SWR Fernsehen Programmhinweise und -änderungen von Freitag, 03.11.17 (Woche 44) bis Freitag, 08.12.17 (Woche 49)





Freitag, 03. November 2017 (Woche
44)/02.11.2017

Geänderten Programmablauf für SR beachten!

07.35 SR: das saarlandwetter (WH von DO)

07.40 SR: aktueller bericht (WH von DO)

08.15 (VPS 08.45) SR: aus christlicher sicht (WH von DO)

08.20 (VPS 08.15) SR: Wir im Saarland – Das Magazin (WH von DO)

(bis 08.50 – weiter wie mitgeteilt)

Freitag, 03. November 2017 (Woche 44)/02.11.2017

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher An den Rand
gedrängt – von denen, die nicht gehört werden

Es brodelt mächtig. Mitten durchs Land zieht ein Gefühl von
Ungerechtigkeit und spaltet zunehmend die Gesellschaft. Der Ton
zwischen „denen da oben“ und „wir da unten“ wird deutlich schärfer.
Dabei glänzt doch die Oberfläche – die Wirtschaft ist robust, die
Arbeitsämter vermelden ein neues Rekordtief bei der
Arbeitslosenquote, die Löhne steigen. Alles bestens? Keinesfalls. Die
betagte Nachbarin muss nach 40 Jahren ihr Viertel verlassen, weil die
Rente nicht mehr für die Miete reicht, immer mehr Kinder aus sozial
schwachen Familien sitzen morgens hungrig im Schulunterricht,
Alleinerziehende können trotz Job oft kaum den Kita-Platz bezahlen.
Es mehren sich die Stimmen, die sich nicht gehört, die sich vergessen
und übergangen fühlen. Sie sehen sich von der Politik mit Floskeln
abgespeist, von den Medien mit ihren Ängsten nicht ernst genommen und
als Verlierer an den Rand gedrängt. Die Quittung haben die großen
Parteien bei der Bundestagswahl zu spüren bekommen, die Wähler wenden
sich ab. Die Zukunftsangst geht um – gepaart mit Wut, Enttäuschung
und der Frage: Sieht so soziale Gerechtigkeit aus? Im „Nachtcafé: An
den Rand gedrängt – von denen, die nicht gehört werden“ kommen Bürger
zu Wort, die offen über ihre Sorgen, Ängste und Probleme sprechen,
mit denen sie alltäglich konfrontiert sind.

Immer mehr Rentner in Deutschland leben an der Armutsgrenze, auch
Magda Kunkel. Im Krieg geboren, hat sie später drei Kinder
großgezogen und vier Jahrzehnte lang in die Rentenkasse eingezahlt –
ob als Verkäuferin, Schneiderin oder Buchhalterin. Was ihr monatlich
bleibt, reicht kaum zum Überleben. Heute fühlt sich die 75-Jährige
als Teil einer betrogenen Generation: „Unsere Lebensleistung wird
nicht ausreichend gewürdigt, das ist ungerecht und eine große
Demütigung.“

Zu wenig Personal, zu wenig Geld, zu wenig Anerkennung. Ilona
Neubauer hat sich vor 40 Jahren mit voller Überzeugung für den Beruf
der Krankenschwester entschieden, wollte helfen und heilen. Heute
rauben ihr viele Überstunden den Schlaf, Bürokratie frisst ihr die
Zeit, sich würdevoll und angemessen um Patienten kümmern zu können:
„Die Patienten spüren unsere Hektik und trauen sich teils gar nicht
mehr zu klingeln, wenn ihnen etwas fehlt.“

Miese Bezahlung, ständig den nächsten Termin im Nacken, dazu
Konkurrenz aus Billiglohnländern. So sieht das Fernfahrerleben von
Udo Paffrath aus. Seit zehn Jahren arbeitet er in der
Speditionsbranche, fast ebenso lang kämpft er für bessere
Arbeitsbedingungen. Geändert hat sich aus seiner Sicht nichts.
Stattdessen verspürt er immer mehr Druck durch osteuropäische Fahrer,
die für einen Bruchteil seines Lohnes hinterm Steuer sitzen: „Für
Gewinnmaximierung wird alles gemacht, was geht.“

