„Pay-TV-boomt“ – VPRT-Pay-TV-Studie 2014/2015: Neue Rekorde bei Umsätzen, Abonnenten und Nutzung





– Branche setzt über 2,2 Milliarden Euro um und investiert
über 1 Milliarde Euro ins Programm
– 7 Millionen Pay-TV-Abonnenten
– 90 Pay-TV-Sender im deutschen Markt empfangbar
– Exklusive Inhalte und Eigenproduktionen in allen Genres
– Ausbau der Pay-TV-on-Demand-Angebote
– 2015 wird ein Umsatzwachstum von 7 Prozent und eine
Pay-TV-Penetration von über 20 Prozent erwartet

Das Pay-TV in Deutschland bleibt auf Wachstumskurs. 2014 wurden
bei Umsätzen, Abonnenten und Nutzung neue Rekordwerte erreicht. Auch
im ersten Halbjahr 2015 ist eine anhaltende Wachstumsdynamik zu
verzeichnen. Laut der heute im Rahmen eines Pressegesprächs in
München vorgestellten Eigen-Studie „Pay-TV in Deutschland 2015“ des
Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) sind die
Pay-TV- und Paid-Video-on-Demand-Umsätze in Deutschland 2014 von 2,05
Milliarden Euro im Jahr 2013 um rund 8 Prozent auf 2,22 Milliarden
Euro gestiegen. In der D/A/CH-Region lagen die Pay-TV- und
Paid-VoD-Umsätze bei rund 2,4 Milliarden Euro. Für 2015
prognostiziert der VPRT einen weiteren Anstieg des Umsatzvolumens um
rund 7 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Euro in Deutschland
beziehungsweise rund 2,6 Milliarden Euro im deutschsprachigen Raum.

Der Umsatzanstieg basiert auf dem deutlichen Abonnentenwachstum
der Pay-TV-Sender und -Plattformen, was eine steigende Verfügbarkeit
von Pay-TV in den Haushalten zur Folge hat. Die Zahl der Abonnenten
stieg 2014 um knapp 10 Prozent auf 7 Millionen Abonnenten in
Deutschland, beziehungsweise rund 7,7 Millionen in der gesamten
D/A/CH-Region. Für 2015 prognostiziert der VPRT weiteres
Abonnentenwachstum und eine Pay-TV-Penetration in Deutschland von
erstmals über 20 Prozent der Haushalte.

Das spiegelt sich auch in der tatsächlichen Nutzung der
Pay-TV-Programme wider: Im ersten Halbjahr 2015 lag die
durchschnittliche monatliche Pay-TV-Reichweite der von der
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) lizenzierten Pay-TV-Sender
bereits bei 11,6 Millionen Zuschauern gegenüber rund 10 Millionen im
Vergleichszeitraum 2014. In den Pay-TV-Haushalten lag der
monatsdurchschnittliche Zuschauermarktanteil bei 16,8 Prozent. Über
alle Haushalte hinweg, also einschließlich der Haushalte, die kein
Pay-TV abonniert haben, betrug der durchschnittliche
Zuschauermarktanteil im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 2,7
Prozent gegenüber 2,2 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum.

Derzeit sind in Deutschland 90 Pay-TV-Programme abonnierbar, davon
40 im Genre Unterhaltung, gefolgt von den Genres Sport (15),
Dokumentation (15), Musik (10) und Kinder (10). Sie bieten hochwertig
produzierte Programme in allen Genres, darunter zahlreiche
TV-Premieren und Originalfassungen, in bester Bild- und Tonqualität,
Live und On-Demand. Über 1 Milliarde Euro wurden nach VPRT-Erhebungen
im Jahr 2014 in das Programm investiert, zunehmend auch in
Eigenproduktionen.

