WAZ: Zeit für neue Konzepte – Kommentar von Michael Kohlstadt zu kürzeren Gottesdiensten





Das fulminant gefeierte Reformationsjubiläum hat die
evangelische Kirche – und nicht nur sie – ein Jahr lang in Atem
gehalten. Das Luther-Jahr hat dabei auch gezeigt, wie kirchenferne
Menschen erreicht werden können, wenn man die ausgetretenen Pfade der
christlichen Glaubensverkündung verlässt.

Allein die öffentlichkeitswirksame Rückbesinnung auf den
Reformator wird indes keines der strukturellen Probleme der
zweitgrößten Glaubensgemeinschaft in Deutschland lösen. Der
augenscheinlich unaufhaltsame Mitgliederschwund, das insgesamt
rückläufige Interesse am kirchlichen Leben und die trotz neuer
Rekordsteuereinnahmen langfristig knapper werdenden Finanzmittel
verlangen in beiden großen Kirchen nach grundlegenden Antworten.

Dazu etwa könnte die Ökumene zählen. Konfessionsübergreifende
Zusammenarbeit hat unter dem Druck schwindender Akzeptanz beider
Kirchen derzeit ohnehin Konjunktur. Hieran zu arbeiten und neue
Modelle der Kooperation zu entwickeln, wird langfristig jedenfalls
mehr nützen, als Gottesdienste zu kürzen. Den Menschen in ihrer
angeblichen Bequemlichkeit hinterherzulaufen, das ist kein Konzept.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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veröffentlicht von am 13. Nov 2017. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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