Entwicklung der Programmetats beschäftigt MDR-Rundfunkrat





Im Fokus stehen Auswirkungen stagnierender
Einnahmen

Der MDR-Rundfunkrat hat sich in seiner Sitzung am Montag, 30. Juni
2014, im thüringischen Suhl mit der Erfüllung des
MDR-Programmauftrags und der Finanzlage des Senders befasst. Mit
einer deutlich sichtbaren Modernisierung seiner Programmangebote,
neuen Formatideen, veränderter Sendeplanung und einer Schärfung
seines journalistischen Profils sowohl im Fernsehen als auch im
Hörfunk hat der MDR seine Spitzenposition unter den Dritten
Fernsehprogrammen der ARD festigen und seine Position im
mitteldeutschen Radiomarkt deutlich ausbauen können.

Die MDR-Rundfunkratsvorsitzende Gabriele Schade bezeichnete das
Jahr 2013 als „ein gutes Jahr für den MDR und seinen
gemeinwohlorientierten Auftrag“. Der Rundfunkrat unterstütze
jeglichen Reformkurs in Richtung einer deutlicheren
öffentlich-rechtlichen Ausprägung seines Programms und einer Betonung
des Informations- und Bildungsauftrags, sagte die Vorsitzende bei der
Beratung eines Berichts über die Erfüllung der Leitlinien für die
Programmgestaltung 2013.

Der MDR hat sich vor Jahren freiwillig verpflichtet, alle zwei
Jahre seinen Programmauftrag durch Programmleitlinien inhaltlich zu
konkretisieren und entsprechend die Erreichung dieser Programmziele
gegenüber dem Rundfunkrat zu bilanzieren. Die Formulierung der
Leitlinien wird künftig in den MDR-Entwicklungsplan integriert, der
vom Sender ebenfalls regelmäßig vorzulegen ist.

Passiert haben das Aufsichtsgremium auch der Jahresabschluss des
MDR für 2013 sowie die finanziellen Eckwerte des Wirtschaftsplanes
2015 und die mittelfristige Finanzplanung bis zum Jahr 2020. Das
Unternehmen halte an seinem mittelfristigen Finanzziel fest, 2017 die
strukturelle Finanzschieflage beseitigt zu haben und einen
ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können, unterstrich
MDR-Intendantin Karola Wille bei der Vorstellung des Zahlenwerks. Bis
dahin müssen erwartete jährliche Unterdeckungen noch aus Rücklagen
beglichen werden.

Entsprechend seinem originären Auftrag, erläuterte die
Rundfunkratsvorsitzende Schade, wird sich das Aufsichtsgremium im
Herbst dieses Jahres mit der „programmspezifischen Aufarbeitung des
Wirtschaftsplans“ beschäftigen. Daraus soll detailliert hervorgehen,
wie sich in den zurückliegenden Jahren bei stabiler Gebühr und damit
stagnierenden Einnahmen die Budgets im Fernsehen, im Hörfunk und bei
den Telemedien einerseits und bei den verschiedenen Programmformaten
andererseits entwickelt haben, und wie im Lauf der Jahre das
Verhältnis von Neuproduktionen zu Wiederholungen war.

Während der Sitzung in Suhl präsentierte Intendantin Karola Wille
außerdem den gerade erschienenen Geschäftsbericht des MDR für das
Jahr 2013. Der 100 Seiten umfassende Bericht ist im Internet unter
www.mdr.de/unternehmen einzusehen oder als gedrucktes Exemplar per
Post (MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK, Hauptabteilung Kommunikation, 04360
Leipzig) oder per Mail kommunikation@mdr.de zu beziehen.

Pressekontakt:
Prof. Dr.-Ing. Gabriele Schade
Vorsitzende des MDR-Rundfunkrates
Tel.: (0341) 3 00 62 21
E-Mail: rundfunkrat@mdr.de
Internet: www.mdr.de/mdr-rundfunkrat

veröffentlicht von am 30. Jun 2014. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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