WDR 5: Beate Klarsfeldäußert grundlegende Kritik am NSU-Prozeß





Im Interview mit dem WDR 5-„Morgenecho“ äußerte die
als „Nazi-Jägerin“ bekannte Beate Klarsfeld grundlegende Kritik am
NSU-Prozess, „der schon so lange dauert, der mit so viel Geld und
Aufwand geführt wird.“

Die Angeklagte Beate Zschäpe könne sich als jemand darstellen, der
den Prozess leite: „Ich meine, das kann nicht sein, der Prozess muss
ein Prozess sein, wie grausam diese drei haben morden können.“
Stattdessen könne die Angeklagte sich gewissermaßen als Heldin
darstellen. „Sie hat sich mit den Pflichtverteidigern verzankt, sie
will nicht aussagen, sie wird krank.“ Klarsfeld weiter: „Es hat etwas
Ungesundes an sich.“

Beate Klarsfeld hatte am Montag gemeinsam mit ihrem Ehemann Serge
in Paris das Bundesverdienstkreuz erhalten. Das Paar hatte
jahrzehntelang ehemalige NS-Größen in aller Welt aufgespürt, darunter
den SS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie. 1968 ohrfeigte Beate Klarsfeld
den damaligen CDU-Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger wegen dessen
NS-Vergangenheit. Heute engagiert sich Klarsfeld unter anderem gegen
den „Front National“ in Frankreich.

Das komplette Interview wird am Samstag, den 25. Juli, um 6:35 Uhr
im „Morgenecho“ auf WDR 5 ausgestrahlt.

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Kontakt: WDR Presse und Information, Telefon 0221 220 7100, E-Mail:
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veröffentlicht von am 24. Jul 2015. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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