Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Frauen-Fußball-WM





Decken, decken, nicht Tisch decken! Das hat Wim
Thoelke 1970 als Sprecher bei einem Frauen-Fußballspiel gesagt. Und
noch Jahre später ist über die Zote herzhaft gelacht worden. Heute
würden die Zuschauer über den Kommentator lachen. Denn spätestens mit
dieser WM ist der Frauenfußball in der deutschen Sportwelt dicke da.
Mehr als sieben Millionen Menschen sahen gerade das Achtelfinale der
Damen gegen Schweden – zwei Millionen mehr als ein Formel-1- Rennen,
die Fußball-Männer hatten jüngst zehn Millionen. Heute im
Frauen-Viertelfinale werden wohl ähnlich viele Zuschauer mit der
Neid-Elf fiebern. Weil wir ein tolles junges Team haben, weil die
Sendezeiten passen, weil die Fans wieder schwarz-rot-gold jubeln
wollen, nachdem es mit den Männern 2014 so schön war. Sicher auch,
weil die Frauen begeisternd spielen. Der Boom wird wohl nur für die
WM gelten, Vereine und Ligen dürften weniger profitieren, weil die
Spannung da nicht so groß ist. Aber diese Debatte ist im Moment
unwichtig. Heute gilt–s, den Damen die Daumen zu drücken. Diese
Mädchen sind reif für ein neues Sommermärchen.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

veröffentlicht von am 25. Jun 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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