Preisgekrönt, spannend und von bedrückender Nähe: Dokumentationen, die das Leben schrieb am Sonntag beim Festival Großes Fernsehen





Welches ist der kürzeste Weg vom argentinischen
Entre Ríos zur chinesischen Metropole Shanghai? Mitten durch die Erde
und immer geradeaus. Die beiden Orte sind Antipoden und befinden sich
geografisch exakt auf der gegenüberliegenden Seite des Erdballs. In
dem preisgekrönten Beitrag „¡Vivan las Antipodas!“ hat der russische
Filmemacher Victor Kossakovsky vier dieser wenigen
Festland-Antipoden-Paare besucht und es ist ihm ein ganz
außergewöhnliches Portrait der Erde und seiner Bewohner gelungen. Der
Film wurde auf über 40 internationalen Filmfestivals von Bergen bis
Sydney gezeigt und gewann unter anderem den Deutschen Kamerapreis
2012 und den „Award for Best Full-Length Documentary and Film Press“
in St. Petersburg. Im TV wartet er noch auf seine Premiere, beim
Festival ist er am Sonntag, dem 3. März um 11:00 Uhr zu sehen.

Im April 2009 wurde das deutsche Containerschiff Hansa Stavanger
vor Somalia von Piraten gekapert und entführt. Diese Geschichte
moderner Piraterie erzählt der Film Der Kapitän und sein Pirat von
Andy Wolff. Dem Münchner Filmemacher ist es gelungen, die beiden
Protagonisten des Geiseldramas vor die Kamera zu holen: den
eloquenten, jungen Piratenchef Ahado und den seelisch gebrochenen
früheren Hochseekapitän Krzysztof Kotiuk. Im Gegensatz zur damaligen
Berichterstattung nach der Freilassung, bei der ein glücklicher
Kapitän im Mittelpunkt stand, interessiert sich Wolff für die
Beziehung der beiden Männer, die während der Geiselnahme zu
Verbündeten wurden. Start im Kölner Cinedom um 13:00 Uhr.

Mit der vielfach ausgezeichneten Dokumentation Sofias letzte
Ambulanz ist um 14:45 Uhr erstmalig eine bulgarische Produktion im
Festivalprogramm zu sehen. In einer Stadt, in der es nur dreizehn
Notarztwagen für zwei Millionen Menschen gibt, hat der
deutsch-bulgarische Regisseur Ilian Metev eines der Teams im Alltag
begleitet. Keine Interviews, kein Voice-Over, nur der Originalton –
Sofias letzte Ambulanz ist ein Dokumentarfilm in Reinform.
Weltpremiere feierte Metevs Langfilmdebüt 2012 bei den
Filmfestspielen in Cannes, seitdem wurde die Produktion mit
zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zur Fernsehpremiere auf großer
Leinwand wird Ilian Metev anwesend sein und dem Kölner Publikum Rede
und Antwort stehen.

Jutta Krug, Redakteurin des WDR, hat an allen drei Produktionen
mitgewirkt und wird ebenfalls vor Ort sein und von ihrer Arbeit
berichten.

In der Reihe „Entdecke!“ des Discovery Channel trifft moderne
Wissenschaft auf Science-Fiction. Großes Fernsehen zeigt um 16:15 Uhr
die neue Ausgabe über einen der geheimnisvollsten Orte der Weltmeere:
Entdecke! Das Bermuda-Dreieck. Flugzeuge, die vom Himmel stürzen,
Schiffe, die mitsamt ihrer Besatzung spurlos verschwinden, oder voll
funktionsfähige Navigationsgeräte, die plötzlich verrücktspielen. Wie
lassen sich die ungeklärten Ereignisse im Atlantischen Ozean
erklären? Naturwissenschaftler gehen dem Mythos vom Bermuda-Dreieck
mit aufwändigen Praxistests auf den Grund und eröffnen dem Publikum
ungewöhnliche Perspektiven und erstaunliche Erkenntnisse.

In seiner achten Ausgabe präsentiert Großes Fernsehen am letzten
Festivaltag, dem 3. März 2013, vier Dokumentationen, die die Vielfalt
des Genres eindrücklich unter Beweis stellen.

Das vollständige Festival-Programm ist abrufbar unter
www.grosses-fernsehen.de.

Pressekontakt:
Susanne Land
Pressesprecherin LfM Nova GmbH
Tel: 0211 – 87 63 60 30
E-Mail: sland@lfm-nova.de

veröffentlicht von am 18. Feb 2013. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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