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich
Markt- und Geschäftsentwicklung im VPRT verantwortlich: „Der
Pay-TV-Boom geht weiter. Pay-TV bleibt das wachstumsstärkste
TV-Segment in Deutschland und der gesamten D/A/CH-Region. Für die
kommenden Jahre erwarten wir eine anhaltende Dynamik im Pay-TV- und
Paid-VoD-Segment. Daneben sehen wir weiteres Wachstum auch im Bereich
der TV- und Bewegtbildwerbung, eine Entwicklung, von der Free- und
Pay-TV-Anbieter profitieren.“

Hannes Heyelmann, Senior Vice President und Managing Director
Turner Broadcasting System in Zentral- und Osteuropa und Vorsitzender
des Arbeitskreises Digital Pay-TV im VPRT: „Wir gehen davon aus, dass
sich der positive Trend in den nächsten Jahren fortsetzt und sich der
deutsche Markt mit Blick auf die Pay-TV-Penetration den anderen
europäischen Märkten annähert. Auch die hohen Wachstumsraten und das
Auftreten starker Player im Bereich SVOD sehen wir nicht als
Bedrohung für dieses Wachstum. Vielmehr spricht es dafür, dass die
Menschen in Deutschland zunehmend bereit sind, für qualitativ
hochwertige Bewegtbildinhalte zu zahlen. Darüber hinaus müssen wir
aber natürlich auch angemessen auf das sich ändernde Nutzerverhalten
reagieren. Es ist für uns daher weiterhin von großer Bedeutung, in
starke Inhalte zu investieren und uns die notwendigen
Multiplattformrechte zu sichern. Die Pay-TV-Plattformen sind auch in
diesem Bereich starke und innovative Partner, wie etwa Sky mit den
vielfältigen Angeboten zur mobilen und zeitlich flexiblen Nutzung
beweist.“

Elke Walthelm, Senior Vice President Partner Channel und
stellvertretende Programmchefin Sky Deutschland: „Mit dem im
vergangenen Jahr vollzogenen Zusammenschluss der Sky Gruppe ist Sky
heute Europas führender Entertainment-Konzern mit 21 Millionen
Kunden. Dennoch ist das Potenzial noch lange nicht erschöpft: Über 60
Millionen Haushalte in Deutschland, Österreich, Italien, Irland und
dem Vereinigten Königreich – den Märkten, in denen Sky aktiv ist –
haben noch kein Pay-TV. Das möchten wir ändern. Sky ist schon heute
der größte europäische Programminvestor mit einem Investitionsvolumen
von rund 6,5 Milliarden Euro. Wir werden unseren Fokus zukünftig noch
stärker auf eigenproduzierte Inhalte richten – auch und gerade in
Deutschland.“

Florian Landgraf, Director Product Development Vodafone/Kabel
Deutschland: „Seit dem Start unserer Pay-TV-Aktivitäten erleben wir
stetiges Wachstum. Zum 31. März 2015 zählten wir rund 2,5 Mio.
Premium TV-Abonnements. Wir gehen davon aus, dass wir auch in den
kommenden Jahren unser profitables Wachstum im TV-Bereich fortführen
werden. Unsere Strategie beruht auf der bestmöglichen Vereinfachung
des Produktangebots. Video-on-Demand ist da eine ideale Ergänzung für
unser Fernsehangebot. Unsere Senderpartner ermöglichen den
Pay-TV-Kunden derzeit Zugang zu rund 15.000 Abrufinhalten, darunter
ganze Staffeln namhafter Formate wie The Walking Dead, Justified,
Marvel–s Agent Carter oder Falling Skies. Wir gehen davon aus, dass
den Sendern und Contentbrands auch künftig eine wichtige Rolle
zukommt. Sie werden bei der zunehmenden Fülle an Content als
Qualitäts- und Genrefilter für die Kunden die Navigation vereinfachen
und sie immer wieder mit tollen Inhalten begeistern.“

