Schauspieler Wagner Moura: „Drogen sollten legalisiert werden“





Brasilianer spielt kolumbianischen Drogen-Baron
Pablo Escobar in der neuen Netflix-Serie „Narcos“ / „Im Drogenkrieg
kommen weit mehr Menschen ums Leben als an einer Überdosis sterben“ /
„Dogensucht ist ein Gesundheitsproblem“ / Für Rolle sechsmonatigen
Sprachkurs belegt und 20 Kilogramm zugenommen / „Ich hatte Angst, die
Leute würden mich auslachen“

Berlin, 5. August 2015 – Der brasilianische Schauspieler Wagner
Moura fordert eine Freigabe von Drogen. „Drogen sollten legalisiert
werden, da insbesondere in Lateinamerika weit mehr Personen im
Drogenkrieg ums Leben kommen als an einer Überdosis sterben“, sagte
Moura im Interview mit dem Business-Lifestyle-Magazin –Business Punk–
(Ausgabe 4/2015, EVT 6. August). „In meinen Augen ist Drogensucht ein
Gesundheitsproblem, darum sollte Geld investiert werden, um Abhängige
medizinisch zu behandeln.“

Das Thema Drogen spielt für Moura aktuell beruflich eine große
Rolle. In der am 28. August bei Netflix startenden Serie „Narcos“
spielt der Brasilianer den legendären kolumbianischen Drogen-Boss
Pablo Escobar. Dabei fasziniert ihn vor allem dessen vielschichtige
Persönlichkeit. „Natürlich war er einer der grausamsten Menschen auf
diesem Planeten, aber er war auch ein guter Ehemann, hat seine Kinder
geliebt und hat Tausenden armen Leuten in Kolumbien Gutes getan.“
Escobar habe die Geschichte Kolumbiens geteilt – in die Ära vor ihm
und die Ära danach. „Die meisten Kolumbianer hassen ihn für das, was
er angerichtet hat“, stellte Moura fest. „Trotzdem gibt es in
Medellín Orte, wo du Schwierigkeiten bekommst, wenn du etwas
Negatives über Escobar sagst.“

Auf seine Rolle hat sich Moura so intensiv wie noch nie zuvor
vorbereitet. „Ich bin etwa sechs Monate vor Drehbeginn nach Medellín
gezogen und habe mich an der Uni eingeschrieben, um Spanisch zu
lernen“, verriet der Schauspieler im –Business Punk—Interview. „Eine
Sprache zu lernen, um einen so komplexen Charakter zu spielen, war
die größte Herausforderung meiner bisherigen Schauspielkarriere.
Hinzu kam, dass ich für die Rolle 20 Kilogramm zunehmen musste, also
habe ich praktisch die ganze Zeit gegessen.“

Zunächst hatte Moura Bedenken, ob er der Aufgabe überhaupt
gewachsen ist. Als er in Kolumbien ankam, habe großer Druck auf ihm
gelastet. „Ich habe niemandem verraten, weshalb ich dort war, weil
ich Angst hatte, die Leute würden mich auslachen“, gestand der
39-Jährige. „Ich dachte, es würde lächerlich wirken, dass ich, ein
dünner Brasilianer, der die Sprache nicht spricht, Pablo Escobar,
eine kolumbianische Legende, spielen soll.“

Pressekontakt:
Joachim Haack, PR/Kommunikation „Wirtschaft“ und Corporate Editors
c/o PubliKom Kommunikationsberatung GmbH
Telefon: +49-40-39-92-72-0, Telefax: +49-40-39-92-72-10
E-Mail: jhaack@publikom.com
www.business-punk.com

veröffentlicht von am 5. Aug 2015. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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