Ruckel-TV oder Video-Star? Fachmagazin connect hat die Streaming-Leistung der DSL-Netze getestet





Video aus dem Internet wird immer populärer, stellt aber hohe Anforderungen an die Netze. Derzeit beträgt der Anteil von Videoübertragungen am gesamten Internetverkehr rund 50 Prozent. Bis 2016 soll er auf bis zu 65 Prozent steigen. Doch wie kommen die verschiedenen Netzanbieter heute mit der hohen Datenbelastung klar? Wird das Anschauen eines Videos zum Erlebnis oder zum großen Ruckel-Frust? Dies hat connect, Europas größtes Magazin zur Telekommunikation, in seiner neuen Ausgabe 3/2014 (EVT 07.02.2014) zusammen mit der zafaco GmbH, seinem Partner für Festnetzmessungen, getestet und von Mitte Dezember bis Mitte Januar im Rahmen von fast 350.000 Einzelmessungen an insgesamt 26 Standorten der TV- und Videoqualität der deutschen Festnetze auf den Zahn gefühlt.
Getestet wurden die Netze mit den Web-TV-Anwendungen von Youtube und der ARD „Tagesschau in 100 Sekunden“. Die Testwerte wurden mit Videos sowohl in einfacher SD-Qualität als auch in dem immer mehr abgerufenen, besonders datenkritischen HD (High Definition) ermittelt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Netzbetreibern sind deutlich. Deutliche Ruckler, eingefrorene Bilder, Aussetzer oder gar Abbrüche sind die Folge schlechter Performance. Das zeigt sich insbesondere bei den kritischen HD-Videostreams.
Die Einzelergebnisse können auch unter www.connect.de/streamingtest abgerufen werden.
Kabel BW und Telefónica/O2 sind die Videostars
In der Gesamtwertung von connect kann sich der Kabelnetzbetreiber Kabel BW (426 Punkte/sehr gut) auf den ersten Platz setzen, dicht gefolgt von Telefónica/O2 (425 Punkte/sehr gut) und der Deutschen Telekom (421 Punkte/gut). Doch auch das Verfolgerfeld mit Kabel Deutschland (407 Punkte), Vodafone (406 Punkte) und 1&1 (404 Punkte) glänzt mit guten Gesamtergebnissen. Im Mittelfeld platzieren sich die City-Carrier M-Net (402 Punkte/gut) und EWE (389 Punkte/gut). Auf den hinteren Rängen in der Gesamtwertung landen einige Stadtnetzanbieter wie Net Cologne (361 Punkte/befriedigend) und Kielnet (310 Punkte/ausreichend) sowie ausgewiesene Billiganbieter wie Versatel (379 Punkte/gut), Congstar (371 Punkte/befriedigend) und Tele 2 (315 Punkte/ausreichend).
Fazit connect: Wer über seinen Internet-Anschluss vor allem Videos streamen will, sollte bei der Auswahl des Netzbetreibers genau hinschauen. Denn der Test von connect zeigt, dass besonders günstige Angebote auch zu deutlichen Einschränkungen bei den kritischen HD-Videostreams führen. Da zeigt dann jeder Ruckler, wo die Anbieter sparen.

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veröffentlicht von am 7. Feb 2014. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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