damit schuldenfrei, aber was geschah mit den Mietern?
Dirk Schmitt arbeitet für die Wohnungsgesellschaft und erklärt, wie
das Geschäft mit den Wohnungen als Kapitalanlage funktioniert hat.

Roland Ernst ist heute nur noch ein seltener Besucher in seinem
Lieblingsprojekt, den Hackeschen Höfen in Berlin. Er gehörte zu den
ganz Großen und hat Millionen im Osten investiert. Helmut Kohl
persönlich hatte ihn gebeten, die Landschaften schnell „zum Blühen zu
bringen“. Dass er mit Mieten und Renditen rechnete, die der neu
eingeführte Kapitalismus nicht bringen konnte, führte ihn in die
Pleite und sogar vor Gericht.

In der kleinen Kurstadt Bad Liebenstein verlor Anita Bohlig als
Erbin der ersten Thüringer Keksfabrik ihre Existenz. Das von ihrem
Großvater gegründete Unternehmen wurde in der DDR enteignet und nach
der Wende fielen Grundstück und Familienvilla an die Treuhand. Doch
Anita Bohlig geht leer aus – die Keksfabrik wird an Bahlsen verkauft.

25 Jahre nach dem Ende der DDR strahlen die meisten ostdeutschen
Städte in neuem Glanz, doch die Eigentumsverhältnisse erzählen viel
über die Höhen und Tiefen des Privatisierungsprozesses – bis heute.

„Wem gehört der Osten?“ ist Teil des MDR-Programmschwerpunkts „25
Jahre Deutsche Einheit“. Über die Doku hinaus geht der MDR am
Dienstag, 30. Juni, dieser Fragestellung in einem trimedialen
Thementag nach. Die „Umschau“ vertieft dabei u. a., wie sich die
Besitzverhältnisse im Osten verändert haben. Neben „MDR aktuell“ im
TV befassen sich im MDR HÖRFUNK das Mittagsmagazin bei MDR JUMP, MDR
FIGARO, MDR SACHSEN-ANHALT und MDR THÜRINGEN mit dem Thema. In ihrer
Sendung „Dienstag direkt“ wird Moderatorin Kathleen Rothe darüber
hinaus bei MDR 1 RADIO SACHSEN von 20 bis 23 Uhr den Filmemacher und
Produzent der Doku-Reihe Prof. Olaf Jacobs zu Gast haben. Zu Wort
kommen ebenfalls der letzte Vizepräsident der Staatsbank der DDR und
Gründer der Deutschen Kreditbank Dr. Edgar Most sowie Prof. Timo
Leukefeld, Unternehmer und Energiebotschafter der Bundesregierung.
Ein umfassender Online-Auftritt, zu finden auf der Seite
www.wem-gehoert-der-osten.de, ergänzt das Projekt im Internet.

Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Henrik Sprink,
Tel.: (0341) 3 00 65 35, E-Mail: presse@mdr.de

veröffentlicht von am 26. Jun 2015. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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