JACK IN THE BOX präsentiert Kunstinstallationen und Architektur-Photographie zur plan10, Forum aktueller Architektur in Köln





Zum diesjährigen Themenschwerpunkt der plan10 wartet JACK IN THE BOX mit einem umfangreichen Ausstellungsprogramm auf. Insgesamt sechs Ausstellungen namhafter Künstler aus den Bereichen Kunstinstallation und Architektur-Photographie, die JACK IN THE BOX in Zusammenarbeit mit den Ausstellern zur plan veranstaltet, beschäftigen sich mit dem diesjährigen Motto des Forums aktueller Architektur und beleuchten es aus den unterschiedlichen Perspektiven ihres Genres und ihrer individuellen Konzeption.

„ARTCLIMADE + CO, Raum für Kunst und Klima“ lautet der Titel einer der sechs Ausstellungen. „ARTCLIMADE + CO“, ist ein internationales Projekt der Künstlerkooperation Silke Walther und Thomas Rappaport, das sich mit dem Thema des Klimawandels künstlerisch auseinandersetzt. Auf dem Außengelände der Werkhallen von JACK IN THE BOX inmitten des Areals des ehemaligen Güterbahnhofs Köln-Ehrenfeld errichten Silke Walther und Thomas Rappaport mit Unterstützung von Sven Nowak von Jack in the Box und der Galeristin Dagmar Schmidla ein Kunst-Camp aus zwei 12 Meter langen, überhohen Seecontainern, in dem die Künstler mit Skulpturen, Photographien und bewegten Bildern „den aktuellen Pegelstand geografischer, gesellschaftlicher und künstlerischer Zustände buchstäblich ausloten“ und damit ihren spezifischen Blick auf das Thema Kunst und Klima werfen.

Mit dem Thema des computergestützten Entwerfens und Bauens in Architektur und Design beschäftigt sich eine weitere Ausstellung, die JACK IN THE BOX in der Montagehalle des Vereins präsentiert. „DIYDA – Do it yourself Design und Architektur“ heißt eine Raumkunstinstallation der Architekten Florian Gassmann, Jonathan Haehn und Hans Sachs, in der die Künstler der Frage nach den Folgen der heutigen Möglichkeiten computergesteuerten Entwerfens und Produzierens in Architektur und Design nachgehen. In diesem Zusammenhang ist einer der Grundgedanken der Open-Source-Bewegung für die Architekten von Interesse. Demokratisierung des Wissens lautet das Stichwort, was für Architektur und Design die Demokratisierung und Individualisierung des Gestaltungs- und Produktionswissens sowie die der -mittel bedeutet. Das zentrale Objekt der Ausstellung „Raumschaum“ von Florian Gassmann berücksichtigt diesen Gedanken und thematisiert ein computergesteuertes „partizipativ-generatives“ Entwerfen und Bauen. Die eigens auf den Ausstellungsraum bei JACK IN THE BOX angepaßte schaumartige Struktur der Skulptur „Raumschaum“ fungiert gleichzeitig als Ausstellungsraum für eine Vielzahl von „parametrisch-digital entworfenen und produzierten Exponaten“, Workshops und Vorträgen zum Thema computergestütztes Entwerfen und Bauen in Architektur und Design.

In dem audiovisuellen Performance- und Installationsprojekt „Void“ des Medienkünstlers Egbert Mittelstädt und des Klangkünstlers Frank Schulte, das JACK IN THE BOX als weiteres Projekt auf der plan10 zeigt, geht es den Künstlern um die Untersuchung der vielfältigen Beziehungen zwischen Bild, Klang und Raum. Der Aufbau von „Void“ in Form einer transparenten Rotunde von sechs Metern Durchmesser, die von innen mittels Projektoren bebildert und mit Klang und Live-Performances bespielt wird, bietet die Plattform für dieses Projekt. „Void“ versteht sich als eine Reminiszenz an die Medienkunst früherer Tage.

Drei Ausstellungen, die JACK IN THE BOX im Rahmen des Architekturfestivals plan10 ebenfalls zeigt, bieten einen Blick auf Architektur und Stadt aus der Sicht der Photographie.

