Schwäbische Zeitung: Win-Win-Situation – Kommentar zu Ulreichs Wechsel zum FC Bayern





Für die einen war er der Liebling, für die
anderen ein steter Gefahrenherd – der VfB-Torhüter Sven Ulreich hat
seit Jahren die schwäbische Fanseele gespalten. Mit seinem Wechsel
zum FC Bayern tut er es erneut. Mit 26 freiwillig ein ewiger
Bankdrücker werden, macht das Sinn?

Tatsächlich dürfte der Transfer eine Win-Win-Situation für alle
Beteiligten sein. Für den VfB, der für den auch intern umstrittenen
und laut „kicker“ drittschlechtesten Keeper der Bundesliga immerhin
noch 3,5 Millionen Euro Ablöse erhält – und, wenn er Glück hat, einen
stabileren und kostengünstigeren Ersatz. Für Ulreich, weil er dem
drohenden Schicksal, auch beim VfB die Nummer 2 zu werden, aus dem
Weg geht, sich finanziell sogar noch verbessert und nach 17
Murmeltierjahren beim VfB noch einen Weltklasseverein kennenlernen
darf. Und auch für die Münchner, denen man nur schwer vorwerfen kann,
keinen Weltklassemann verpflichtet zu haben. So einer will halt
spielen, der ist sich für die Reservistenrolle zu schade.

Sollte Nationaltorwart Manuel Neuer allerdings einmal auf Dauer
ausfallen, darf man gespannt sein, ob Ulreich das Format hat, dem
Druck beim Rekordmeister standzuhalten. Für Notfälle hätten die
Bayern jedoch noch einen dritten Mann – oder genügend Kleingeld für
einen schnellen Ersatz des Ersatzes.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

veröffentlicht von am 16. Jun 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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