NOZ: NOZ: Jürgen Vogel ist Fan von der Steinzeit





Jürgen Vogel ist Fan von der Steinzeit

Schauspieler fasziniert von Kultur und Sprache – „Bin auch ein
instinktiver Typ“

Osnabrück. Jürgen Vogel outet sich als Steinzeit-Fan. „Ich bin
fasziniert davon, wie hoch entwickelt Kultur und Sprache in der
Jungsteinzeit schon waren“, sagte der Schauspieler in einem Interview
mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Das hatte ich nicht
erwartet: Landläufig denkt man bei Steinzeit ja an Menschen, die in
Höhlen leben und außer „Uga Uga“ nicht viel artikulieren konnten.“
Der 49-Jährige verkörpert im aktuellen Kinofilm „Der Mann aus dem
Eis“ die Figur des Ötzi vor 5300 Jahren. Ötzi sei für ihn „eine Art
Held der Frühgeschichte“, so Vogel. „Er war ein professionell
ausgebildeter und ausgerüsteter Jäger. Ötzi war zum Zeitpunkt seines
Todes für damalige Verhältnisse steinalt, hatte jede Menge
Krankheiten und Kämpfe zu überstehen und läuft trotzdem noch über
einen 3000 Meter hohen Pass. Er ist ein zäher Bursche gewesen.“ Die
Kleidung des Steinzeit-Jägers habe sich „krass“ angefühlt, sagte
Vogel. „Ich hatte ja zum Glück noch Unterwäsche drunter, sonst hätte
ich mir durch die harten Nähte die Haut wundgerieben. Ich musste ja
viel wandern und rennen. Beim Ötzi waren die Nähte eingetragen und
geschmeidig. Die Kleidung hat wirklich warm gehalten. Das Ziegenfell
weist sogar Wasser ab, weil es eine leichte Fettschicht hat.“ Vogel
zeigt sich auch angetan vom Körperschmuck seines Alter Egos: „Ötzis
Tattoos haben mir echt gut gefallen. Ob ich mir eins stechen lasse,
hängt vom Erfolg des Films ab“, meinte Vogel. „Ich wollte nur jetzt
nicht gleich übertreiben. Ich habe ihn gespielt, jetzt muss ich nicht
auch noch seine Tattoos haben.“ Ein Charakter wie der Ötzi sei ihm
nicht fremd, sagte Vogel. „Ich bin vom Typ auf jeden Fall auch
jemand, der sehr instinktiv ist. Das kann ein Nachteil sein, aber
viel öfter ein Vorteil – in Situationen, wenn es ums Existenzielle
geht. Die Menschen haben vor allem deswegen überlebt, weil sie ganz
stark dem Instinkt gefolgt sind. Ängste, Vermutungen, Stimmungen,
Schwankungen, Gefühle – der Mensch hat viele Instinkte, denen er in
der heutigen Welt kaum noch folgt. Es würde uns guttun, wieder
stärker auf die innere Stimme zu achten.“ Mit einer Zeitmaschine
würde Vogel allerdings nicht in die weite Vergangenheit reisen, wie
er sagte. „Ganz klar in die Zukunft. Ins Jahr 3000. Ich würde auch
liebend gern mal in einem Science-Fiction-Film mitspielen.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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veröffentlicht von am 2. Dez 2017. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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