Neue PIWI-Weine begeistern Sommelière





(NL/5458858228) Weinbeschreibungen lesen sich oft wie Goethes Nachlass. Reichlich Grund zum Schmecken und schwelgen gab es auch heuer wieder beim Internationalen PIWI-Weinpreis. Bereits zum dritten Mal wurden hier ausschließlich Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten verkostet.

Schon mal was von PIWI International gehört? Wer jetzt an eine neue Obstsorte aus Neuseeland oder gar an eine Vereinigung fürs Pilgern in der Wildnis denkt, liegt völlig falsch Hinter dem Namen verbirgt sich vielmehr ein großes Informations-Netzwerk, das sich länderübergreifend mit dem Anbau und der Vermarktung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten befasst. Eine sinnvolle Einrichtung vor allem angesichts der Tatsache, dass schon so manchem Winzer ein Großteil seiner Traubenernte aufgrund von Pilzbefall verloren ging.

Noch suchen diese speziellen Rebsorten ihren festen Platz im Markt. Denn auch wenn sie den Vorteil haben, kaum gespritzt werden zu müssen, haben Weine aus den robusten Trauben eine ganz eigene Charakteristik. Die Rebzüchter und Winzer setzen viel Zeit und Mühe ein, um ihre Erzeugnisse stetig zu verfeinern und besser zu etablieren. Um diese, teils jahrelangen, Anstrengungen zu honorieren, organisierte die Arbeitsgemeinschaft PIWI im November zum dritten Mal in Folge den Internationalen PIWI Weinpreis 2013. Als kompetenter Organisator und Ausrichter für das anspruchsvolle Event konnte die WINE System AG aus dem Chiemgau gewonnen werden.

Über 200 internationale Produkte stellten sich in Bad Dürkheim der 16-köpfigen Jury zum Vergleich. Die (noch) ungewohnten Rebsorten und Herkunftsländer, z. B. Holland, Dänemark oder Tschechien, bescherten den Juroren völlig neue Geschmackserlebnisse. Und brachten auch Verkostungsleiter und Sensorikexperte Martin Darting zum Schwärmen: Vielschichtiger Duft nach würzigen, fruchtigen und blumigen Aromen wie Rose, Lichy und frischem Pfeffer. Im Mund brilliant klar, mit mineralischen Noten aus reifer Säure und dichtem Extrakt. Die natürliche Restsüße unterstützt das volle Volumen, so seine blumige Beschreibung für den edlen Tropfen Muscaris Edition 2012 vom Weingut Stutz aus Heilbronn.

Auch wenn noch viel verbessert und gezüchtet wird – einen Vergleich mit klassischen Weinsorten müssen die PIWI-Weine keinesfalls scheuen. Nach Meinung der Verkoster sind die neuen Rebsorten stark auf dem Vormarsch: „Ein Cabernet blanc ist eine echte Alternative zum Sauvignon Blanc. Chambourcin schlägt den klassischen Merlot, und Souvignier gris ersetzt perfekt Grauburgunder oder Auxerrois“.

Die Verkoster vergaben mehrfach hohe Auszeichnungen, vor allem auch an die deutschen Erzeugnisse. Konsumenten gehen also beim Kauf von PIWIs kein Risiko ein. Im Gegenteil die neue Vielfalt sorgt für kulinarische Abwechslung und schont aufgrund der stark verringerten Spritzmittel sowohl Umwelt als auch Gesundheit. Da lohnt es sich, mal einen etwas genaueren Blick auf das Etikett zu werfen.
Weitere Infos unter www.piwi-international.org oder www.winesystem.info.
*Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.

veröffentlicht von am 28. Nov 2013. gespeichert unter Allgemein, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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