Katharina Behrends, Geschäftsführerin NBCUniversal International
Networks Deutschland, Österreich, Schweiz: „Für NBCUniversal
International ist der deutschsprachige Raum einer der wesentlichen
Wachstumsmärkte und hat mittlerweile bei den Steigerungsraten
Frankreich und Großbritannien überholt. Mit seinen hohen Zuwachsraten
ist es auch in diesem Jahr DER Treiber im Medienmarkt. Dieser Trend
wird sich fortsetzen. Es ist daher wichtig, verstärkt in
unverwechselbare Inhalte mit umfassenden linearen und nicht linearen
Rechten, die möglichst zeitnah nach der US Ausstrahlung angeboten
werden können zu investieren. Außerdem ist für uns die
Unverwechselbarkeit und Bekanntheit der Sendermarke essentiell und
wir investieren erheblich in den weiteren Markenausbau. Mit
signifikanten Marktanteilen erreichen wir zudem längst die breite
Zuschauerschaft. Das Angebot an exklusiven und hochwertigen Inhalten
wächst ständig – noch nie hatte der Zuschauer so viel Auswahl. Filme
und Serien sind selbstverständlich linear und non-linear verfügbar,
auch das trägt zum Erfolg bei. Pay-TV hat das nächste Level
erreicht.“

Carsten Fink, Sony Pictures Television Deutschland Networks, Vice
President German-speaking Europe & Benelux Development: „Pay-TV in
Deutschland entwickelt sich sehr positiv. Um weiter zu wachsen,
bedarf es überzeugender Argumente wie Qualität, Exklusivität,
Einzigartigkeit und Komfort für den Zuschauer – insbesondere der
Zugang zu Content über alle Verbreitungswege. Echten Pay Value zu
liefern, bedeutet Inhalte anzubieten, die nicht überall in
Dauerschleife zu sehen und so außergewöhnlich sind, dass sie die
Zuschauer für ein Pay-TV Abonnement begeistern.“

Dr. Patrick Hörl, Geschäftsführer SPIEGEL GESCHICHTE / SPIEGEL TV
WISSEN: „Pay-TV in Deutschland wird immer mehr zu einem
einflussreichen Faktor im Produktionsgeschäft. Erstklassige Inhalte
werden in Zukunft immer öfter erst durch Kofinanzierung aus dem
Pay-TV möglich. Als Veranstalter von Pay-TV-Kanälen begrüßen wir auch
die neue Freiheit des Zuschauers, Inhalte entweder im Rahmen eines
sorgsam geplanten linearen Kanals, oder per Einzelabruf anschauen zu
können. Lineares Fernsehen und VOD ergänzen sich. Es ist das Privileg
des Pay-TVs, seinen Abonnenten beide Formen des Fernsehens in einem
gebündelten Angebot zur Verfügung stellen zu können.“

Downloads zur Pressemitteilung:

– Ausführliche Statements der Teilnehmer am VPRT-Pressegespräch

http://ots.de/L0UW7

– Fotos der Teilnehmer am VPRT-Pressegespräch

http://ots.de/UyTAW

– VPRT-Studie „Pay-TV in Deutschland 2014“

http://ots.de/Dbsw8

– Grafiken zur VPRT-Studie „Pay-TV in Deutschland 2014“

http://ots.de/WRVz0

Über den Arbeitskreis Pay-TV im VPRT:

Der VPRT Arbeitskreis Pay-TV ist die Plattform der
Pay-TV-Programmanbieter im deutschen Markt. Gemeinsam setzen sie sich
für die Schaffung und Fortentwicklung der Rahmenbedingungen für
Pay-TV in Deutschland ein. Mehr unter www.vprt.de/ak-pay-tv

Über den VPRT:
Der VPRT ist die Interessenvertretung der privaten Rundfunk- und
Telemedienunternehmen. Mit ihren TV-, Radio-, Online- und
Mobileangeboten bereichern seine rund 150 Mitglieder Deutschlands
Medienlandschaft durch Vielfalt, Kreativität und Innovation. Damit
das auch in der digitalen Welt so bleibt, müssen die regulatorischen,
technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Als
Wirtschaftsverband unterstützen wir unsere Unternehmen im Dialog mit
Politik und Marktpartnern beim Erreichen dieses Ziels – national und
auf EU-Ebene.

Pressekontakt:
Pressesprecher
Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH,
Tel.: 030/39880-101,
Email: schultz@schultz-kommunikation.de

Frank Giersberg, Mitglied der Geschäftsleitung, Markt und
Geschäftsentwicklung
T | +49 30 3 98 80 – 121, E | giersberg@vprt.de

Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles – Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vprt.de
www.vprt.de

veröffentlicht von am 15. Jul 2015. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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