Das Sterben von Plattenbauvierteln ist das Thema einer der Architektur-Photographie-Ausstellungen. „Plattensterben“ ist eine Ausstellung des in Berlin lebenden Architekten und Architektur-Photographen Robert Conrad, in dessen Mittelpunkt die künstlerische Dokumentation sterbender Plattenbausiedlungen an den Peripherien ostdeutscher Städte steht. Mit einer Photoserie von 40 Schwarzweiß-Bildern spannt Robert Conrad dabei einen zeitgeschichtlichen Bogen von zweimal 18 Jahren, der 1972 mit dem Wohnungsbauprogramm der DDR, „eine Wohnung für jeden Staatsbürger bis 1990“, beginnt und 2008, dem Datum des jüngsten Bilds der Photoserie, endet. In den Photographien, die den ersten Zeitraum von 18 Jahren überstreichen, hat Robert Conrad die Plattenbau-Architektur, mit der seine Heimat, die kleine, uralte Hansestadt Greifswald nahe der Ostsee, Mitte der 1980er Jahre neubebaut wurde, photographisch festgehalten. Im zweiten Teil seiner Photoserie befasst sich der Photograph schließlich mit dem Abriss ebendieser aber auch anderer Betontfertigteile-Architektur. Stilistisch und bildkompositorisch zitieren die Photographien von Robert Conrad die propagandistische Photographie der DDR, die die Plattenbau-Architektur als Ergebnisse des industriellen Wohnungsbaus stolz präsentierte, und macht dadurch den Unterschied zwischen damals und heute nahezu greifbar.

„Struktur!“ ist eine Architektur-Photographie-Ausstellung von Peter Gallus, in der der Photograph in zwei Photoserien architektonische Strukturen, ob technisch-funktionale oder gestalterische, seien es Fassaden, Gebäude, Gebäudeteile oder gar ganze Gebäudekomplexe, als bestimmenden Bildinhalt ihn den Fokus der Wahrnehmung rückt. Die Ausstellung von Peter Gallus ist eine Einladung an den Betrachter, diese strukturellen Schönheiten in der Architektur zu entdecken.

Und schließlich präsentiert JACK IN THE BOX das partizipative Postkarten-Projekt „Greetings From Cologne“ von Allan Gretzki und Frederike Ebert vom Institut für Raumologie. Mit der Ausstellung der Ergebnisse des Projekts präsentieren die Künstler die Resultate einer photographischen Erkundung des touristischen Kölns jenseits aller Idealisierungen; das Projekt hat die Photographen vor allem auch an entlegene, meist unbeachtete, sogenannte Un-Orte der Stadt geführt und sie zu ihren Postkarten-Photographien inspiriert.

Die beschriebenen sechs Ausstellungen sind im Rahmen der plan10 am 24.09.2010 von 18 bis 22 Uhr und vom 25.09. bis zum 01.10.2010 täglich von 13 bis 21 Uhr bei JACK IN THE BOX auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in der Vogelsanger Straße 231 in Köln-Ehrenfeld zu sehen. Abgerundet wird das plan10-Programm von JACK IN THE BOX von einem „NACHTSYMPOSIUM“ mit ponk (Audiozoo) und Freunden am 25.09.2010 ab 21 Uhr.

Weitere Informationen über das gesamte Programm der plan10 findet man unter www.plan-project.com.

plan10, Forum aktueller Architektur in Köln, ist mit 39 Projekten, die im Rahmen der diesjährigen plan vorgestellt werden, und insgesamt 106 Veranstaltungsterminen eine Kölner Architektur-Großveranstaltung von internationaler Ausstrahlung. „Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm plan, Forum aktueller Architektur in Köln ist 1999 mit seiner Erstausgabe angetreten, um ein neues Mittel der Kommunikation für Architektur und Städtebau zu schaffen: Ein jährlich wiederkehrender Termin als Kulturangebot, das sich gleichermaßen an Architektur-„Insider“ aus allen Bereichen und an ein breites Publikum wendet.“

veröffentlicht von am 8. Sep 2010. gespeichert unter Allgemein, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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