Journalismus, nicht Propaganda





Der Deutsche Journalisten-Verband hat die türkische Justiz aufgefordert, die Klagen gegen 18 Journalisten wegen angeblicher terroristischer Propaganda fallen zu lassen.

Die Journalisten, darunter der Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet, müssen sich vor der Justiz verantworten, weil sie Fotos einer tödlich verlaufenen Geiselnahme veröffentlicht hatten. Daraus konstruierte die Istanbuler Staatsanwaltschaft den Vorwurf der terroristischen Propaganda, die mit bis zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis geahndet wird.

„Die Geiselnahme des türkischen Staatsanwalts, über die die Journalisten berichtet hatten, war von großem öffentlichen Interesse“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Darüber zu informieren sei die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten. „Dass die Berichterstatter dafür verurteilt werden sollen, ist ein krasser Verstoß gegen die Pressefreiheit.“ Der Prozess gegen die betroffenen Kollegen sei eine Farce, die sofort beendet werden müsse.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
Charlottenstr. 17
10117 Berlin
Deutschland

Hendrik Zörner

Tel. 030/72 62 79 20
Fax 030/726 27 92 13

veröffentlicht von am 5. Aug 2015. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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