?Kunst hat Macht in der Kirche?: Erzbischof Robert Zollitsch beim Aschermittwoch der Künstler





Die Kunst hat nach Ansicht von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) „Macht in der Kirche“. Bei einem Gottesdienst zum Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler sagte Zollitsch am Mittwoch (13.) im Freiburger Münster: „Kunst verleiht dem Glauben einen Ausdruck, sei es in der Kirchenmusik, in der Architektur oder in der Bildenden Kunst. Kunst ist eine Gestaltungs- und Prägekraft für unseren christlichen Glauben.“ Sie präge „unsere menschlichen Bilder von Gott, von Jesus Christus, von Maria, den Heiligen. Und sie tut dies in einer jeden Zeit unter anderen gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen und somit immer wieder neu.“ Auf diese Weise sei Kunst auch „Ausdruck eines bestimmten Zeitempfindens“.

„Heiliges ins Bild bringen – im Dialog mit Gott“

Künstlerinnen und Künstler, „die das Heilige ins Bild bringen“ möchten, sollten nach Ansicht von Erzbischof Zollitsch bereit sein, ihre Konzepte zu überdenken, unterbrechen zu lassen, umzustürzen: „Sie sollten sich auf einen geistlichen Dialog mit Gott einlassen. Das erfordert nicht zuletzt eine Haltung der immer wieder neuen Bereitschaft zur Umkehr. Daher ist auch der Aschermittwoch mit seiner Symbolik des Aschenkreuzes ein wichtiger Tag für die Künstler, die religiöse Wirklichkeit ins Bild bringen möchten.“ Umkehr und Erlösung, Erlösung auch von unseren festgefahrenen Bildern, erfahren Menschen nach den Worten Zollitschs „nur in der Beziehung zu Gott“.

Der Aschermittwoch der Künstler geht auf eine Anregung des katholischen Schriftstellers Paul Claudel zurück, der nach dem 2. Weltkrieg verschiedene Künstler in Paris zum Gedankenaustausch einlud. Seither treffen sich am Aschermittwoch in vielen europäischen Städten Bischöfe, Seelsorger, Gläubige und Künstler: Gemeinsam beginnen sie die Zeit der Besinnung und Buße, der Konzentration auf das, was das Leben ausmacht. Zum Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler in Freiburg hatten sich mehr als 150 Kunstschaffende angemeldet. Sie waren nach dem Gottesdienst im Freiburger Münster zu einer kulturpolitischen Rede des ehemaligen bayerischen Kultusministers Prof. Hans Maier in die Katholische Akademie Freiburg eingeladen. Der Vortrag (Titel: „Die Macht der Kunst, der Staat und die Kirche“) wurde verlesen, da Maier wegen einer Erkrankung nicht persönlich nach Freiburg kommen konnte. Wie Maier in seinem Redebeitrag formulierte, war die Kirche im Abendland jahrhundertelang die produktivste Anregung der Künste – „vor allem durch die Anregung, welche die Liturgie der Kunst gab“. Beim Ausklang der Veranstaltung nutzten Künstlerinnen und Künstler die Gelegenheit, mit Erzbischof Robert Zollitsch und Mitarbeitern der Erzdiözese Freiburg ins Gespräch zu kommen.

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veröffentlicht von am 14. Feb 2013. gespeichert unter Allgemein. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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