kressreport: „AP ist ersetzbar, sowohl im Text als auch im Bild“ / Wie dapd-Geschäftsführer Ulrich Ende die Agentur aufstellen will





Es ist ein schweres Erbe, das Ulrich Ende am 1.
Februar freiwillig angetreten hat. Der neue Geschäftsführer der dapd
Nachrichten GmbH hat die insolvente Agentur mit fünf weiteren
Investoren übernommen. Im „kressreport“ (Ausgabe 3/2013; EVT 8.
Februar 2013) spricht er über seinen Plan, dapd weiterhin als
Vollagentur aufzustellen.

Einfach wird es nicht für ihn. Die Substanz bröckelt: Kunden
kehrten der Agentur den Rücken, darüber hinaus sind Mitarbeiter auf
dem Absprung. „Im Sanierungsplan war bereits mit eingerechnet, dass
auch Mitarbeiter freiwillig gehen, wie jetzt im Fall von Melanie
Ahlemeier“, sagt Ende. Ahlemeier hatte nach dem Weggang von Cord
Dreyer gemeinsam mit Dirk von Borstel die dapd-Chefredaktion
übernommen. „Dadurch entstehen Lücken, die aufgefüllt werden müssen.
Somit müssen wir erst einmal noch unter Plan einstellen“, so Ende.
Natürlich wolle er neue Mitarbeiter einstellen. Schließlich sei das
ein Zeichen, dass sich etwas nach vorne entwickelt. Zunächst einmal
hat er jedoch zwei seiner Mitarbeiter befördert: Frank Brandmaier,
43, übernimmt die Redaktionsleitung Text, Markus Weidling, 38,
übernimmt die Abteilung Business Development.

Ende will auch „das alte Asset“ wiederbeleben, deutschsprachige
Korrespondentenberichte aus aller Welt zu liefern. Seit Februar muss
dapd ohne AP auskommen, dessen Weltnachrichten nun von der dpa
vertrieben werden. „AP ist ersetzbar, sowohl im Text als auch im
Bild“, ist Ende überzeugt. Er setzt in der Auslandsberichterstattung
nun auf die ausgeweitete Kooperation mit Dow Jones und dem „Wall
Street Journal“. Dazu soll gemeinsam mit Partnern, u.a. mit Cafe
Europa, ein Korrespondentennetz mit 40 Kollegen aufgebaut werden.

Kritiker sagen, dass die Realität zu Endes Visionen quer laufe.
Die Behauptung, eine Vollagentur zu sein, habe sich bereits gerächt,
kommentieren Mitarbeiter gegenüber kress: „Wir waren schon damals
nicht mit dpa auf Augenhöhe, jetzt sind wir es erst recht nicht.“

Warum Ulrich Ende an dapd als Vollagentur festhält, wie er sich
von dpa abgrenzen will und mit welchen Kunden er derzeit Gespräche
führt, lesen Abonnenten im aktuellen kressreport.

Pressekontakt:
Christine Lübbers
Redakteurin
Haymarket Media GmbH – kress
Weidestraße 122a
22083 Hamburg
Deutschland
Fon: 040 69206-253
Fax: 040 69206-333
E-Mail: christine.luebbers@kress.de

veröffentlicht von am 8. Feb 2013. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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