Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Pascal Durain zu Löwenabschuss in Simbabwe





Walter Palmer ist kein Sportler. Er ist ein
Feigling. Punkt. Ein Mann mit einer fragwürdigen Leidenschaft: Der
Zahnarzt aus Minnesota bereist die Welt, um exotische Tiere mit Pfeil
und Bogen zu erlegen. Nicht, weil er sonst verhungert, nicht, weil
der Tierbestand vor Ort seuchenkrank oder zur Plage geworden ist, und
schon gar nicht, weil er Hunger hat oder um sein Leben fürchtet.
Menschen wie Palmer töten, weil es ihnen Spaß macht. Nur erntet
Palmer für seine jüngste „Trophäe“ weltweit Ächtung und
Todesdrohungen. Dabei hatte er 50 000 Dollar für den Ausflug nach
Simbabwe bezahlt und alle nötigen Erlaubnisse eingeholt, beteuert er.
Palmer ist längst in die USA zurückgekehrt – ob er für den Abschuss
des Löwen also juristisch belangt wird, darf bezweifelt werden.
Ebenso, dass Cecil der letzte bejagte Löwe in Simbabwe war. Der
Großwildjagd-Tourismus floriert – und das wird er auch immer, solange
es Menschen gibt, denen Töten ein erhabenes Gefühl verschafft. Auch
deutsche Veranstalter bewerben solche Ausflüge. Völlig legal – und
mit der Garantie eines „unvergesslichen Erlebnisses“. Ab 1600 Euro
pro Nase. Nur merken Sie sich: Besser kein Tier, das einen Namen
trägt, über den Haufen ballern – dann spart man sich den Shitstorm.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

veröffentlicht von am 29. Jul 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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