MDR gratuliert Richard Strauss zum 150. Geburtstag





Höhepunkt der Feier ist das Geburtstagskonzert der
Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann, das der
MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK am 11. Juni live aus der Semperoper in Ton
und Bild in seinem Kulturradio MDR FIGARO, weiteren ARD-Sendern und
12 angeschlossenen europäischen Rundfunkanstalten sowie im
deutsch-französischen Kulturkanal ARTE überträgt.

Richard Strauss war vom Misserfolg seines Opernerstlings „Guntram“
so enttäuscht, dass er Rache nehmen wollte an seiner „lieben
Vaterstadt“ München. Und so gab er 1901 seine „Feuersnot“ an die
Hofoper nach Dresden, wo der Einakter „trotz mancher sittlicher
Bedenken (…) zu ausgezeichneter Aufführung kam“. Seitdem blieb der
Komponist der Elbmetropole eng verbunden. Allein neun seiner Opern
wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Semperoper uraufgeführt
– von „Salome“ über den „Rosenkavalier“ bis zu „Daphne“ 1938. Ernst
von Schuch, mit dem Strauss eine enge künstlerische Freundschaft
verband, Fritz Busch und Karl Böhm waren die namhaften Dirigenten der
Königlich-Sächsischen Musikalischen Kapelle, heute Sächsische
Staatskapelle Dresden, bei den Premieren.

Der Chefdirigent der Staatskapelle Christian Thielemann hat für
das Sonderkonzert, das der MDR am 11. Juni, ab 20 Uhr europaweit live
in Hörfunk und Fernsehen sendet, ein reines „Dresdner Programm“
zusammengestellt, mit Ausschnitten aus den Opern „Elektra“,
„Feuersnot“, „Salome“, „Der Rosenkavalier“ „Arabella“, „Intermezzo“,
„Die ägyptische Helena“, „Die schweigsame Frau“ und „Daphne“. Die
MDR-Redakteure Bettina Volksdorf und Andreas Berger haben im Vorfeld
des Konzertes ein Gespräch mit Christian Thielemann geführt, das am
11. Juni im Anschluss an das Konzert bei MDR FIGARO zu hören ist
sowie ab 7. Juni unter www.figaro.de als Video anzuschauen ist.

Weitere Sendungen zum 150. Geburtstag von Richard Strauss bei MDR
FIGARO

Das MDR-Kulturradio beginnt bereits am Freitag, 6. Juni, 20.05 Uhr
mit der Strauss-Ehrung. Live aus dem Leipziger Gewandhaus wird ein
Konzert des Gewandhausorchesters unter Riccardo Chailly gesendet. Auf
dem Programm stehen Richard Strauss– Tondichtungen „Don Quixote“,
„Tod und Verklärung“ sowie „Till Eulenspiegels lustige Streiche“. Im
„Journal am Morgen“ werden vom 10. bis 14. Juni gegen 8.40 Uhr fünf
von unzähligen Briefen, die der Komponist an Familie und Freunde,
Politiker, bedeutende Schriftsteller und Dirigenten schrieb, gelesen
und interpretiert.

Am Samstag, 14. Juni, gibt es bei MDR FIGARO ab 20.05 Uhr noch
einmal einen großen Richard-Strauss-Abend. Zu hören sind Ausschnitte
aus aktuellen Produktionen, historische Aufnahmen von Strauss-Werken
sowie Ausschnitte aus dem unveröffentlichten Briefwechsel zwischen
Richard Strauss und Fritz Busch. Studiogast bei Bettina Volksdorf ist
Musikexperte Dr. Steffen Lieberwirth von MDR FIGARO. In der Sendung
„Figaro Spezial“ um 22.00 Uhr ist eine Zusammenfassung des
Kolloquiums „Richard Strauss in Dresden und die Ära Schuch“ vom 8.
März 2014 in der Semperoper Dresden zu erleben.

Alle Richard Strauss-Sendungen von MDR FIGARO sind auch online
unter www.figaro.de nachhörbar.

Rekonstruktion einer Künstler-Karriere

Bei ARTE ist nach der Live-Übertragung des Sonderkonzertes aus
Dresden am 11. Juni, gegen 21.55 Uhr, das Porträt „Richard Strauss –
Das umstrittene Musikgenie“ zu sehen, ebenfalls eine MDR-Produktion.
Richard Strauss wurde am 11. Juni 1864 in München geboren.
Kritikern wie Bewunderern gilt er als ein Alleskönner. Als
Opernkomponist feierte er vor allem an der Dresdner Hofoper Erfolge.
Der Film thematisiert auch, dass sich der Komponist nach 1933 mit den
Nationalsozialisten eingelassen hatte, zeitweise als Präsident der
Reichsmusikkammer fungierte und ihnen Hymnen schrieb. Mit seinen
letzten Kompositionen, der Trauerklage „Metamorphosen“ und den „Vier
letzten Liedern“, hält Strauss Rückschau auf eine untergegangene
Epoche. Zu Wort kommen im Film u. a. der Strauss-Biograf Daniel
Ender, die berühmte Sopranistin und „Rosenkavalier“-Darstellerin
Brigitte Fassbaender sowie die Dirigenten Christoph Eschenbach,
Christian Thielemann, Peter Gülke und Ulf Schirmer.

Weitere Informationen unter www.mdr.de/kultur

Pressekontakt:
MDR Presse und Information, Petra Saalbach, Tel. (0341) 300 6473;
presse@mdr.de

veröffentlicht von am 5. Jun 2014. gespeichert unter Fernsehen, Musik. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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