Neuerscheinung 2015: Handbuch Freizeitsoziologie erschienen





Mit dem Handbuch Freizeitsoziologie erfolgt nach langer Zeit endlich wieder eine breit aufgestellte soziologische Auseinandersetzung mit dem Thema Freizeit, wenngleich nicht der Anspruch erhoben werden kann, alle relevanten Themen in einem Band umfassend zu bearbeiten. Herausgegeben wurde das jetzt erschienene Handbuch von Prof. Dr. Renate Freericks und Dr. Dieter Brinkmann von der Fakultät Gesellschaftswissenschaften an der Hochschule Bremen. Beide lehren im Internationalen Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft, Renate Freericks ist dessen Leiterin. – Bibliographische Angaben: Renate Freericks, Dieter Brinkmann (Hrsg.), Handbuch Freizeitsoziologie, Springer VS Verlag, 740 Seiten, ISBN: 978-3-658-01519-0, E-Book ISBN: 978-3-658-01520-6.
Das Handbuch vereint Beiträge aus dem Fachgebiet der Bevölkerungssoziologie und beinhaltet eine aktuelle und breit aufgestellte soziologische Auseinandersetzung zum Thema Freizeit. In drei großen Themenblöcken vermessen die Autoren den gegenwärtigen Stand der Forschung. Nach einem ausführlichen Überblick über die Geschichte, Theorien und Daten der Freizeitsoziologie beschäftigen sich die Autoren mit Schwerpunktthemen der Freizeit, um letztendlich die Entwicklung der Freizeit im Spiegel der Institutionen in den Blick zu nehmen. Die Leser sollen in erster Linie einen Überblick über grundlegende Ansätze der Freizeitsoziologie erhalten, aber auch in neuere Analysen mit freizeitsoziologischer Fragestellung eingeführt und über neuere Forschungserkenntnisse informiert werden.
Zuletzt wurde 2002 mit dem Werk von Hans Werner Prahl ein grundlegender Beitrag zur Soziologie der Freizeit vorgelegt. Die Entstehung und strukturelle Bedeutung von Freizeit sowie die Entwicklung der Freizeit im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen und Umbrüche wurde thematisiert. Der Eindruck der Vernachlässigung des Freizeitthemas in der Soziologie in den letzten Jahren, angesichts der nach wie vor wachsenden ökonomischen und strukturellen Bedeutung, mag den wenigen explizit freizeitbezogenen Studiengängen in Deutschland und damit fehlenden Freizeitexperten auf Hochschulebene geschuldet sein. Ganz anders sieht es mit den sog. „leisure studies“ im europäischen und weltweiten internationalen Kontext aus. Die Soziologie ist jedoch eine zentrale Bezugsdisziplin der Freizeitwissenschaft. Soziologische Erkenntnisse zum gesellschaftlichen Wandel wie u. a. zur Individualisierung und Pluralisierung in postmodernen Gesellschaften oder zum demografischen Wandel sind von hoher Relevanz für die Gestaltung von Freizeit. Richten wir den Blick auf Teildisziplinen wie die Konsum-, Kultur- oder Sportsoziologie wird zudem implizit Freizeit thematisiert.

veröffentlicht von am 10. Jul 2015. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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