Filmfest München 2015 WDR zeigt fünf Fernseh- und Kinofilme als Weltpremieren





Mit fünf Festivalbeiträgen ist der WDR beim 33. Münchener Filmfest
vertreten (25. Juni – 4. Juli). Zwei Fernsehfilme und drei
Kinokoproduktionen feiern in diesem Jahr bei dem renommierten
Festival ihre Weltpremiere. In den im Auftrag oder mit Beteiligung
des WDR entstandenen Fernseh- und Kinoproduktionen spielen unter
anderem Katharina Lorenz, Jürgen Vogel und Christoph Maria Herbst.

WDR-Fernsehfilmproduktionen in der Sektion Neues Deutsches Fernsehen

Der Verlorene Bruder
Drehbuch: Ruth Toma (nach dem Roman „Der Verlorene“ von Hans-Ulrich
Treichel)
Regie: Matti Geschonneck
Mit Noah Kraus, Charly Hübner, Katharina Lorenz, Matthias Matschke,
Johanna Gastdorf
Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion für WDR / MDR / BR / ARD
Degeto. Produzenten: Uli Putz, Jakob Claussen; Redaktion: Dr. Barbara
Buhl (WDR, federführend), Meike Götz (MDR), Claudia Simionescu (BR),
Christine Strobl (ARD Degeto), gefördert von der Film- und
Medienstiftung NRW.

Zum Inhalt: Anfang der 60er Jahre in der westfälischen Provinz: Der
Erfolg des eigenen Lebensmittelgeschäfts und die teuren Autokäufe
ihres Mannes Ludwig (Charly Hübner) können Elisabeth (Katharina
Lorenz) nicht über einen großen Verlust trösten. Bei der Flucht aus
den deutschen Ostgebieten ging ihr erster Sohn Arnold als Baby
verloren. Als sie von einem Findelkind erfährt, das auf demselben
Flüchtlingstreck abgegeben wurde, steht für sie fest: Das muss Arnold
sein. Max (Noah Kraus), der nachgeborene Sohn, leidet. Gebeutelt von
Pubertät und Ausschlag, hoffnungslos verliebt in die schöne
Nachbarstochter Milli (Flora Li Thiemann), drängt ihn „Findelkind
2307″ in die Rolle des Statisten. Für Max wird der größte Wunsch der
Eltern zum Alptraum – und er ergreift entschlossen die Initiative.

Der Äthiopier
Drehbuch: Heinrich Hadding (nach einer Kurzgeschichte von Ferdinand
von Schirach)
Regie: Tim Trageser
Mit Jürgen Vogel, Sayat Demissie, Paula Kalenberg, Thomas Thieme,
Nina Proll
Produktion: Moovie GmbH für ARD Degeto / WDR.
Produzenten: Oliver Berben, Günter Rohrbach; Redaktion: Claudia
Grässel (ARD Degeto), Dr. Barbara Buhl (WDR), Sascha Schwingel (ARD
Degeto)

Zum Inhalt: Das Leben von Frank Michalka (Jürgen Vogel) ist eine
einzige Demütigung, bis er in Äthiopien eine zweite Chance bekommt.
Doch als er nach Deutschland zurückkehren muss, wird Michalka wieder
zu dem Bankräuber, der er vor seiner Flucht nach Afrika gewesen ist.
Nach dem Überfall setzt er sich in die Mitte eines überfüllten
Platzes und wartet auf die Polizei. Im Gefängnis droht er zu
zerbrechen, bis die Strafrechtsreferendarin Sophie Kleinschmidt
(Paula Kalenberg) sich seines Falles annimmt und den
Pflichtverteidiger Christoph Weilandt (Thomas Thieme) zu einer
außergewöhnlichen Verteidigungsstrategie bewegt. Der Film ist zum
Teil auf Amharisch gedreht, diese Passagen sind deutsch untertitelt.

