Mittelbayerische Zeitung: „Da hilft nur Fahrverbot“ / Ein Kommentar der Mittelbayerischen Zeitung zu Gaffern im Verkehr





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Dann werden Sie Leser-Reporter! So fördert eine große deutsche
Tageszeitung seit Jahren die Neugierde ihrer Leser und honoriert sie
durchaus fürstlich mit 250 Euro. Dagegen fängt das Bußgeld für Gaffer
– wenn man sie denn überhaupt erwischt – bei gerade mal 20 Euro an.
Muss man sich da noch wundern, wenn am Unfallort gefilmt statt Hilfe
angeboten wird, weil Likes offensichtlich wichtiger sind als ein
Menschenleben? Dieser Rücksichtslosigkeit ist nur mit deutlich
härteren Strafen beizukommen. Deshalb ist dem Fall des Feuerwehrmanns
aus Weibersbrunn, dem angesichts des Rudels pietätloser
Sensationshungriger vergangene Woche der Kragen geplatzt ist,
durchaus Bedeutung beizumessen. Zwar mag es nicht der richtige Ansatz
sein, mit einem C-Rohr auf filmende Lkw-Fahrer zu zielen, aber die
unkonventionelle Art hat Aufmerksamkeit erregt. Es wird diskutiert –
hoffentlich auch über höhere Strafen. Wer will schon ein Fahrverbot
für ein bisschen Anerkennung im Internet riskieren? Diese Botschaft
wäre endlich deutlich.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

Original-Content von: Mittelbayerische Zeitung, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 13. Nov 2017. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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