Nostalgie: Warum wir uns nach einer Vergangenheit sehnen, die es niemals gab…





In dieser Ausgabe finden Sie unter anderem …

“Die Wahrer des Gedächntisses” S. 28, Profiles, Janima Nam
METROPOLE interviewte vier Wiener Gentlemen zu Nostalgie, unserem kollektiven Bewusstsein und ihrer Rolle bei der Bewahrung der Vergangenheit (oder unserer Erinnerung an diese): Florian Kaps, Retter der
Polaroidfotografie in Wien und Gründer des analogen Concept Stores Supersense; Oliver Braun, Direktor und Geschäftsführer der Traditionsmarke Gerstner; Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums; und der geliebte
Kinderbuchautor Thomas Brezina, Erfinder des Wunderfahrrads Tom Turbo.

“Ich denk an Nostalgie” S. 38, Science, Roxanne Powell
Nostalgie wurde einst als Sentimentalität abgetan, aber die Wissenschaft entdeckt zunehmend, dass das
Gefühl uns helfen kann, psychische Wunden zu heilen und Beziehungen durch gemeinsame Erinnerungen zu stärken. Heute behandeln auf nostalgischen Gefühlen basierende Therapien klinische Depressionen, posttraumatischen Stress und Alzheimer im Frühstadium. Wir haben uns die Wissenschaft hinter dem Erinnern um zu Heilen genauer angesehen.

“Mazel & Mischpoche” p 43, Special Report, Sara Friedman & Benjamin Wolf
Wien war einst die Heimat der größten jüdischen Gemeinde Mitteleuropas. Von den 200.000 Wiener Juden blieben nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch an die 2.000 übrig, heute sind es wieder deutlich mehr als 10.000. In Wirklichkeit besteht die Gemeinschaft aus verschiedenen Gruppen und den unterschiedlichsten Menschen – von Essen über Nachtleben, wie bei den Restaurants Miznon und Neni oder beim Kibbutz Klub, bis zu Kultur und einer jungen Unternehmergeneration, die neue Ideen nach Wien bringt, prägen die Juden Wiens die Stadt auf vielfache Weise.

“Lenny und Wien” p 46, City Life, Michael Bernstein
Leonard Bernsteins Neffe erforscht die komplizierte Beziehung des Maestros zu Wien. Der Wahlwiener
überwand jene Schatten, die die NS-Vergangenheit und die politische Realität des Kalten Krieges warfen, und baute eine Liebesbeziehung zu Wien, der Stadt der Musik, auf.

Zitate aus der Ausgabe

“Alt-Wiens gibt es viele; jede Generation hat eins oder mehrere davon.“
Christian Rapp, Kulturhistoriker an Mit-Koordinator der Ausstellung „Alt-Wien“ S. 21, Cover Story „Für immer Alt-Wien“

„An einem Ball teilzunehmen, bedeutet Tempo rauszunehmen. Sie bereiten sich darauf vor, entscheiden mit wem Sie hingehen wollen, was Sie anziehen werden und wo Sie das Gewand bekommen können. Wollen Sie vorab vielleicht noch etwas essen gehen? Ein solcher Abend ist ein Kontrast zu unserem Alltag, es ist wie ein
Ausflug in eine andere Zeit.“
Maria Großbauer, Direktorin des Wiener Opernballs, S. 15, Melange

„Ich glaube, es gibt eine irrige Vorstellung über die Wiener und die Stadt selbst. Ich habe hier erstaunliche Menschen kennengelernt und die Tiefe dieser Stadt auf eine Weise erlebt, dass ich mit dem negativen
Eindruck, den manche Menschen haben, ganz und gar nicht einverstanden bin.“
Sagi Jay, Gründer von Secret Vienna, S. 45, Special Report, „Mazel & Mischpoche“

„Es gibt so viele traurige Erinnerungen hier; man hat mit so vielen Ex-Nazis (und vielleicht auch heute noch
Nazis) zu tun; und man weiß nie, ob die Öffentlichkeit, die Bravo schreit, vielleicht jemanden enthält, der vor 25 Jahren vielleicht auf mich geschossen hätte. Aber es ist besser, zu vergeben und wenn möglich, zu vergessen. Die Stadt ist so schön und voller Tradition. Jeder hier lebt für die Musik, besonders für die Oper, und ich scheine der neue Held zu sein.“
Leonard Bernstein, 1966, Brief an seine Eltern, S. 48, City Life, „Lenny und Wien“

veröffentlicht von am 4. Dez 2017. gespeichert unter Verlag. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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