WAZ: Ein Spiegel der Region – Kommentar von Jens Dirksen zum Reviertheater





Die Theaterlandschaft des Ruhrgebiets hat echte
Metropolen-Qualitäten. Es weiß nur kaum jemand, der jenseits des
Reviers lebt. Denn diese Theaterlandschaft ist viel mehr ein Spiegel
der Region, als ihr recht sein kann. Bislang schmiedet nämlich noch
jede Bühne ihren Spielplan für sich und jedes Haus verkauft auch
seine Eintrittskarten auf eigene Weise.

In den Theatern wird applaudiert statt gebetet, aber sie sind so
etwas wie die weltlichen Kirchtürme des Reviers. So, wie bei der
Raumplanung, bei den Bussen und Bahnen, bei den Sportstätten
wurschteln die Städte nebeneinander her. Und sich meistens auch durch
die Löcher ihrer Haushalte.

Deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass sich die elf städtischen
Musik- und Schauspielbühnen zwischen Moers und Hagen nun zu den
Ruhr-Bühnen zusammenschließen. Es wird gewiss mehr dabei herauskommen
als ein gemeinsames Plakat. Die 20 Ruhrkunstmuseen haben, angestiftet
durch die Kulturhauptstadt Ruhr.2010, das bewiesen – die große
„China8“-Ausstellung ist nur ein Beleg dafür.

Und wenn nun ein Ruck durch die Theaterszene geht, kann das der
nächste Beweis dafür sein, was alle längst wissen: Einigkeit macht
stark.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

veröffentlicht von am 22. Jun 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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