WDR-Kinokoproduktionen in der Sektion Neues Deutsches Kino

Babai
Drehbuch / Regie: Visar Morina
Mit Val Maloku, Astrit Kabashi, Adriana Matoshi, Enver Petrovci,
Xhevedet Jashari.
Produktion: NiKo Film, Produzent: Nicole Gerhards; Koproduktion:
Produksioni Krusha, Skopje Film Studio und Eaux Vives Productions in
Koproduktion mit WDR/arte
Gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderungsanstalt
FFA, nordmedia, Kosova Cinematography Center, Macedonian Film Fund,
Cinéma du Monde CNC
Redaktion: Andrea Hanke

Zum Inhalt: Der zehnjährige Nori und sein Vater Gesim leben bei
Verwandten und verkaufen Zigaretten auf den Straßen des
Vorkriegskosovo der 90er Jahre. Gesim will eine bessere Zukunft in
Deutschland suchen – erst einmal ohne Nori. Doch der Sohn stellt sich
quer, versucht mit allen Mitteln, ihn davon abzuhalten und riskiert
dafür sogar einen Unfall. Während Nori im Krankenhaus ist, macht sich
sein Vater heimlich auf den Weg nach Deutschland. Voller Wut und
Entschlossenheit folgt Nori ihm auf die gefährliche Reise und findet
ihn tatsächlich in Deutschland wieder. Mit kindlicher Konsequenz
konfrontiert er Gesim mit seiner Tat, die er ihm nicht verzeihen
kann.

Happy Hour
Drehbuch / Regie: Franz Müller
Mit Simon Licht, Mehdi Nebbou, Alexander Hörbe, Susan Swanton,
Christine Deady
Produktion: Gringo Films GmbH
Produzenten: Sonja Ewers, Steve Hudson; Koproduktion mit Film
Boutique und Ripple World Pictures; Koproduzentinnen Markêta
Polednová, Katharina Jakobs, Jacqueline Kerrin, Dominic Wright, in
Koproduktion mit WDR/arte. Gefördert von der Film- und Medienstiftung
NRW und dem Kuratorium Junger Deutscher Film; Drehbuch gefördert
durch die FFA.
WDR-Redaktion: Frank Tönsmann

Zum Inhalt: Hans-Christians Frau ist mit einem anderen Mann abgehauen
und hat ihn zu Hause mit den Kindern sitzen gelassen. Seine beiden
ältesten Freunde Wolfgang und Nic überreden ihn zu einem spontanen
Kurzurlaub in Irland, wo Wolfgang ein Ferienhaus an der Küste
besitzt. Dort angekommen versuchen die beiden Freunde, Hans-Christian
von seinem Loser-Habitus zu kurieren. Sie wollen ihm das Nein-Sagen
beibringen. Er sei einfach zu nett für die Welt und vor allem für
seine Ex-Frau. Außerdem bräuchte er dringend Ablenkung – sprich
andere Frauen.

Die Kleinen und die Bösen
Drehbuch: Martin Ritzenhoff, Xao Seffcheque
Regie: Markus Sehr
Mit Christoph Maria Herbst, Peter Kurth, Anneke Kim Sarnau, Emma
Bading, Ivo Kortlang, Dorka Gryllus
Produktion COIN FILM GmbH in Koproduktion mit WDR/arte
Produzenten: Herbert Schwering, Christine Kiauk
Gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, nordmedia BKM, DFFF
und FFA. Redaktion: Götz Bolten

Zum Inhalt: Hotte (Peter Kurth) ist ein Kleinkrimineller auf
Bewährung. Er hat zwei Kinder, Dennis (Jasper Smets) und Jenny (Emma
Bading), doch von denen will er nichts wissen. Als deren Oma stirbt,
erhält er das Sorgerecht für die Halbwüchsigen. Davon ist er zwar
nicht begeistert, das Kindergeld kann er aber gut gebrauchen. Der
Einzige, der sich ihm in den Weg stellen will, ist Bewährungshelfer
Benno (Christoph Maria Herbst), der fest davon überzeugt ist, dass
Hotte nicht das Zeug zum verantwortungsvollen Vater hat. Als kurz
darauf Dennis tödlich verunglückt, fühlt Benno sich in seinen
Vorbehalten bestätigt. Er gibt Hotte die Schuld am Tod seines Sohnes
und setzt alles daran, ihn wieder zurück ins Gefängnis zu befördern.
Außerdem will er Jenny bei sich aufnehmen, aber nur gegen die
Proteste seiner Freundin Tanja (Anneke Kim Sarnau), die viel lieber
selbst Kinder hätte. Dann verliebt sich Jenny auch noch in Hottes
alten Bekannten Ivic (Ivo Kortlang) und die Ereignisse überschlagen
sich.

Fotos unter ARD-Foto.de

Pressekontakt:
Pressekontakt:
Barbara Feiereis
WDR Presse und Information
Tel. 0221 2207122
barbara.feiereis@wdr.de

veröffentlicht von am 18. Jun 2015. gespeichert unter Allgemein, Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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