„Informanten, Whistleblower, WikiLeaks&Co.“ – Lange Nacht des DokZentrums ansTageslicht.de





Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Informanten, Whistleblower, WikiLeaks & Co.: Sind Leaking-Plattformen noch up-to-date?“ wird die „Lange Nacht des DokZentrums ansTageslicht.de“ am 13. Juni 2014 eröffnet. Sie bildet den Auftakt für ein gemeinsames Tagungswochenende zwischen dem DokZentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Ludwig, Professor für Medienbetriebswirtschaft an der HAW Hamburg, und dem Whistleblower-Netzwerk.
2004 wurde das „Dokumentationszentrum Couragierte Recherchen und Reportagen“ als Projekt zwischen Wissenschaft und journalistischer Praxis an der HAW Hamburg ins Leben gerufen. Zehn Jahre ansTageslicht.de bedeuten: 100 dokumentierte Geschichten, rund 250 Studierende, die diese rekonstruiert haben und mehr als 5.400 Backlinks (Rückverweise von anderen Websites) auf dieses Projekt. Sein zehnjähriges Bestehen begeht ansTageslicht.de zusammen mit einem seiner wichtigsten Kooperationspartner, dem Whistleblower-Netzwerk.
Die Podiumsdiskussion findet statt am: 13. Juni 2014, ab 18 Uhr, auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg, Ditze-Hörsaal, Finkenau 35, 22081 Hamburg.
Auf dem Podium: Dirk Engling als Entwickler von digitalen anonymen Briefkästen, Kai Biermann von ZEIT ONLINE, Guido Strack (Whistleblower-Netzwerk), Prof. Dr. Johannes Ludwig (ansTageslicht.de). Die Moderation übernimmt Annegret Falter, International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA), Jury „Whistleblowerpreis“.
Der US-GI Bradley Manning hatte sein „Collateral Murder“-Video, das ein Kriegsverbrechen dokumentiert, über WikiLeaks verbreitet. Jetzt sitzt er für 35 Jahre in Haft. Edward Snowden ist einen anderen Weg gegangen und sitzt in Moskau fest. Greenpeace arbeitet weltweit und ganz bewusst nicht mit anonymen Briefkästen: zu unsicher. Das internationale Rechercheprojekt „Offshore-Leaks“ vom vergangenen Jahr, an dem über 86 Journalisten aus 46 Ländern beteiligt waren, kam in Gang durch die ganz „normale“ Übergabe von Datenträgern (2,5 Millionen Dokumente auf mehreren Festplatten: insgesamt 400 GB). Andererseits: Immer mehr Medien in Deutschland (DIE ZEIT, stern, WAZ und andere) legen sich einen digitalen anonymen Briefkasten zu. Trotz oder wegen NSA, BND & Co.? Antworten hierzu geben die Diskutanten.
Im zweiten Teil der langen Nacht des DokZentrums ansTageslicht.de werden ehemalige Teilnehmer berichten – „Wie sie wurden, was sie heute sind“: Bilddokumentare beim SPIEGEL, Journalisten beim NDR, bei stern.de, brandeins.de und bei der taz. Beide Veranstaltungsteile werden von den elbe-studios live im Internet übertragen (von 18 bis 21 Uhr).
Weitere Informationen:
DokZentrum www.anstageslicht.de

veröffentlicht von am 10. Jun 2014. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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