NDR Kultur Sachbuchpreis 2017 für „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“ von Magnus Brechtken





Die Biografie „Albert Speer. Eine deutsche
Karriere“ (Siedler) ist nach dem Votum der Jury das beste Sachbuch
des Jahres: Autor Magnus Brechtken erhält den mit 15.000 dotierten
NDR Kultur Sachbuchpreis. Die Auszeichnung nimmt er im Rahmen einer
feierlichen Preisverleihung am Mittwoch, 22. November, im Schloss
Herrenhausen in Hannover entgegen.

Der Jury-Vorsitzende und NDR Programmdirektor Hörfunk, Joachim
Knuth, sieht in Brechtkens Buch die Dekonstruktion eines
Legendengeflechts um Albert Speer, den „guten Nazi“, an dessen Aufbau
viele beteiligt gewesen seien, auch Journalisten und Verlage: „Dies
ist so beeindruckend geschildert, so wissenschaftlich aufgearbeitet,
auch in den Aussagen so eindeutig, auch durchaus provokant, dass wir
gesagt haben: Ja, dieses Werk ist auszeichnungswürdig.“

Hendrik Brandt, Jury-Mitglied und Chefredakteur der Hannoverschen
Allgemeinen Zeitung, konstatiert: „Eine Geschichte über eine ganz
große Täuschung, an der viele Menschen beteiligt waren, unter anderem
auch die Medien. Eine Enthüllung, die ihres gleichen sucht und die
auch sehr, sehr spannend zu lesen ist.“

Dr. Regula Venske, Jury-Mitglied und Präsidentin des PEN-Zentrums
Deutschland, lobt die „eindrückliche, sehr akribische
Zusammenstellung, Aufarbeitung und Analyse“, die Magnus Brechtken in
seiner Biografie vornimmt.

Magnus Brechtken ist Stellvertretender Direktor am Institut für
Zeitgeschichte sowie Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität
in München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte
des Nationalsozialismus, die Bedeutung politischer Memoiren für die
Geschichtsschreibung sowie der internationale Diskurs zur
Verarbeitung der nationalsozialistischen Herrschaft seit 1945. In
„Albert Speer. Eine deutsche Karriere“ zeichnet er den Werdegang von
Hitlers Rüstungsminister nach und beschreibt, wie dessen
Nachkriegsstilisierung als angeblich unpolitischer Mensch den
historischen Tatsachen widerspricht.

NDR Kultur überträgt die Preisverleihung am Mittwoch, 22.
November, live ab 19.00 Uhr. Den mit 10.000,- Euro dotierten
Förderpreis „Opus Primum“ der VolkswagenStiftung erhält an diesem
Abend Dr. Andreas Cassee für sein Buch: „Globale Bewegungsfreiheit –
Ein philosophisches Plädoyer für offene Grenzen“.

Neben Joachim Knuth, Hendrik Brandt und Dr. Regula Venske gehören
der Jury an: Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., Präsidentin des
Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung; Dr. Franziska
Augstein, Journalistin der „Süddeutschen Zeitung“; Dr. Johann Hinrich
Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland;
Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung; Hilal
Sezgin, Publizistin.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.NDR.de/ndrkultur.

Akkreditierungen für die Preisverleihung über medienbuero, Uta
Fliegel, u.fliegel@medienbuero.eu, 0172/455 49 53.

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Bettina Brinker
Tel. 040-4156 2302
b.brinker@ndr.de

http://www.ndr.de
https://twitter.com/NDRpresse

Original-Content von: NDR Norddeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 13. Nov 2017. gespeichert unter Literatur, Medien/Unterhaltung, Verlag. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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