Die Angst vor steigender Kriminalität und das Gefühl, nicht mehr
ausreichend von Staat und Polizei beschützt zu werden – diese Sorgen
treiben immer mehr Bürger um. „Der Tod meiner Frau im Berliner
Tiergarten hätte verhindert werden können, hätten Polizei und Justiz
rechtzeitig gehandelt“, beklagt Klaus Rasch. Der Mord an der
Kunsthistorikerin Susanne Fontaine im September löste eine große
Diskussion über Staatsversagen aus, seit Jahren ist der Park als
krimineller Brennpunkt bekannt.

Einkaufsladen, Arzt, Bus, Schule? Fehlanzeige. Die Versorgung in
dünn besiedelten ländlichen Regionen empfinden viele Dorfbewohner als
katastrophal. Vor allem für ältere Bewohner werden die sterbenden
Dörfer zunehmend zur Belastungsprobe. Andreas Braun, Bürgermeister
der Schwarzwaldgemeinde Unterkirnach, kämpft auch mit
unkonventionellen Ideen für ein lebenswertes Leben auf dem Land: „Wir
können nicht immer nur Jammern und Klagen, wir müssen auch selbst
etwas in die Hand nehmen und zupacken.“

Was es bedeutet, von vielem ausgeschlossen zu sein, das hat Jasmin
Memis in ihrer Kindheit erfahren müssen. Stets war das Geld bei ihrer
alleinerziehenden Mutter knapp, Verzicht von Kindesbeinen an der
tägliche Lebensbegleiter des jungen Mädchens. Weder Schulausflüge,
Klassenfahrten oder eine Vereinsmitgliedschaft waren drin: „Ich kann
mich an keinen Tag erinnern, an dem Geld keine Rolle gespielt hat“,
so die heute 22-Jährige.

„Kinder- und Rentnerarmut sind in Deutschland weiter auf dem
Vormarsch“, stellt Prof. Dr. Christoph Butterwegge fest. Der
Sozialwissenschaftler ist überzeugt, dass die Schere zwischen Arm und
Reich zunehmend auseinandergeht. Immer mehr Bürger hätten das Gefühl,
ihnen gehe es schlechter, als es in einem so reichen Land wie
Deutschland der Fall sein sollte, so der Armutsforscher. Gleichzeitig
beklagt er ein mangelndes Solidaritätsgefühl in unserer Gesellschaft
und sieht schnellen Handlungsbedarf.

Freitag, 10. November 2017 (Woche 45)/02.11.2017

Geänderten Programmablauf für SR beachten!

07.35 SR: das saarlandwetter (WH von DO)

07.40 SR: aktueller bericht (WH von DO)

08.15 (VPS 08.45) SR: aus christlicher sicht (WH von DO)

08.20 (VPS 08.15) SR: Wir im Saarland – Das Magazin (WH von DO)

(bis 08.50 – weiter wie mitgeteilt)

Freitag, 17. November 2017 (Woche 46)/02.11.2017

Geänderten Programmablauf für SR beachten!

07.35 SR: das saarlandwetter (WH von DO)

07.40 SR: aktueller bericht (WH von DO)

08.15 (VPS 08.45) SR: aus christlicher sicht (WH von DO)

08.20 (VPS 08.15) SR: Wir im Saarland – Das Magazin (WH von DO)

(bis 08.50 – weiter wie mitgeteilt)

Freitag, 17. November 2017 (Woche 46)/02.11.2017

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Gegen meinen
Willen – von Übergriffen und sexueller Gewalt

Es ist der Alptraum jeder Frau auf dem abendlichen Heimweg: Der
Täter schleicht sich aus dem Hinterhalt an und packt zu. Was dann
kommt, brennt sich unauslöschlich ins Gedächtnis und ist der Beginn
eines lebenslangen Leidensweges. Kaum ein Verbrechen hinterlässt in
der Seele so tiefe Spuren wie eine Vergewaltigung. Es ist ein
Vergehen, für das sich die Opfer nicht selten mehr schämen als die
Täter, viele scheuen aus Angst die Anzeige bei der Polizei. So ergeht
es auch Frauen, die durch KO-Tropfen betäubt und ihren Opfern
willen- und wehrlos ausgeliefert sind. Glaubwürdigkeit – die zentrale
Frage für Richter und Sachverständige. So kommt es auch immer wieder
vor, dass Männer bewusst falsch beschuldigt werden. Die Folge sind
unschuldig verbrachte Jahre im Gefängnis, ein ruinierter Ruf und ein
zerstörtes Leben für die Männer. Vor Gericht heißt es oft: Aussage
gegen Aussage. Wer ist Täter, wer Opfer?

