Mitteldeutsche Zeitung: Stiftung Moritzburg Neuer Direktorübt scharfe Kritik an der Arbeit des Kunstmuseums in Halle





Reinigendes Gewitter an der Moritzburg: Der neue
Direktor der Stiftung Moritzburg in Halle, Michael Freitag, übte zum
Neujahrsempfang scharfe Kritik an der Arbeit des Kunstmuseums,
berichtet die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“
(Dienstagausgabe). Michael Freitag, der im Januar auf die
zurückgetretene Direktorin Katja Schneider folgte, sprach am
Sonnabend mit Blick auf die Arbeit des Museums im vergangenen Jahr
von einem „verzweifelten Aktionismus“ und einem „sinnlosen
Kräfteverschleiß“. Der Kunsthistoriker stellte rückblickend ein
„Überangebot“ fest, mit dem das Haus seinen Mangel an einer „klaren
Idee“ zu verschleiern gesucht hätte. Die Grundaufgaben des Museums
seien nach Freitags Worten „geschrumpft auf Ausstellen, Ausstellen,
Ausstellen“, bei gleichzeitiger „Unverbundenheit der Programmpunkte“.
Auf der Strecke geblieben seien die „indiskutable Depotsituation“ und
die Arbeit an Bestandskatalogen, flankiert von einem „wahnhaft
ausufernden Leihverkehr“. Die Überforderung hätte auch die
Öffentlichkeitsarbeit des Museums erreicht und sich in der „massiven
Kritik“ des Landesrechnungshofs und im Krankenstand des Haues
gespiegelt. „Der Stiftungsauftrag selbst muss in den Vordergrund der
Debatten gerückt werden“, sagte Freitag.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

veröffentlicht von am 12. Feb 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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