EWA-Preisverleihung: Warnung vor reinem Digitalisierungswahn





Bei allem Digitalisierungshype, den auch die Interne Kommunikation aktuell erfasst, dürfe die Informationswertigkeit und die Botschaft nicht hinten herunterfallen. Im Rahmen des in diesem Jahr erstmals verliehenen EWA Award des Instituts für Interne Kommunikation e. V. (Dortmund) mahnte der Jury-Vorsitzende Hermann-Josef Berg vor einem puren Verbreitungswahn von Informationen, nur weil es zeitgemäß sei. Im „Fraport Forum“ am Frankfurter Flughafen stellte Berg am 1. Dezember dem undifferenzierten „Befüllen“ crossmedialer Medienkanäle ein nachrichten-spezifisches Abwiegen von Inhalten und Botschaften entgegen. „Information ist Nachricht, die inhaltlich ankommt“, unterstrich Berg. Dies verlange von den Machern sowohl eine hohe Verpflichtung als auch Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern/Lesern, insbesondere in der Internen Unternehmenskommunikation.

Hohes Niveau der Einreichungen

Mit dem EWA Award – die Abkürzung steht für Empathie, Wertschätzung und Anspruch – zeichnet das Institut herausragende Medienformate und Beiträge der Internen Kommunikation aus. In der Kategorie „Print“ erhielten die Mitarbeitermagazine „361°“ der Nord LB und „Allianz blau“ von Allianz Deutschland jeweils eine Auszeichnung in Gold. Die Jury lobte insbesondere die Redaktion von „361°“ für seine mutige Herangehensweise an das Thema Umstrukturierung und Stellenabbau. Einen Silber-Award erhielt das Magazin „wir:“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Jeweils eine Bronze-Auszeichnung gab es für die Printmagazine „one“ von ebm-Papst, „Globe“ von Georg Fischer (GF) und „:doppelpunkt“ der Zurich Gruppe Deutschland.

In der Kategorie „digital“ erhielt die real,- SB Warenhaus-Kette einen Gold-Award für ihr informatives und gut gestaltetes Online-Magazin „realreport.de“. Merck (Chemie/Pharma) wurde für sein digitales Magazin „pro App“ mit einem EWA Award in Silber ausgezeichnet.

Die Themenpreise der Jury gingen an „you And Me Quarterly“ der Deutschen Telekom für eine herausragende Grafik, an „Live“ von Novartis für ein ausgezeichnetes Titelfoto der Ausgabe zum kulturellen Wandel des Unternehmens und „Logbook“ des Logistikers Hapag-Lloyd für gelungenes Storytelling. In der eingereichten Print-Ausgabe beschreibt Autor und Redaktionsmitglied Christian Denso ebenso einfühlsam wie faktenreich die Rückkehr eines Kapitäns auf die Brücke eines Frachtschiffes, nachdem er zuvor in einem schweren Seeunglück fast ums Leben gekommen wäre. Seinem Arbeitsschwerpunkt „Wertschätzende Interne Kommunikation“ folgend, vergab das Institut zwei Auszeichnungen an den Flughafen München sowie die Stadtwerke Bochum für die journalistische Umsetzung von besonders wertschätzenden Elementen.

Wertschätzung für die Macher

Als Wertschätzung für die Macher bezeichnete Michael Kalthoff-Mahnke den neu geschaffenen EWA Award. „Sie leisten in den Abteilungen, Redaktionen und auch Agenturen Großartiges, damit Interne Kommunikation gelingt“, wandte sich der Vorsitzende des Instituts für Interne Kommunikation e. V. an die Preisträger. Die jährlich angelegte Auszeichnung solle dazu beitragen, dass diese wichtige unternehmens-strategische Arbeit sichtbar im Unternehmen und darüber hinaus gewürdigt werde.

Kalthoff-Mahnke ging auch auf das veränderte Aufgabenspektrum und Rollenverständnis der Internen Kommunikation ein. „Deren Macher sind heutzutage nicht mehr ausschließlich Redakteure, sondern Konstrukteure von unternehmensinternen, ausgeklügelten Kommunikationsarchitekturen und Dirigenten ganzer Orchester – bestehend aus gedruckten und digitalen Medien sowie Face-to-Face-Formaten.“

In dieser Hinsicht biete das Institut für Interne Kommunikation e. V. (www.institut-ik.de) den Macherinnen und Machern eine Plattform für Erfahrungsaustausch und Orientierung. Das IIK unterstützt aktiv die wertschätzende Entwicklung interner Unternehmenskommunikation. Man betrachte Interne Kommunikation als ökonomischen und sozialen Schlüsselfaktor für ein modernes, gesellschaftlich verantwortliches, aber auch erfolgsorientiertes Unternehmen. Der Verein ist davon überzeugt. dass Interne Kommunikation eine dialogische und wertschätzende Kultur in Unternehmen und Organisationen fördert und weiterbringt.

Kontakt
Institut für Interne Kommunikation e.V.,
Geschäftsstelle im Medienhaus Dortmund,
Kirchenstraße 16, 44147 Dortmund,
E-Mail: geschaeftsstelle@institut-ik.de
Internet: www.institut-ik.de

veröffentlicht von am 5. Dez 2017. gespeichert unter Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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