Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Marianne Sperb zum 20. Todestag von Bob Ross





Nein, ein Künstler im üblichen Sinn war Bob
Ross nicht – aber dafür ein Lebenskünstler von großem Format. Man
darf ja nicht vergessen, dass der Amerikaner dürre Jahre überstehen
musste, bevor er mit „Joy of Painting“ den Durchbruch fand. Dann aber
schoss er volle Kanone in den TV-Himmel. Am Ende gelang es Bob, mit
einer Tätigkeit, die er liebte, ein millionenschweres Imperium
aufzubauen, und das auch noch auf bequeme Art. Weil ihn feine Technik
langweilte, entwickelte er eine Methode, mit großen Pinseln gute
Details zu produzieren. Der Reiz von Ross ist: In seiner Welt gibt es
keine schlechtes Gewissen. Welche Befreiung! „Make this funny noises
when you paint“, blendete er jede Peinlichkeit aus, „we don–t make
mistakes here, just happy little accidents“, beruhigte er seine
Schüler, wenn ein Strich schief ging. Nur dem Pinsel, der sauber
werden sollte, zeigte er entschlossene Abgrenzung: „Beat the devil
out of it“, sagte er dann beim Trockenschütteln. 20 Jahre ist der
gute Bob jetzt schon tot, ein Smiley der Kunstwelt. Er würde uns
zusäuseln: „Give a little smile here.“

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

veröffentlicht von am 3. Jul 2015. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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