Nicht jeder sexuelle Übergriff endet in einer brutalen
Vergewaltigung. Grapschen, ein Griff an den Hintern oder anstößige
Bemerkungen – eine längst überfällige Debatte über sexuelle
Belästigung in unserer Gesellschaft hat aktuell der Skandal um den
Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein angestoßen. Im „Nachtcafé“
wird ausgesprochen, worüber lange ein Mantel des Schweigens gelegt
wurde. Opfer und falsch Beschuldigte berichten von ihrem Leben
danach. Es geht um die Schwierigkeit der Beweispflicht und um die
Frage, wo ein nett gemeintes Kompliment aufhört und sexuelle
Belästigung anfängt.

Seit der ersten Ausstrahlung 1987 bietet die Sendung
facettenreiche Diskussionen und Geschichten, die das Leben schreibt.
Sie bringt Woche für Woche unterschiedlichste Lebenswelten zusammen
und sieht sich als Ort des Austauschs aller gesellschaftlichen
Gruppen. Fragen zu Liebe, Beziehung und Familie, zu Gesundheit und
Moral oder auch existenzieller Art stehen im Mittellpunkt – sei es
der berufliche Absturz, eine Behinderung, eine unglückliche Liebe,
sei es eine späte Vaterschaft, der Erfolg über Nacht oder die
Lebensfreude im Alter. Jeder Gast berichtet aus seiner persönlichen
Perspektive. Im E-Werk in Baden-Baden unterhalten sich
talkunerfahrene Gäste, Prominente und Experten auf Augenhöhe
miteinander. Michael Steinbrecher moderiert seit 2015 das 90-minütige
Format, das wöchentlich bundesweit etwa eine Million Zuschauer
erreicht. Geradlinig und einfühlsam filtert er aus jeder
individuellen Runde und Fragestellung die Essenz für die
Zuschauerinnen und Zuschauer heraus.

Michael Steinbrecher ist TV-Journalist und seit 2009 Professor für
Fernseh- und Crossmedialen Journalismus an der TU Dortmund. Er bekam
viele Preise und Auszeichnungen, darunter der Adolf-Grimme-Preis.

Freitag, 24. November 2017 (Woche 47)/02.11.2017

Geänderten Programmablauf für SR beachten!

07.35 SR: das saarlandwetter (WH von DO)

07.40 SR: aktueller bericht (WH von DO)

08.15 (VPS 08.45) SR: aus christlicher sicht (WH von DO)

08.20 (VPS 08.15) SR: Wir im Saarland – Das Magazin (WH von DO)

(bis 08.50 – weiter wie mitgeteilt)

Freitag, 01. Dezember 2017 (Woche 48)/02.11.2017

Geänderten Programmablauf für SR beachten!

07.35 SR: das saarlandwetter (WH von DO)

07.40 SR: aktueller bericht (WH von DO)

08.15 (VPS 08.45) SR: aus christlicher sicht (WH von DO)

08.20 (VPS 08.15) SR: Wir im Saarland – Das Magazin (WH von DO)

(bis 08.50 – weiter wie mitgeteilt)

Freitag, 08. Dezember 2017 (Woche 49)/02.11.2017

Geänderten Programmablauf für SR beachten!

07.35 SR: das saarlandwetter (WH von DO)

07.40 SR: aktueller bericht (WH von DO)

08.15 (VPS 08.45) SR: aus christlicher sicht (WH von DO)

08.20 (VPS 08.15) SR: Wir im Saarland – Das Magazin (WH von DO)

(bis 08.50 – weiter wie mitgeteilt)

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 2. Nov 2017. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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