Mario Adorf als Karl Marx: Drehstart für ZDF-Dokudrama (FOTO)





Mit Blick auf den 2018 anstehenden 200. Geburtstag von Karl Marx
widmet das ZDF einem der wirkmächtigsten Deutschen ein 90-minütiges
Dokudrama mit Mario Adorf in der Hauptrolle. In Prag und Umgebung
haben die Dreharbeiten für den Film mit dem Arbeitstitel „Der
deutsche Prophet. Die letzte Reise des Karl Marx“ begonnen. Unter
Regie von Christian Twente spielen – neben Mario Adorf – Sarah
Hostettler, Nina Petri, Ruth Marie Kröger, Johannes Klaußner, Lutz
Blochberger, Jele Brückner und andere. Autor des Drehbuchs ist Peter
Hartl.

„Wir freuen uns, dass wir mit Mario Adorf einen Hauptdarsteller
haben, der diese Rolle nicht nur hervorragend verkörpert, sondern
sich damit auch einen Lebenswunsch erfüllt“, sagt Peter Arens, Leiter
der Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft.

Die Rahmenhandlung folgt den Stationen im letzten Lebensjahr von
Karl Marx, in dem er und seine Tochter Eleanor gemeinsam auf seinen
Werdegang und sein Werk zurückblicken.

„Der Film zeigt Marx, der Weltgeschichte schrieb, auch als
Privatmann und Familienvater, wie ihn kaum jemand kennt“, sagt Stefan
Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, „und es wird
deutlich, wie sich manche Annahmen von Marx in den Finanz- und
Wirtschaftskrisen heute widerspiegeln.“

Das Dokudrama aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte zeigt den
berühmten Denker in seiner Zerrissenheit: als Deuter des Welt- und
Wirtschaftsgeschehens, der für das praktische Überleben nur wenig
Geschick aufbrachte. Als hingebungsvollen Familienvater, der, auch
als Folge seines Daseins als politischer Flüchtling, vier seiner
sechs Kinder zu Grabe tragen musste und dem Hausmädchen einen
verborgen gehaltenen Sohn bescherte. Marx erhob die Stimme für das
„geknechtete Proletariat“, wusste aber selbst auch gutbürgerlichen
Lebenswandel zu schätzen.

Erst nach seinem Tod entfaltete sich die Sprengkraft seiner oft
umgedeuteten Ideen. Das „Kommunistische Manifest“ bot das Rüstzeug
für eine internationale Arbeiterbewegung, die später in
sozialdemokratisch orientierten Parteien ihren Siegeszug antrat, es
diente aber auch als ideologisches Fundament totalitärer Diktaturen,
die Mitte des 20. Jahrhunderts die halbe Welt beherrschten. Von ihm
selbst ist der Spruch überliefert: „Ich bin kein Marxist.“

„Der deutsche Prophet. Die letzte Reise des Karl Marx“ ist eine
ZDF-Auftragsproduktion der Gruppe 5 Filmproduktion. Produzent ist
Stefan Schneider. Die Redaktion liegt bei Stefan Brauburger und
Stefan Mausbach, die Leitung bei Peter Arens. Die Dreharbeiten in der
Tschechoslowakei und in Marokko dauern bis zum 23. November. Ein
Sendetermin steht noch nicht fest.

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veröffentlicht von am 20. Okt 2017. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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